Dominanz im Pustertal: Max Olex mit doppeltem Podesterfolg

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Max Olex erkämpfte sich beim Skimarathon im Pustertal im klassischen Rennen über 30 Kilometer den 1. Platz.
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Der 33-jährige Aalener glänzt beim 47. Pustertaler Skimarathon im klassischen Rennen über 30 Kilometer und wird Erster. Bei der Mountain Challenge erreicht er den zweiten Platz.

Pustertal

In der noch jungen Saison gab es für Max Olex in Südtirol den ersten Triumph zu bejubeln. Der ehemalige Athlet des SC Heubach-Bartholomä, der lange in Aalen gewohnt hat, feierte an zwei Tagen mit Platz 1 und 2 einen doppelten Podesterfolg. „Das war das Ziel“, sagt der ehrgeizige Athlet mit großer Zufriedenheit.

Um dieses Ziel zu erreichen, musste der 33-Jährige im Langlaufparadies Drei Zinnen in den Dolomiten aber ordentlich schwitzen. 30 Kilometer galt es am ersten Wettkampftag im klassischen Rennmodus zu absolvieren. Nach 1:21 Stunden passierte Olex als Spitzenreiter die Ziellinie. „Es war eine recht flache Strecke, dementsprechend schnell war sie auch“, so der Erstplatzierte.

Sprintankunft als Vorteil

Während des Rennens setzte der Athlet auf die Doppelstockschubtechnik, bei der die Bewegung aus dem Oberkörper und Armen hervorgerufen wird. Es zahlte sich für Olex aus. Ein weiterer Vorteil: die Sprintankunft am Ende der Strecke. Der Sprint-Spezialist, der im Verlaufe der vergangenen Saison mehr und mehr den Übergang auf Marathons trainierte, nutzte den letzten Pistenabschnitt für sich. „Mit einem langen Zielsprint konnte ich mich von der Spitzengruppe absetzen“, resümiert Olex das Rennen, der auch dank seiner Erfahrung von den Gegebenheiten der Strecke profitierte.

Bei der Mountain Challenge am nächsten ging es für Max Olex ebenfalls für 30 Kilometer auf die Skier - jedoch zu etwas anderen Bedingungen. „Das war das komplette Gegenteil“, sagt Olex über den Streckenablauf mit großen Höhenmeterunterschieden. Flach ansteigend begann das Rennen und „nach etwa 20 Kilometern haben wir ungefähr 400 Höhenmeter bewältigt“.

Finish auf 2000 Höhenmeter

Doch dann folgte die eigentliche Herausforderung. „Es ging wie beim Giro d'Italia auf einen Bergpass“, so der 33-Jährige über den Pistenabschnitt, der im Sommer eine mit Schotter versehene Serpentinenstraße ist. „Dort oben, auf etwa 2000 Höhenmetern, hatten wir dann das Finish.“ Ebenfalls per Doppelstockschub erreichte Olex nach 1:51 Stunden als Zweiter das Ziel. Nur der Franzose Bastien Poirrier war mit 1:48 Stunden schneller. Dennoch ist der gebürtige Heidenheimer durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. „Das war für mich die Generalprobe, wie fit ich aktuell bin. Das stimmt mich mega zuversichtlich.“

Für Olex ist es bisher eine Saison, die „Schritt für Schritt besser läuft“. Noch im vergangenen Jahr verpasste der Wahl-Garmischer kurz vor Weihnachten mit Platz 5 in Livigno (35 Kilometer) das Podest. Im neuen Jahr beim Continental-Cup in Oberstdorf (20 Kilometer) war das Ergebnis mit Rang 40 laut Olex auf einer „brutalen Strecke eher so lala, aber völlig in Ordnung. Es war ein geniales Rennen und für meine Skimarathonkampagne eine gute Abhärtung“.

Die gewonnene Erfahrung und Fitness aus Oberstdorf sollte sich im Pustertal bezahlt machen. „Der Hunger bei diesem Wettkampf aufs Podest zu klettern war groß“, sagt Olex. Doch dieser Doppelerfolg stillt den Hunger des ambitionierten Athleten noch längst nicht. Durch intensives Training - viel Doppelstock- und Oberkörperarbeit - will der 33-Jährige in den nächsten Wochen auf seinen Form-Peak kommen. „Ich habe das Gefühl, dass ich auf einem guten Weg bin“, so Olex.

Coup im Oberammergau?

Einige Rennen stehen in der nächsten Zeit auf dem Programm, doch auf eines schielt der Wahl-Garmischer ganz besonders: den König-Ludwig-Lauf bei Garmisch. Das „Heimrennen“ ist in jeder Saison rot im Kalender angestrichen.

2017 gelang dem Athleten ein überraschender Sieg, den er seither wiederholen möchte. Letztes Jahr war der Wintersportler mit Platz 11 zwar durchaus zufrieden, hatte aber seinerzeit den Schalter von Sprint auf Marathon noch nicht umgelegt. Die Vorzeichen stehen für Olex in dieser Saison nun eindeutig besser. Jetzt muss nur noch die finale Bestätigung kommen, dass Deutschlands größter Skilanglauf auch stattfindet. Entscheidend dafür wird die Wetterprognose der kommenden Tage und Wochen. Bei einer Freigabe für den Lauf will sich Olex - wie schon bereits 2017 - mit dem „Heimtitel“ krönen.

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