DJK gewinnt Krimi im Tie-Break

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Die Damen der DJK Gmünd setzen sich mit 3:2 gegen den SV Fellbach durch.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf. Das erste Heimspiel im neuen Jahr war nichts für schwache Nerven. In einem Krimi bis zum Schluss, bewiesen die Damen der DJK Gmünd Nervenstärke und gewannen mit 3:2 gegen den SV Fellbach.

Doch statt zwei gewonnen Punkten wären auch drei möglich, ja eigentlich schon Pflicht gewesen. Im dritten Satz führten die Gmünderinnen bereits mit 19:12 - und doch zogen sie noch den Kürzeren. „Wir spielen das einfach nicht zu Ende. Das machen wir ganz häufig so, dass wir das Ding dann noch wegschenken. Eigentlich bräuchten wir am Ende eines Satzes immer einen Rückstand, damit wir einfach wachbleiben“, so DJK-Trainer Hannes Bosch.

Aber der Reihe nach. Den ersten Aufschlag in der heimischen Römersporthalle im Jahr 2022 servierte Lisa Denzinger. Der erste Punkt ging allerdings an Fellbach. Bis zum Stande von 6:7 aus Sicht der Gmünder Einhörner war die Partie ausgeglichen. Doch danach machte Fellbach satte sechs Punkte in Serie. Davon konnte sich Gmünd nicht mehr erholen. Gleich den ersten Satzball (24:17) nutzte Fellbach und Durchgang Nummer eins ging an die Gäste. „Den ersten Satz geben wir den Fellbacherinnen. Das ist in Ordnung, denn sie haben überragend aufgeschlagen", berichtete Hannes Bosch. 

Der Beginn des zweiten Satzes war wieder ausgeglichen. Bis zum 5:5 konnte sich keine Mannschaft absetzten. Danach machten die Gmünderinnen allerdings drei Punkte in Serie - und Fellbach sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese hatte ihre Wirkung auch nicht verfehlt, denn die Gäste kamen wieder auf einen Punkt heran (9:10). Die Gastgeberinnen spielten sich nun in einen regelrechten Rausch und dominierten Fellbach nach Belieben. Nach genau 45 Minuten hatte Gmünd gleich zehn Satzbälle (24:14). Alles sah nach einem lockeren Spaziergang aus. Doch es sollte nochmals spannender werden, als es den vielen Fans lieb war. Die Gäste aus Fellbach machten fünf Punkte hintereinander. So stand es plötzlich nur noch 24:19. Hannes Bosch nahm nun eine Auszeit - und der erste Ball danach passte. So hieß es 25:19 und die Erleichterung war allen anzumerken.

Den Schwung des Satzgewinns nahmen die Gmünderinnen nun mit in den dritten Durchgang. Von Anfang an war man am Drücker - mit teils sieben Punkten Vorsprung (19:12). Doch aus unerklärlichen Gründen gab Gmünd diesen Satz noch aus der Hand. Beim Stande von 25:24 ging Fellbach erstmals im dritten Satz in Führung. Der darauffolgende Punkt ging ebenfalls an die Gäste, die somit 2:1 nach Sätzen führten.

Viele Mannschaften wären nach solch einem Satzverlauf nun komplett eingebrochen und hätten sich ihrem Schicksal ergeben. Die DJK bewies an diesem Abend das Gegenteil und zeigte großes Kämpferherz. Erneut führte man vom Start weg und hatte nun sogar neun Punkte Vorsprung. (19:10). Ähnlich wie in Durchgang drei schmolz der Vorsprung wieder dahin. Fellbach kämpfte sich auf 20:23 heran. Sollte den Gästen wieder ein spektakuläres Comeback gelingen? Die Antwort lautete nein, denn Gmünd brachte den Vorsprung noch ins Ziel. In einem spannenden und gleichzeitig auch merkwürdigen Spiel, hatte Gmünd nun wenigstens einen Punkt schon einmal in der Tasche.

Am Ende wurden es zwei. Beim Stande von 8:9 aus Sicht der Gmünderinnen gelang Franziska Rettenmaier im Tie-Break ein spektakulärer Punkt. Mit einer Hand lenkte sie den Ball noch knapp über das Netz. Das war der Knackpunkt für die restliche Spielzeit. Es gelangen drei Punkte in Serie - und nun stand es 12:9. Nach gut zwei Stunden Spielzeit wurde gleich der erste Matchball (14:12) verwandelt - und somit war der Heimsieg perfekt.

⋌Tim Abramowski

DJK: Svenja Baur, Alisia Weber, Lisa Denzinger, Paloma Kraft, Franziska Rettenmaier, Pia Arnholdt, Caroline Bosch, Celine Feichtinger, Jule Nanz, Lea Liss, Hannah Werner, Antonia Haag

Wir spielen das einfach nicht zu Ende.“

Hannes Bosch, Trainer DJK Gmünd
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Die DJK Gmünd (zu sehen sind von links Franziska Rettenmaier, Alisia Weber und Lea Liss) gewann gegen Fellbach knapp mit 3:2.

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