Ein Dorf feiert die Tradition

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Szene aus dem Kappelbergturnier 1974.

Zum 53. Mal findet das Kappelberg-Turnier in Hofen statt.

Hofen. Zum 53. Mal findet an diesem Wochenende das traditionelle Kappelberg-Handballturnier auf den fünf Kleinfeldern auf dem Sportplatz in Hofen statt, nach zweijähriger Pause. Seit der 1. Austragung im Sommer 1966 ist das Turnier zu einem der größten seiner Art in Deutschland geworden – bis vor Corona.  Mit 35 Meldungen blieb die Zahl der Mannschaften dieses Jahr etwas hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück. Weswegen die 12 Damen- und 14 Herren-Teams jeweils in einer Leistungsklasse spielen.  

1966 wurde das Turnier anlässlich des 40-jährigen Bestehens der TG Hofen erstmals ausgetragen, damals am Samstag mit 8 C-Jugend- und 8 A-Jugendmannschaften, am Sonntag mit 14 AH-Mannschaften und 20 bei den Aktiven Herren.  „Damals war Feldhandball noch die bestimmende Disziplin, in der Halle wurde nur eine kleine Runde nebenher zur Überbrückung gespielt“, erzählt der 78-jährige Ludwig Feifel, damals in der 1. Mannschaft der TG aktiv. Er schätzte die Freiluftvariante ebenso wie viele Spieler damals, „weil es schonender für Knochen und Gelenke war“. Heute ist das anders, da wird das Turnier als Abwechslung in der bereits begonnenen Vorbereitung auf die im September beginnende Hallenrunde genutzt.

Seit Mittwoch Hobby-Turnier

Bereits seit Mittwoch wird auf dem Hofener Sportgelände gespielt, denn seit vielen Jahren schon ist dem eigentlichen Turnier ein Jedermann-Turnier vorgeschaltet, dieses Jahr mit insgesamt 14 Mannschaften. An diesem Freitagabend findet hier die Endrunde statt.

Am Samstag starten ab 10.30 Uhr dann die Turniere der Seniorinnen und Senioren und der Damen- und der Herrenmannschaften. Dabei ist bei den Herren – wie schon seit 30 Jahren – der tschechische Erstligist HBC Strakonice, außerdem natürlich jeweils auch die Mannschaften der Gastgeber. Am Sonntag spielen dann ab etwa 10 Uhr die Damen und Herren. Gegen 15 Uhr ist die Siegerehrung der Turniere geplant, die Schirmherr Oberbürgermeister Frederick Brütting vornehmen wird.

Natürlich wird auch gemeinsam gefeiert. So wird das Turnier am Freitag mit der Siegerehrung der Jedermänner gegen 20 Uhr beschlossen, dann spielt „Geri der Klostertaler“, selbsternanntes „verrücktes Multitalent“, zur Bierprobe und zur Party auf. Am Samstag findet die traditionelle Handballer-Party mit Musik und Barbetrieb statt. An allen Tagen bieten die Handballer mit ihren vielen Helfern eine vielseitige Bewirtung. 

Zusammenhalt im Verein

Wie die Austragung des Turniers immer eine Sache für das ganze Dorf sei, in manchen Familien seit Generationen, erzählt der derzeitige Abteilungsleiter Philipp Röhrer. Seitdem es die Spielgemeinschaft SG2H der TG mit dem TSV Hüttlingen gibt, sind auch von dort Helfer dabei. „Auch da wirken beide Abteilungen sehr gut zusammen“, beschreibt der stellvertretende Abteilungsleiter Tobias Rathgeb. „Dieses Turnier ist für den Verein von jeher neben dem sportlichen Wert eine wichtige Einnahmequelle – und zeigt den grandiosen Zusammenhalt im Verein“, freut sich Ludwig Feifel. Er hilft bis heute beim Turnier – obwohl er bereits seit 1974 in Zirndorf bei Nürnberg lebt.

Jetzt hofft man bei der SG2H auf gutes Wetter und viele spannende Spiele. Und natürlich auf jede Menge Besucher. ⋌je

12 Damenmannschaften spielen am Wochenende um den Turniersieg.
Spanende Spiele und viele Zuschauer sind zu erwarten.
14 Herrenmannschaften messen sich am Samstag und Sonntag in Hofen.

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