Die Ostalb läuft und schwimmt

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Die Aktion "Ostalb läuft + schwimmt" soll auch in diesem Jahr viele Menschen auf der Ostalb in Bewegung bringen. Von links: Initiator Christian Weber, Landrat Dr. Joachim Bläse, AOK-Eventmanager Jens Manz, KSK-Sparkassendirektor Dr. Christof Morawitz, stellvertretender KSK-Kommunikations- und Marketingleiter Johannes Abele.
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Am Montag, 18. Juli, startet die Bewegungs- und Gesundheitswoche „Ostalb läuft + schwimmt“ an den Schulen und Kitas. Alle dürfen mitmachen. Spende zugunsten des Kinderhospizdienstes.

Aalen.

Es kann sein, dass man beim Matheunterricht gehörig ins Schwimmen gerät. „Ertrunken ist dabei aber noch niemand“, sagt Christian Weber. Wer aber nicht schwimmen kann, der kann durchaus in ernsthafte Lebensgefahr geraten. Weber, Initiator von „Ostalb läuft“ hat diese Bewegungs- und Gesundheits-Aktion deshalb erweitert auf „Ostalb läuft + schwimmt“.

„Es geht dabei nicht darum, möglichst viele Meter oder gar Kilometer unterwegs zu sein“, betont er. 30 Minuten tägliche Bewegung sei das Ziel. Zu Fuß oder im Wasser.

„Wir müssen die Bewegungsfreude in den Mittelpunkt stellen“ lobte auch Landrat Dr. Joachim Bläse diese Aktion, die seit 17 Jahren an zum Teil weit über hundert Schulen und Kitas im Ostalbkreis zum festen Bestandteil des letzten Freitags eines jeden Schuljahres geworden ist. Pandemiebedingt wurde die Aktion im vergangenen Jahr auf einen vierwöchigen Zeitraum ausgedehnt, um Individualität zu bieten und keine Gruppenläufe durchführen zu müssen.

In diesem Jahr ist es eine komplette Woche (18. - 22. Juli), in der die Schulen und Kitas den Schülern täglich 30 Bewegungsminuten außerhalb des Sportunterrichts anbieten sollen. „Das kann ein Wandertag sein, Spiele auf dem Pausenhof und andere Dinge“, erklärt Christian Weber. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt.

Und weil körperliche Bewegung und nicht Hochleistungssport das Ziel sei, hat Christian Weber als spiritus rector dieser Gesundheitsaktion das Zählmaß geändert. Nicht die zurückgelegte Wegstrecke - wie in den Jahren zuvor - zählt fortan, sondern die Bewegungszeit.

Nach dem ersten Anlauf im vergangenen Jahr ist die Fortbewegung im Wasser (schwimmen, Aquajogging ...) als fester Bestandteil in die Aktion mit aufgenommen. 35 Badetote im vergangenen Monat allein in Bayern seien ein alarmierendes Zeichen, betont Weber. „Schwimmen liegt auch in Baden-Württemberg und auf der Ostalb schwer im Argen“, beklagt er. Dabei sei genügend Wasserfläche vorhanden. Aber gerade die Kinder seien in den vergangenen beiden Pandemiejahren durch den Ausfall zahlreicher Schwimmkurse um ihre Möglichkeiten des Schwimmen Lernens gebracht worden. Das gelte gerade auch für die Jüngsten. Denn, so Weber: „Schwimmen beginnt mit Wassergewöhnung. Wir müssen unsere Kinder wirklich ins Wasser bringen.“ Da könnten viele Seniorinnen und Senioren hilfreich zur Seite stehen und fehlendes Fachpersonal ausgleichen.

Den Startschuss der Bewegungswoche „Ostalb läuft + schwimmt“ gibt Landrat Dr. Joachim Bläse am kommenden Montag deshalb ganz bewusst im Gmünder Bud-Spencer-Bad. Rund 80 Kinder der Klosterbergschule Schwäbisch Gmünd und der Mozartschule Hussenhofen werden sich ab 8.45 Uhr 30 Minuten lang gemeinsam im Wasser tummeln und damit gleichzeitig das Thema Inklusion leben. Von vielen Schulen weiß Weber bereits, dass sie ihr tägliches Bewegungsprogramm für diese Woche schon geplant haben.

Auch Vereine dürfen mitmachen

Mitmachen dürfen übrigens alle. „Es würde mich freuen, wenn sich auch Sportvereine daran beteiligen würden“, sagt Weber. „Jede Sportgruppe könnte beispielsweise eine Trainingseinheit beitragen. Das wäre ein tolles Zeichen.“ Denn: „Für Kinder sind wir Erwachsene Vorbilder.“

Landrat Dr. Bläse als Schirmherr dieser Aktion ist die alltagsintegrierte Bewegung, die „Ostalb läuft + schwimmt“ inne wohnt, ein ganz wichtiges Zeichen. Es gibt kaum einen Lauf auf der Ostalb, den er nicht selbst schon mitgemacht hat. Doch darum gehe es in diesem Fall nicht. Er versuche, seinen Alltag bewegt zu gestalten. „Ich benutze hier im Ostalbkreishaus nie den Aufzug, sondern gehe stets über das Treppenhaus.“ In seinem Wohnort Lindach sehe man ihn auch stets zu Fuß einkaufen gehen. Bläse: „Wir brauchen täglich Bewegung.“

So sehen das auch KSK-Vorstandsmitglied Christof Morawitz und AOK-Eventmanager Jens Manz, deren Institutionen die Aktion von Beginn an unterstützen. „Wir wollen damit unseren Beitrag leisten, um die Lebensqualität in unserer Region weiter zu fördern“, betont Morawitz. Dass an diese Aktion eine Spendenaktion zugunsten des Kinderhospizdienstes geknüpft ist, sei klasse. 637 190,21 Euro sind in den vergangenen 16 Jahren eingegangen. Manz und Moravitz gaben sich zuversichtlich, dass zum 25-jährigen Bestehen von die „Ostalb läuft + schwimmt“ - und radelt zukünftig vielleicht auch - die Million erreicht werden könne.

Ostalb läuft und schwimmt

Aktionswoche vom Montag, 18. Juli bis Freitag, 22. Juli

An allen Schulen und Kitas des Ostalbkreis

Zum Mitmachen aufgefordert sind auch Firmengruppen, Freundeskreise und Vereinsgruppierungen (Fußballer, Handballer, Freizeitsportgruppen etc.)

Ziel: 30 Minuten Bewegung pro Tag (zu Fuß oder im Wasser).

Spende: 1 Cent pro Minute zugunsten des Kinderhospizdienstes Ostalb.

Einzuzahlen auf das Treuhandkonto „Ostalb läuft“, IBAN: DE05 6145 0050 1000 2120 00. BIC: OASPDE6AXXX.

Infos über Projektleiter Christian Weber, Tel. 016094454587, E-Mail: csweber@t-online.de

Ostalb läuft + schwimmt

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