Die erste Hürde zur DFB-Pokal-Prämie

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Überraschende Rückkehr: Der Langzeitverletzte Steffen Kienle hat sich rechtzeitig zum WFV-Pokalspiel beim Göppinger SV einsatzbereit gemeldet. Der Torjäger steht dem VfR Aalen zumindest als Joker zur Verfügung.
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Überraschende Offensivpower: Vor dem WFV-Pokalspiel beim Oberligisten Göppinger SV melden sich Steffen Kienle, Benjamin Kindsvater und Jonas Arcalean einsatzbereit.

Aalen / Göppingen.

Uwe Wolf hat gute Nachrichten. Der Trainer des VfR Aalen kann am Freitagabend zum Auftakt des WFV-Pokals aus dem Vollen schöpfen. Heißt: Die Offensivabteilung bekommt unerwartete Verstärkung. Sowohl Torjäger Steffen Kienle als auch die Neuzugänge Benjamin Kindsvater und Jonas Arcalean können spielen. Anpfiff in Göppingen: 19 Uhr.

Der VfR Aalen und der WFV-Pokal, das ist so eine Sache. Der Regionalligist hat sich in diesem Wettbewerb selten mit Ruhm bekleckert. Im Gegenteil. Meist war frühzeitig Schluss. Uwe Wolf will diese Serie beenden. Wie wichtig ihm das ist, zeigt ein Detail in seinen Vertragsgesprächen. „Eine meiner ersten Fragen war, wie es bei der Qualifikation zum DFB-Pokal mit einer Prämie aussieht“, verrät Wolf und verspricht: „Wir werden alles raushauen!“ Spieler schonen oder gar die zweite Garde in Göppingen spielen lassen, kommt nicht in Frage. Was Wolf deshalb freut: „Es ist schön, wenn ein Trainer alle Spieler an Bord hat.“ Neuzugang Manuel Botic hat zwar noch keine Spielerlaubnis, „für ihn wäre das Spiel aber ohnehin zu früh gekommen“.

Deutlich mehr Optionen hat Wolf jetzt in der Offensive, der zuletzt immer wieder die Durchschlagskraft fehlte. Kindsvater und Arcalean erhöhen die Qualität im Angriff deutlich. Selbst der Langzeitverletzte Kienle steht als Joker bereit. „Wenn wir solche Spieler haben, wollen wir sie auch loslassen“, sagt Wolf.

Das werde laut Trainer auch nötig sein. Die Göppinger bezeichnet Wolf als ambitionierten Oberligisten, der „viel Robustheit und Erfahrung mitbringt“. Der Gegner habe einen Altersdurchschnitt von 28 Jahren und eine durchschnittliche Größe von 1,84 Meter. Und jede Menge Qualität in seinen Reihen. Beispielsweise Royal-Dominique Fennell. Der Mittelfeldspieler ist den Aalenern noch bestens bekannt, er trug in der Abstiegssaison 2018/2019 selbst das schwarz-weiße Trikot.

Entscheidend sei deshalb für Wolf, dass seine Profis mit dem entsprechenden Engagement sowie Lauf- und Kampfbereitschaft dagegenhalten. Zweitrangig sei unterdessen das System, dieses lebe ohnehin nur von der Bereitschaft seiner Profis.

Nicht ins Elfmeterschießen

Was Wolf außerdem von seiner Elf erwartet: ein hohes Spieltempo und das konsequente Verwerten der Chancen. Bei allem Respekt und aller Demut vor dem Gegner, der VfR-Coach sieht seine Elf in der Favoritenrolle. „Das können wir nicht wegdiskutieren ...“ Und dieser Rolle wollen die Ostälbler auch gerecht werden. Wolf hat deshalb auch darauf verzichtet, explizit Elfmeterschießen zu trainieren. Zwar habe er im Trainingslager in der Pfalz einen Elfmeterwettbewerb gemacht. Aber: „Bei allem Respekt vor dem Gegner: Wir wollen diese Partie mit aller Macht nach 90 Minuten zu unseren Gunsten entscheiden.“ Dass das nicht einfach wird, weiß Wolf. „Der Rasen wird brennen. Wir brauchen deshalb einen kühlen Kopf.“

Sonst kann schnell passieren, dass der WFV-Pokal für den VfR Aalen wieder ein kurzes Abenteuer wird. Und Uwe Wolf ohne Prämie ausgeht.

Sö könnten sie spielen:

VfR: Bernhardt - Windmüller, Stanese, Odabas - Volz, Abruscia, Elfadli, Heckmann - Herrmann, Seitz, Kindsvater

Wir brauchen einen kühlen Kopf.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

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