DJK beweist erneut Nervenstärke

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DJK - Tübinger Modell
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Eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebten die Damen der DJK Schwäbisch Gmünd beim knappen 3:2-Erfolg gegen den Förderverein Tübinger Modell.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Zweites Heimspiel im Jahr 2022 – zweiter dramatischer Sieg. In einem hochspannenden Match haben sich die Damen der DJK Schwäbisch Gmünd mit 3:2 gegen den Förderverein Tübinger Modell durchgesetzt.

Nach gut zwei Stunden Spielzeit hatten die Gmünderinnen beim Stande von 14:11 im Tie-Break die ersten Matchbälle. Erwartungsvoll fieberten die vielen DJK-Fans dem Ende entgegen. Als Alisia Weber entscheidend am letzten Punkt beteiligt war, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Weder bei den Spielerinnen, noch bei den Fans. Zwar wurde der Klassenerhalt an diesem Abend längst noch nicht perfekt gemacht, doch die DJK setzte im Kampf um den Klassenerhalt ein ganz dickes Ausrufezeichen – denn immerhin war der Tabellendritte zu Gast in der Straßdorfer Römersporthalle.

Zu Beginn der Partie führte die DJK 3:1. Doch im Anschluss machte Tübingen drei Punkte in Folge – und so wechselte die Führung. Bis zum 6:6 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Danach startete Tübingen einen kleinen Zwischensprint. Beim Stand von 7:11 nahm Trainer Hannes Bosch die erste Auszeit. Diese bewirkte auch vorläufig etwas, denn man kämpfte sich auf zwei Punkte Rückstand (10:12) heran. Doch der Tabellendritte markierte im Anschluss vier Punkte hintereinander. Teilweise auch mit Glück des Netzes, führte Tübingen kurz vor Ende des Durchgangs mit 23:16. Dank einer guten Aufschlag-Serie von Lea Liss, verkürzte Gmünd nochmals auf 20:23. Die letzten beiden Punkte sollten aber den Gästen gehören, die sich mit 25:20 den ersten Satz holten.

Satz Nummer zwei Stand unter dem Motto: „Niemals aufgeben, der Durchgang ist erst vorbei, wenn der letzte Punkt gespielt ist.“ Tübingen legte einen Blitzstart hin und ging ganz schnell mit 10:1 in Führung. „Bei der Team-Besprechung vor dem Spiel habe ich gesagt, dass es egal ist, wie der Zwischenstand aussieht. Im Kopf spielen wir immer beim Stande von 0:0 – also immer den nächsten Ball. Es gab dann Momente, in denen Tübingen dieses Niveau nicht halten konnte. Wenn wir dann 0:0 spielen, kann man so einen Satz auch noch drehen. Wir können das, doch in dieser Konstellation hatte ich aber das Gefühl, dass es nicht reichen wird“, erklärte Trainer Hannes Bosch nach dem Spiel. Doch das tat es. Gmünd startete nämlich eine furiose Aufholjagd und holte Punkt um Punkt auf. Mal war es Antonia Haag, die am Netz punktete, dann waren wieder starke Aufschläge unter anderem von Alisia Weber dabei, die Tübingen nicht unter Kontrolle bekam. Beim Stande von 19:18 führte Gmünd erstmals im zweiten Durchgang. Die Führung wurde auch nicht mehr abgegeben - und Lea Liss machte den entscheidenden Punkt zum 25:21. Eine unfassbare Aufholjagd wurde mit dem Satzgewinn gekrönt.

Davon beflügelt, spielte sich Gmünd in einen wahren Rausch und hatte Mitte und Ende des dritten Satzes teilweise acht Punkte (14:6 und 21:13) Vorsprung. Doch diese Führung wurde tatsächlich noch aus den Händen gegeben. Nach einem Ass von Rebekka Hieber hatte Tübingen zwei Satzbälle (24:22). Lisa Denzinger verkürzte mit einem brachialen Schmetterball nochmals auf 23:24. Es brachte aber nichts, denn der darauffolgende Punkt ging an Tübingen.

Die Gmünder Einhörner ließen sich vom Satzverlust aber keinesfalls unterkriegen und spielten ruhig weiter. Bis zum 6:6 ging es hin und her. Danach setzte sich die DJK ab - und nun wurde der Durchgang auch konsequent zu Ende gespielt. 25:16 lautete das Ergebnis im vierten Satz.

Nun musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Dieser begann alles andere als gut. Tübingen führte mit 5:1. Hannes Bosch nahm eine Auszeit. Diese hatte die Wirkung nicht verfehlt. Nach drei Punkten in Serie, stand es nur noch 4:5. Die Spannung war nun kaum noch auszuhalten. Bis zum 11:11 wusste man nicht, wer dieses Match für sich entscheiden wird. Doch die letzten vier Punkte gingen an die Gmünderinnen - und so sicherte man sich zwei Punkte.

DJK: Bundschuh, Baur, Weber, Denzinger, Kraft, Arnholdt, Bosch, Feichtinger, Liss, Werner, Haag

Im Kopf spielen wir immer beim Stand von 0:0.“

Hannes Bosch, Trainer DJK Gmünd
  • Stimmen zum Spiel: „Ich bin stolz auf uns“
  • Paloma Kraft, DJK Schwäbisch Gmünd: „Ich bin natürlich sehr froh, dass wir gewonnen haben. Doch den dritten Satz hätten wir nach dieser deutlichen Führung nicht abgeben dürfen. Aber letztlich freue ich mich einfach, dass wir die Partie gegen Tübingen am Ende noch für uns entschieden haben.“
  • Svenja Baur, DJK Schwäbisch Gmünd: „Wenn wir mit unserer Strategie, Aufschlag und Druck machen, noch konsequenter gewesen wären, hätten wir das Ding am Ende auch mit 3:1 gewinnen können. Die Annahme auf Tübinger Seite war ziemlich schwach - von daher ist es ein wenig schade, dass wir den Punkt haben liegen lassen. Dafür, dass wir nicht in Bestbesetzung spielen konnten, war es sensationell, dass wir es doch noch gepackt haben. Ich bin stolz auf uns.“ ⋌tim
DJK - Tübinger Modell
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