Die Neresheimer Gans im Visier der Bogenschützen

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Der Radfahrverein Ohmenheim hat am Sonntag in Neresheim einen 3D-Cup ausgerichtet, zum dem Schützen aus ganz Süddeutschland und auch aus dem benachbarten Österreich anreisten.
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RV Ohmenheim richtet großes Stadtfestturnier aus - Auch Gäste aus dem Ausland beim 3D-Cup in Neresheim. 

Neresheim. Knapp 70 Bogenschützen aus ganz Süddeutschland und auch aus Österreich haben sich am Sonntag in Neresheim zum zweiten Neresheimer Stadtfest-Bogenturnier, einem 3D-Cup, getroffen. Ausrichter war die Schützenabteilung des RV Ohmenheim.

Für die Teilnehmer galt es, einen Parcours mit 21 Schießstationen, unbekannter Distanz und ohne Visier zu durchlaufen und die aufgestellten 3D-Tiere zu „erlegen“. Geschossen, gezielt wird also intuitiv, ohne Hilfsmittel. Die Stationen waren auf einer eineinhalb Kilometer langen Strecke, die am Hauptplatz auf der südlichen Seite der Egau gegenüber des Stadtparks begann und als Rundkurs nach Osten, bis zur Gallusmühle und an der Egau entlang zurück führte, verteilt. Am Nachmittag, als sich die besten zehn Schützen des Vormittags, alles reine Intuitiv-Schützen, im Einzel und die vier bestplatzierten Mannschaften im Mannschaftswettbewerb dem Finale stellten, ging es darum, die „Neresheimer Gans“ zu schießen.

Im Einzelwettkampf belegte Jürgen Bunk aus dem bayrischen Aislingen Platz 1. Herbert Ibele aus dem österreichischen Bregenz Platz Zwei und Daniel Melchinger aus Waldhausen als Härtsfelder Lokalmatador Platz 3. Sieger bei der Mannschaftswertung wurden die „Schwauba Arrows“ aus der Nähe von Illertissen.

Für Neresheim war es das erste Bogenturnier in dieser Größe, das es ausgerichtet hat. „Wir hatten das groß aufgezogen mit überregionaler Ausschreibung“, berichtet Abteilungsleiter Jürgen Goldmann. Auch Facebook habe viel Resonanz gebracht. „Wir beim RV sind mehr im Sportbogenbereich unterwegs und schießen selbst ja auf Schießscheiben und mit festgelegten Distanzen. So war es toll, dass so viele „Profis“ da waren. Da sind wir als Verein ganz glücklich, da wir viel von denen lernen konnten am Wochenende“, resümiert Goldmann.

Im 3D-Bereich sei der RV noch Anfänger. Ein Vorhaben fürs nächste Mal: die Vereine im Bezirk noch besser erfassen und mit ins Boot holen. Und dann: noch größer und professioneller aufziehen, „um Neresheim zu zeigen“. Wenn das dann den Effekt hätte, dass der eigene Verein mehr Zulauf bei den Bogenschützen bekommt, dann hätte Goldmann überhaupt nichts dagegen einzuwenden. „In anderen Vereinen stürmen die Interessierten die Bogenabteilung. Da gibt’s teilweise schon Aufnahmestopps. Ich wär‘ mit ein paar mehr Mitgliedern schon ein glücklicher Mensch.“

Sogar aus Vorarlberg

Warum die Schützen teilweise sogar aus Vorarlberg die lange Anfahrt nach Neresheim auf sich genommen haben, erklärt sich Goldmann so: „Die haben riesige Lust zu schießen, fahren von einem Parcours zum nächsten.“ Manche flögen sogar nach Südafrika und verbänden einen dortigen Parcours, der sie reizt dann eben noch mit einer Woche Urlaub. „Das sind schon richtig Verrückte dabei. Die leben für diesen Sport. Aber die können auch richtig schießen.“ Der Reiz an Neresheim sei wohl gewesen, „dass wir hier einen neuen, noch unbekannten Parcours aufgebaut hatten.“

Der Radfahrverein Ohmenheim hat am Sonntag in Neresheim einen 3D-Cup ausgerichtet, zum dem Schützen aus ganz Süddeutschland und auch aus dem benachbarten Österreich anreisten.
Der Radfahrverein Ohmenheim hat am Sonntag in Neresheim einen 3D-Cup ausgerichtet, zum dem Schützen aus ganz Süddeutschland und auch aus dem benachbarten Österreich anreisten. Die Sieger des Neresheim 3D-Cups auf der Stadtfestbühne mit Organisator Jürgen Goldmann (rechts) vom Ausrichter RV Ohmenheim.

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