Drei Titel für Essinger Senioren

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GuntherWidmann

Sportler des LAC Essingen sicherten sich bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Baunatal mehrere Medaillen und hatten viel Grund zu feiern.

Essingen.

Rund 1000 Athleten und Athletinnen aus ganz Deutschland wurden für die diesjährigen Deutsche Meisterschaften der Master zugelassen, um ihre Meister in den einzelnen Altersklassen zu ermitteln. Fünfzehn Sportler vom LAC Essingen konnten sich aufgrund ihrer Saisonleistungen für diesen Event qualifizieren.

Leider musste das Team aus Essingen kurzfristige verletzungsbedingte Absagen von Bernd Ruf, Wilhelm Beyerle, Kai-Steffen Frank und Hartwig Vöhringer verdauen. Trotzdem sollte Baunatal ein gutes Pflaster für die elf verbliebenen Leichtathleten des LAC Essingen sein: Nach der Deutschen Vizemeisterschaft im Team M50 im Jahr 2018 sammelten die Essinger Master bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille. Weitere elf Endkampfteilnahmen unter 20 Starts spiegelt die Stärke und Ausgeglichenheit der Essinger Mannschaft wieder.

Silberner Auftakt

Martina Meissner blieb es vorbehalten, für einen Auftakt nach Maß für die Essinger Mannschaft zu sorgen. Am späten Freitagabend sicherte sich die Zweiundvierzigjährige über die 80 m Hürden in neuer Vereinsrekordzeit (13,35 Sekunden) mit dem Gewinn der Silbermedaille, ihre erste Einzelmedaille bei Deutschen Meisterschaften.

Mit Aussichten auf eine Medaille ging Klaus-Dieter Hutter über die 100 m Hürden am Samstagmorgen an den Start, war er doch mit der zweitbesten Meldezeit gemeldet. Der Essinger hielt dem Druck stand und kürte sich in überlegener Manier zum Deutschen Meister. Fast zeitgleich gingen Martina Meissner (W40) im Speerwurf und Günther Widmann (M50) im Hochsprung an den Start. Die Essinger Mehrkämpferin konnte sich im Speerwurf gegenüber den Spezialistinnen gut in Szene setzen und erreichte mit neuer persönlicher Bestleistung von 29,72 m den fünften Platz.

Die Hochspringer hatten mit einer kurzen Unterbrechung wegen eines starken Regenschauers zurecht zu kommen. Widmann zeigte sich nach der Regenunterbrechung hellwach und überquerte im ersten Versuch die 1,62 m, setzte damit auf der nassen Anlaufbahn seine Konkurrenz gehörig unter Druck und sich an die zwischenzeitliche Spitzenposition. Als er im zweiten Versuch noch 1,65 m meisterte schien der Titel greifbar nahe. Nun galt es abzuwarten, ob die Konkurrenz nochmals nachlegen konnte. Am Ende sicherte sich Günther Widmann nach 2008 zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel im Hochsprung.

Pech für Hans Messner

Hans Messner (M60) hatte sich im Dreisprung und im Kugelstoßen für diese Meisterschaften qualifiziert. Im Dreisprung gelang Messner gleich im ersten Versuch mit 9,01 m eine neue Saisonbestleistung. Vor dem letzten Durchgang lag der Essinger damit auf dem Bronzeplatz, bis ihm noch ein Springer diesen wegschnappte und er sich mit dem vierten Platz begnügen musste. Starker Konkurrenz musste sich Messner beim anschließenden Kugelstoßen stellen. Mit dem nassen Ring hatte der Essinger zu kämpfen. Am Ende durfte er sich über doch noch über den siebten Platz freuen.

Über die 100 m war für die Essinger Sprinter das Ziel, möglichst den Endlauf zu erreichen. Ernst Litau (M55) konnte sich mit der achtbesten Zeit für das Finale ebenso qualifizieren wie Martina Meissner (W40). Bernhard Frey wurde in seinem Vorlauf Sechster und erreichte bei seiner ersten Teilnahme bei deutschen Meisterschaften in der Endabrechnung den 12. Platz.

Im Endlauf konnte Litau nochmals seine Vorlaufzeit steigern und sich den sechsten Platz sichern. Martina Meissner steigerte sich ebenfalls und wurde Siebte über die 100 m.

Starke Mittelstreckler

Jeweils starke Leistungen lieferten Wolfgang Schmidt (M55) und Günther Maslo (M70) über die 1500 m ab. In einem engen Rennen belegte Schmidt in starken 4:49,86 Minuten den sechsten Platz. Günther Maslo sah bis 15 Meter vor der Ziellinie wie der sichere Bronzemedaillengewinner aus, dann wurde der Siebzigjährige noch von zwei Konkurrenten abgefangen und wurde am Ende sehr guter Fünfter.

Am Abend ging es dann nochmals für die LAC-Athleten zur Sache. Andreas Deuschle (M50) ging im Kugelstoßen als Favorit an den Start. Das Essinger Schwergewicht wurde hier seiner Rolle gerecht und kontrolliert von Beginn an das Geschehen im Ring. Im dritten Versuch schockte er die Konkurrenz mit 15,34 m und sicherte sich die Goldmedaille mit über einem einem Meter Vorsprung auf seiner Konkurrenz.

Pech hatten Martina Meissner, die mit einem „Salto Nullo“ im Hochsprung die sicher glaubte Medaille verschenkte, und Günther Widmann, der im Weitsprung verletzungsbedingt aufgeben musste. Teamchef Rainer Strehle blieb es dann vorbehalten, einen langen Wettkampftag zu beenden. Über die Stadionrunde von 400 m ging der Essinger ein hohes Anfangstempo. Am Ende wurde er damit mit einem sechsten Platz belohnt.

Guter Abschluss an Tag drei

Am letzten Wettkampftag durften nochmals die Sprinter über 200 m und die Mittelstreckler über 800 m an den Start gehen. Die drei Starter des LAC Essingen, Ernst Litau, Bernhard Frey und Rainer Strehle, lieferten sich im zweiten Zeitlauf über 200 m ein vereinsinternes Duell. Ernst Litau hatte am Ende die Nase vorne und wurde in der Gesamtabrechnung Sechster. Bernhard Frey erreichte den achten Platz und Rainer Strehle landete auf dem 11. Platz.

Für den LAC Essingen hatten sich Wolfgang Schmidt und Rainer Strehle, beide in der Altersklasse M55 startberechtigt, für über 800 m diese Meisterschaften qualifiziert. Rainer Strehle musste leider nach der ersten Runde das Rennen abbrechen. Wolfgang Schmidt hatte auf den zwei Stadionrunden mit viel Gerangel um die beste Ausgangsposition im Zielsprint zu kämpfen.

Am Ende reichte die Kraft nicht mehr ganz, um ganz vorne eingreifen zu können. Ein weiterer sechster Platz bei diesen Meisterschaften war unter den Bedingungen an diesem Tag ein großer Erfolg für den Essinger.

Andreas Deutschle
Klaus-Dieter Hutter
Teilnehmer DM: v.l. Bernhard Frey, Ernst Litau, Martina Meissner, Günter Widmann, Rainer Strehle, Günther Maslo, Andreas Deuschle, Wolfgang Schmidt, Hans Messmer

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