Drei vom anderen Stern

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Bei perfektem Laufwetter ging es für die über 320 Teilnehmer auf die Strecke von zehn Kilometern. Johannes Großkopf gab das Tempo vor, musste sich dann am Ende aber mit Platz drei zufrieden geben.
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Drei Athleten rennen auf zehn Kilometern allen davon. Joseph Katib stellt neuen Streckenrekord auf, Johannes Großkopf wird Dritter.

Nach nur 32 Minuten ist für den Ersten schon wieder alles um. Auf den letzten Metern geht es um alles. Um die Titelverteidigung von Johannes Großkopf, um den neuen Streckenrekord, um den Sieg des Zehn-Kilometer-Umicore-Laufs in Schwäbisch Gmünd.

Eines war von vornherein klar: Lokalmatador Johannes Großkopf läuft vorne mit. Vielleicht sogar reicht es ihm für den Sieg. Doch etwas ist noch klar, bevor es auf die Strecke geht: Es gibt zwei oder drei Konkurrenten, die ihm diesen Sieg streitig machen wollen.

Kampf im Schlusssprint

Pünktlich um 11.45 Uhr geht es für gut 320 Sportler in der Gmünder Bocksgasse los auf die Zehn-Kilometer-Strecke. Ganz vorne eingeordnet, na klar, Johannes Großkopf. Er gibt das Tempo vor, 2017 hatte er einen Streckenrekord von 32:42 Minuten aufgestellt. Im vergangenen Jahr sollte der Äthiopier Getachew Endisu diesen knacken und lief eine Zeit von 32:17 Minuten.

In diesem Jahr abermals ein neuer Streckenrekord: 32:11 Minuten. Joseph Katib von der LG Braunschweig rannte als erster ins Ziel, war seinen beiden engsten Konkurrenten einen Schritt voraus. Der 35-jährige Niedersache freut sich über seine Zeit: "Ich wollte den Streckenrekord knapp unterbieten und das ist mir gelungen", bringt er nach einer kurzen Verschnaufpause hervor. Spontan war der Leichtathlet angereist, hatte er sich doch erst drei Tage zuvor entschieden, in Gmünd mal eben die Bestmarke über zehn Kilometer zu knacken. Für ihn war es in Schwäbisch Gmünd der erste Lauf, aber er will wiederkehren, dann aber vielleicht auf der 25-Kilometer-Distanz.

Ich wollte den Streckenrekord knapp unterbieten – das ist mir heute gelungen.

Joseph Katib Sieger über zehn Kilometer

Großkopf auf Rang drei

Der Aalener Christoph Wallner, der für die LG Region Karlsruhe startet, findet nach dem Schlusssprint der vorderen drei als erstes wieder Luft, um zu sprechen: "Beim einem Volkslauf weiß man nie so genau, was auf einen zukommt", so der 22-Jährige. Er selbst sei natürlich zufrieden mit seiner Zeit (32:28), war dieser für ihn ein Trainingslauf. "Ich bekomme bestimmt Ärger von meinem Trainer", sagt er lachend nach der Ziellinie, "ich bin erst kürzlich wieder ins Training eingestiegen."

Ein tatsächliches Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die ersten drei Sportler – sie wirkten wie von einem anderen Stern, denn danach war über drei Minuten an der Ziellinie nichts los.. Als Dritter kam Johannes Großkopf ins Ziel (32:34), der für das Sparda-Team Rechberghausen startet: "Es ist eine Bombenzeit." Für den 30-Jährigen war es das 26. Rennen, an dem er teilgenommen hatte, das 27. folgte am selben Tag mit dem Stafettenlauf. "Für mich waren die zehn Kilometer ein super Lauf und ein gelungener Saisonabschluss."

Wenige Minuten später bewies er absoluten Teamgeist und begleitete seine Teamkollegin Annalena Hofele mit ins Ziel, half ihr noch einmal, die letzten Kräfte aus sich herauszuholen. Die Läuferin (Sparda-Team Rechberghausen) kam als erste Frau über die Ziellinie, mit einer Zeit von 38:28 Minuten. Die 21-Jährige war damit über eine Minute schneller als im Rennen im Vorjahr, bei dem sie ebenfalls als Siegerin hervorging.

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