Durch Alarmstufe: Saison kann noch schwierig werden

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DJK Gmünd
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Die Corona-Alarmstufe trifft vor allem Mannschaftssportarten in der Halle, denn Spieler und Zuschauer sind betroffen. Aber auch der Amateurfußball bekommt neue Regeln.

Ostalbkreis.

Ab sofort gilt in Baden-Württemberg die Corona-Alarmstufe. Sie bedeutet vor allem für Ungeimpfte weitere Einschränkungen in den verschiedensten Lebensbereichen, aber auch für Geimpfte und Genesene weitere Vorschriften. Die gibt es ebenso im Sport als Aktiver und als Zuschauer.

So gilt mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung, dass in „geschlossenen Räumen“ aktive Sportler genesen oder geimpft sein müssen, sowohl im Training als auch beim Wettkampf oder Spiel. Ungeimpfte haben keinen Zutritt zum Sportbetrieb in Hallen mehr. Ausnahmen gelten für Schüler bis 17 Jahren, die Antigen- oder PCR-Tests aus der Schule vorweisen können. Jugendliche, die nicht mehr zur Schule gehen, müssen einen aktuellen Antigen-Schnelltest vorweisen.

Mannschaften stark betroffen

Heftig kann das Mannschaftssportarten treffen, ist doch oft die Impfquote ähnlich hoch wie in der übrigen Gesellschaft. Ungeimpfte Sportler fallen jetzt aus den Kadern, können nicht eingesetzt werden. Sind in manchen Mannschaften wie bei den Handballern des TSB Gmünd, der SG Hofen/Hüttlingen oder der Aalener Sportallianz und den Regionalliga-Volleyballern des TSV Ellwangen teilweise – bis auf ganz wenige Ausnahmen – alle Sportler geimpft, sind es zum Beispiel in den Ringerteams der KG Dewangen/Fachsenfeld oder des KSV Aalen 05 etwa zwei Drittel des Kaders.

Der Württembergische Ringerverband hatte bereits im Vorfeld der Saison – auch auf Anregung der Vereine – eine Regelung für diesen Fall getroffen. So wird die Zahl der Einzelkämpfe bei Mannschaften von der Oberliga bis zur Landesliga von zehn auf sieben reduziert, in der Landesklasse – dort ringt der KSV Aalen – auf nur noch sechs statt der üblichen neun. Dadurch soll die Runde möglichst fortgeführt werden können. Die Vereine warten allerdings noch auf aktuelle Mitteilungen ihres Verbandes, wie KSV-Vorsitzender Florian Betzler sagt.

Hannes Bosch, Trainer der Regionalliga-Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd, sieht seine Mannschaft vor großen Problemen. Zwei seiner absoluten Leistungsträgerinnen sind nicht geimpft, „wenn sie nicht dabei sind, ist das eine große Schwächung“, sagt er. Derzeit steht die DJK auf einem Abstiegsplatz, Bosch wollte die Mannschaft soweit bringen, dass „sie in der Rückrunde mehr Punkte als bis jetzt holt und die Klasse hält“. In der aktuellen Lage sieht er es als schwierig, die Saison durchzuziehen. Der Volleyball-Landesverband Württemberg VLW setzt darauf, zumindest die Hinrunde durchziehen zu können und dann je nach Entwicklung eventuell abzubrechen - was der DJK dann die Klasse kosten könnte, wie Bosch fürchtet. Wobei im Verband diese und kommende Woche weitere Besprechungen anstehen und er laut Geschäftsführer Andreas Burkhardt schauen möchte, wie die nächsten Spieltage unter 2G ausgetragen werden können.

Hohe Impfquote

Bei den Handballern der SG Hofen/Hüttlingen sieht Abteilungsleiter Philipp Röhrer keine größeren Probleme.Die aktiven Mannschaften sind fast komplett durchgeimpft, nur einzelne Spieler nicht. „Bei den Zuschauern sind eh schon kaum Ungeimpfte gekommen“, ergänzt er. „Der Kontrollaufwand bleibt enorm.“

Andere Mannschaften müssen eventuell zum Auffüllen ihrer Kader auf zweite Mannschaften oder Jugendspieler zurückgreifen, was auch eine Schwächung bedeuten könnte.

Zuschauen nach 2G

Für alle Sportarten in der Halle gilt ab heute auch für Zuschauer 2G. Kein Zutritt mehr für Ungeimpfte. Das betrifft übrigens ab sofort auch Fußballspiele im Freien – Zutritt nur nach 2G. Im Amateurfußball ist für Spieler und Schiedsrichter auch für die Nutzung der Kabinen geimpft oder genesen die Voraussetzung, für Trainer genügt ein Antigenschnelltest.

Die Kontrolle ist ein enormer Aufwand für die Vereine.“

Philipp Röhrer,, Abteilungsleiter SG2H
Bei den Ringern der KG Dewangen/Fachsenfeld sind nur rund zwei Drittel der Athleten geimpft.

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