Kommentar: Alexander Haag über den neuen Kader des VfR Aalen

Die Messlatte hoch gelegt

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Alexander Haag

Die schwierigste Entscheidung wurde Uwe Wolf abgenommen: wer künftig die Nummer eins ist im Tor des VfR Aalen. Nach der schweren Schulterverletzung von Daniel Bernhardt bleibt dem Trainer keine andere Wahl, als auf den jungen Herausforderer zu setzen. Matthias Layer muss zumindest in der Hinrunde zeigen, dass er ein adäquater Ersatz für den zweitligaerfahrenen Routinier ist.

Damit lastet die gesamte Verantwortung auf den Schultern eines 22-Jährigen - weil U19-Keeper Tom Österle noch keine echte Alternative für die Regionalliga ist. Das ist riskant!

Ansonsten geht Uwe Wolf auf Nummer sicher: Der Trainer ist abgekommen von seinem einst angekündigten Vorhaben, die Liga mit jungen Wilden aufmischen zu wollen. Nachdem der Regionalligist anfangs nur Talente aus dem Nachwuchsbereich verpflichtet hat, wurde zuletzt viel Erfahrung dazu geholt: mit Benjamin Kindsvater (28), Ali Odabas (27), Sascha Korb (28) und Jonas Arcalean (24). Das schlägt sich im Altersschnitt nieder, der auf 23,5 Jahre angestiegen ist. Zum Vergleich: Vorgänger Roland Seitz hatte anfangs einen Schnitt von 22,8 Jahren.

Der VfR Aalen hat jetzt trotz aller Sparzwänge eine gestandene Mannschaft mit namhaften Einzelspielern. Und diese steht von Beginn an unter Druck, weil der Trainer mutig Platz sieben als Saisonziel ausgerufen hat.

Uwe Wolf hat hohe Maßstäbe gesetzt. Und an denen werden er und sein Team künftig gemessen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mit Daniel Bernhardt ein Punktegarant der vergangenen Jahre vorerst wegfällt.

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