Drei Hüttlinger Läufer beim New York Marathon

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Peter Mitterbauer, Achim Stirner und Thomas Ilg (v.li.) mit ihren Medaillen.
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Drei Läufer vom Lauftreff des TSV Hüttlingen haben am New York City Marathon teilgenommen - mit über 50 000 anderen Läuferinnen und Läufern.

New York.

Es war anstrengend, brutal hart, aber auch ein einmaliges gigantisches Erlebnis“, so beschreibt Thomas Ilg vom Lauftreff Hüttlingen zwei Tage danach den TCS New York City Marathon, den er zusammen mit seinen Laufkollegen Peter Mitterbauer und Achim Stirner am vergangenen Sonntag absolvierte. Zusammen mit über 55 000 Läuferinnen und Läufern, vor Millionen von Zuschauern an der Strecke.

„20 bis 25 Grad Temperatur herrschten beim Lauf, bis zu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit waren es, heftige Laufbedingungen“, ergänzt Peter Mitterbauer. „Aber die Stimmung schon am Start war phantastisch unter den Läufern und den Zuschauern.“ In fünf sogenannten Wellen zu je rund 10 000 Läuferinnen und Läufern starteten die Amateure, die drei Hüttlinger waren in der zweiten Welle. Zuvor waren bereits die Profis, erst die Männer, dann die Frauen, gestartet. Natürlich war vor dem Start aller Läufer die amerikanische Nationalhymne gesungen worden.

„Nach dem Start in Staten Island geht es über die Verrazano-Narrows Bridge, da war es noch relativ ruhig. Aber dann in Brooklyn wurde es laut“, erzählt Thomas Ilg. Zuschauer in mehreren reihen und Musikkapellen puschen die Läufer, feuern an. „Da haben wir wie viele andere in den engeren Straßen in der Euphorie auf den ersten zehn Kilometern etwas überzogen“, ergänzt Achim Stirner. Bis dahin liefen die drei zusammen, Ilg musste da abreißen lassen wegen eines menschlichen Bedürfnisses. Mitterbauer und Stirner liefen weiter zusammen. „Es lief gut bis Kilometer 25, dann  wurde es wieder laut in Queens, und hart über die Queensboro-Bridge nach Manhattan hinüber“, sagt Mitterbauer. Denn die Brücke steigt 1,5 Kilometer lang an. In Manhattan standen gefühlte Millionen Zuschauer an der Strecke, auf den jetzt breiten Straßen trug die Stimmung die Läufer ins Ziel. „Jeder wurde angefeuert, egal ob Spitzen- oder Freizeitläufer, ob Amerikaner oder Ausländer, er wurde gefeiert“, schwärmt Mitterbauer. Bei etwa Kilometer 34 musste Stirner abreißen lassen.

Im Ziel sind alle zufrieden

Alle drei waren letztlich mit ihrer Zeit im Ziel im Central Park zufrieden. Peter Mitterbauer lief mit 3:53,08 Stunden auf Platz 7935, Achim Stirner 3:56,48 Stunden (Platz 8928) und Thomas Ilg 4:01,27 Std. (Platz 10 298). „Nicht ganz das, was ich mir vorgenommen hatte“, sagt Ilg. Er hätte unter die ersten 10 000 wollen. Sieger wurde übrigens Evans Chebet aus Kenia in 2:08, 41 Stunden, bei den Frauen siegte Sharon Lokedi, ebenfalls aus Kenia, in 2:23,23 Stunden. .

Natürlich war das Erlebnis neben dem Lauf für alle drei „gigantisch“. Eine Woche zuvor waren sie mit ihren Frauen nach New York geflogen, täglich stand Sightseeing auf dem Programm. „Nicht so die optimale Vorbereitung“, schmunzelt Stirner. Dreimal waren sie im Central Park laufen als letzten Aufgalopp, mit vielen anderen Teilnehmern und Freizeitläufern. „Ein erstes Gefühl für die Größe des Events  kam dann mit der Startnummernausgabe am Freitag auf der Läufermesse auf, und bei der Besichtigung des gigantischen Zielbereichs“, ergänzt Thomas Ilg.

Beim Frühstück am Abreisetag sprach man dann l über das nächste Ziel. „Das könnte Paris 2024 sein, da ist der Marathon in die Olympischen Spiele eingebettet“, lachen die drei. „Das wäre ein schönes Ziel.“

Natürlich war auch der Muffigel beim Marathon dabei.
Voll wars am Start vor der Verrazano-Narrows Bridge.
Vor dem Rückflug traf Achim Stirner am Flughafen den Sieger des New York Marathons, Evans Chebet aus Kenia, der auch nach Frankfurt flog.

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