Ein gelungener Panoramalauf

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Statt Ulm heißt es in diesem Jahr Härtsfeld-Panoramalauf. Etwa 330 Läuferinnen und Läufer waren beim "Lauf geht's!-Abschluss" dabei.

Rund 330 Läuferinnen und Läufer waren beim Härtsfelder Panoramalauf, dem Abschluss der lauf geht's!-Saison 2020 dabei.

Am Sonntag wäre eigentlich der große Marathon-Tag gewesen - mit den Veranstaltungen in Berlin und Ulm. Über 50 000 Läuferinnen und Läufer wären dabei allein in Berlin wieder an den Start gegangen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie wurden diese abgesagt. Die Absage des Ulmer Einstein-Marathons betraf dabei auch die vielen lauf geht's!-Teilnehmer, die Monate vorab immer auf den Halbmarathon in Ulm trainieren.

Doch die Not macht eben erfinderisch - so wurde der "Härtsfeld Panoramalauf" ins Leben gerufen. Ausgerichtet wurde dieser von sdz-events, der Schwäbischen Post, Gmünder Tagespost und der Stadt Neresheim. Dabei gingen nicht nur Teilnehmer aus dem Ostalbkreis an den Start, sondern auch aus Göppingen und Waiblingen. Der Härtsfelder Panoramalauf ist dabei einer der ganz wenigen Läufe, die stattfinden. Vorab wurde ein Hygienekonzept eingereicht, das auch genehmigt wurde.

Das Wetter meinte es am Sonntag mit den rund 330 Läuferinnen und Läufern gut - es blieb die komplette Veranstaltung über trocken. Nach einer Aufwärmphase wurde ab 9.30 Uhr alle drei Minuten in Kleingruppen gestartet. Der Lauf wurde von Wilfried Kapfer, kaufmännischer Leiter und Prokurist bei SDZ Druck und Medien, sowie Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele freigegeben. "Wir freuen uns tierisch als Stadt Neresheim, dass wir diesen Panoramalauf ausrichten dürfen. Das ist für uns auch eine große Ehre. Man sieht richtig, wie alle mitgehen. Es ist rundum gelungen", so Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele.

Der Startbereich war dabei rund 100 Meter lang, sodass die Läufer bereits zu diesem Zeitpunkt Abstand halten konnten. Gestartet wurde dabei im Stadtgarten, dann ging es entlang der Trasse der Museumseisenbahn zum Härtsfeldsee. Dieser wurde umrundet und im Anschluss mussten im Dischinger Waldgebiet noch 200 Höhenmeter gemeistert werden, ehe man wieder im Stadtgarten ankam. Für nicht ganz so ambitionierte Athleten gab es einen Lauf über 9,5 Kilometer. Coronabedingt wurde bei der Verpflegungsstation kein frisches Obst verteilt, stattdessen erhielten die Teilnehmer einen verschweißten Riegel im Starterpaket. Auch das Wasser wurde nicht gereicht - jeder holte sich selbst etwas. Entlang der Strecke sorgten Mitglieder der Neresheimer Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Narrenzunft Neresheim für Sicherheit. Für die gute Musik im Zielbereich sorgte die Stadtkapelle.

Strahlende Gesichter

Man sieht sehr viele glückliche Gesichter.

Nicole Krieger Mitorganisatorin

Im Ziel sah man überall freudestrahlende Gesichter. Um eine Traubenbildung zu vermeiden, gab es keine Monitorwände für die Ergebnisse. Stattdessen konnte man mit QR-Codes diese direkt auf das Smartphone laden.

Andrea Weber vom Lauftreff Westhausen war vom Panoramalauf begeistert. "Es war anstrengend, aber schön. Im kommenden Jahr bin ich wieder dabei." Auch Wolfgang Krieger, Trainer der Fortgeschrittenen-Gruppe Schwäbisch Gmünd, war mit dem Panoramalauf sehr zufrieden. "Es war super. Die Strecke ist klasse - landschaftlich war es sehr schön. Ein großes Lob an die Ausrichter. Wenn die Veranstaltung künftig Teil des Ostalb-Laufcups wäre, würde ich das klasse finden."

Nach dem Wettkampf konnte man sich vom zweiten Jahrgang der Bernd-Blindow-Schule in Aalen (Physiotherapeuten) die Muskulatur wieder auf Vordermann bringen lassen. "Unsere Schüler sorgen dafür, dass alles wieder gut durchblutet ist, der Muskelkater sich hinterher in Grenzen hält und dass, das Verletzungsrisiko niedriger ist", erklärte Sindiso Wunderle, Schulleiterin der Physiotherapeuten.

Nicole Krieger von SDZ Events und Mitorganisatorin des Panoramalaufs, zog ein sehr positives Fazit: "Man sieht sehr viele glückliche Gesichter und wir sind wirklich froh, dass wir in diesem Jahr unseren ersten eigenen Halbmarathon veranstalten durften. Die Besonderheit in diesem Jahr war, dass die Teilnehmer den Trainingsplan allein starten mussten. Ab Juni war es dann möglich, dass man wieder am Lauftreff teilnehmen konnten. Sehr schön war, dass viele Teilnehmer dabei geblieben sind."

Tim Abramowski

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