DM im Gespannfahren in Hülen

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Peter Auracher (rechts) plant mit seinen Helfern die Lage des Dressurbereichs und der Häuschen der Wertungsrichter. In wenigen Tagen wird alles soweit stehen. Die DM im Gespannfahren kann beginnen.
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450 Pferde sind vom 16. bis 18. Juli in Hülen in die Deutsche Meisterschaft im Gespannfahren einspannt. Ausrichter ist der Pferdesportverein Schloss Kapfenburg.

Lauchheim-Hülen.

Ein besonderes Highlight steht für den Pferdesportverein Schloss Kapfenburg an: Vom 16. bis 18. Juli ist er Ausrichter der Deutschen Meisterschaft im Gespannfahren. Und dazu eine Sichtung des Verbandes für die Weltmeisterschaften in Frankreich. An den drei Tagen treffen sich über 100 Teilnehmer mit rund 450 Pferden in dem kleinen Ort.

Ausgetragen werden Dressur- und Geländewettbewerbe für Einer-, Zweier und Vierer-Gespanne. Und der kleine Verein, der sich im Gespannsport schon lange einen guten Namen in Deutschland gemacht hat, steckt mitten in den abschließenden Vorbereitungen. „Seit rund einem Jahr arbeiten unsere Mitglieder daran, um unser Gelände für diesen großen Wettkampf herzurichten“, berichtet Peter Auracher, derzeit kommissarischer Vorsitzender des PSV. Begonnen hatte die Vorbereitungen noch sein Vater Felix Auracher, lange auch in Landes- und Bundesverbänden tätig. Unter seiner Leitung ist der Verein richtig bekannt und auch erfolgreich im Gespannfahren geworden. Nach seinem überraschenden Tod Anfang April hat Sohn Peter mit einem Team die Vorbereitungen fortgeführt.

„Jedes Wochenende, teilweise auch unter der Woche, haben im vergangenen Jahr bis zu 30 Mitglieder und Freunde gewerkelt“, erzählt Peter Auracher. Denn es gab viel zu tun. Zunächst wurden die Gebäude und deren Außenanlagen aufgehübscht, dann die Reitplätze hergerichtet, die Hindernisse neu angelegt, die Geländestrecken für die Gespanne auf dem Freigelände und in den umliegenden Wäldern hergerichtet. „Dabei haben uns auch viele Handwerksbetriebe und die Landwirte sehr unterstützt“, sagt Auracher.

Froh ist er, dass er direkt neben der Reitanlage zwei Wiesen erstehen konnte, auf denen die Teilnehmer mit ihren Pferden und Kutschen Platz finden. Landwirte stellen Flächen als Parkplätze zur Verfügung. „Mein Vater würde sich über so viel Unterstützung und das Gelingen sehr freuen“, ergänzt der Vorsitzende.

Die Veranstaltung startet für die Teilnehmer am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juli, mit der obligatorischen tierärztlichen Untersuchung und der Streckenbesichtigung, die ohne Pferde geschieht. Am Freitag starten dann auch die Wettbewerbe mit der Dressur. Die Gespanne müssen vor den Wertungsrichtern verschiedene Aufgaben wie Gangarten und Figuren erledigen. Am Samstag und Sonntag geht es dann für die Gespanne in mehreren Wertungsgruppen auf die Geländestrecken, die rund 5 bis 6 beziehungsweise 7 Kilometer lang sind. Diese Strecke muss dabei innerhalb einer vorgegebenen Richtzeit absolviert werden, darf nicht schneller und nicht langsamer gefahren werden. Das führt sonst zu Punktabzügen. Teil dieser Prüfung sind auch mehrere Hindernisse auf dem Vereinsgelände.

„Froh sind wir, dass wieder Zuschauer zugelassen sind, rund 1500 dürfen sich auf der weitläufigen Strecke verteilen“, sagt Auracher. Die Siegerehrung zum Abschluss ist für den Sonntag um etwa 17 Uhr geplant.

Ausstellung Kutschen und Zubehör

Teil der Veranstaltung wird an diesen Tagen außerdem eine Ausstellung von Anbietern von Kutschen und Zubehör für den Pferdesport sein.

„Seit rund einem Jahr arbeiten unsere Mitglieder daran, um unser Gelände für diesen großen Wettkampf herzurichten.“

Peter Auracher, Kommissarischer Vorsitzender

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