Ein knapper Erfolg für die Löwen

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Foto: Jan-Philipp Strobel

Der TSGV Waldstetten gewinnt mit 2:1 gegen den SC Stammheim.

Waldstetten. Das war knapp. Am Ende hat sich Fußball-Landesligist TSGV Waldstetten mit 2:1 (1:0) gegen den SC Stammheim durchgesetzt. Einmal mehr war es Liridon Elezaj, der beide Treffer für die Löwen erzielen sollte. Die Gäste aus Stuttgart haben am Ende nicht nur die drei Punkte verloren, sondern auch gleich zwei ihrer Akteure.

Zwar hatten die Waldstetter anfangs mehr Ballbesitz und kontrollierten so die Partie, gefährlich nach vorne aber kamen sie nicht. Die erste Gelegenheit resultierte aus einem Schnitzer der Nummer eins der Gäste: Steffen Scheck spielte den Ball direkt in die Füße von Liridon Elezaj, der frei vor dem Tor stand, sein Visier zentral vor dem Gehäuse aus etwa 22 Metern aber zu hoch eingestellt hatte. Dieser Fehler ohne Konsequenzen schien aber die Gäste geweckt zu haben. Nach dem ersten gefährlichen Angriff lief Tobias Oesterwinter alleine auf Max Helmli im Tor der Waldstetter zu, scheiterte aber an dessen Fußabwehr (20.). Auf der anderen Seite war es Elezaj, der einen Freistoß fast von der Eckfahne scharf vors Tor brachte. Scheck fäustete den Ball abermals zur Ecke (25.). Kurz darauf führte Elezaj einen Eckstoß kurz aus auf Ivo Braun. Der ließ seinen Gegenspieler stehen und zog ab, der Ball aber flog weit über das Gehäuse (28.). Dann aber sollte sich der Druck der Gastgeber auszahlen. Eine mustergültige Flanke von Ralph Molner in die Mitte verwertete Elezaj per Kopf zur inzwischen verdienten Führung (33.). Vier Minuten später dann wäre fast das 2:0 gefallen. Nach einer abgewehrten Elezaj-Ecke kam Molner an den Ball, zog volley aus 20 Metern ab und der Ball klatschte an die Latte. Es blieb bei diesem 1:0 zur Pause, was sich der TSGV verdient hatte.

Dieses spielerische Übergewicht aber konnten die Gastgeber zunächst nicht in den zweiten Durchgang transportieren, die Quittung folgte prompt. Die Waldstetter brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass Oesterwinters Direktabnahme aus rund 20 Metern im langen Eck zum 1:1 einschlug (47.). Helmli war bei diesem Abschluss chancenlos. Es dauerte einige Minuten, dann aber übernahm der TSGV wieder die Initiative. Nach einer schönen Kombination legte Braun auf Jonas Kleinmann ab, der aber aus fünf Metern an der Abwehr hängenblieb (60.).

Zwei Minuten später wehrte Scheck einen Elezaj-Freistoß ab, Waldstetten war nun wieder im Spiel. Doch, einen Schockmoment hatten die Gastgeber noch zu überstehen. Nach einem Konter stand Lars Ruckh plötzlich frei vor Helmli, scheiterte aber an diesem, der stark parierte (68.). Fortan aber lief das Spiel gegen die Gäste. In der 72. Minute sah Stammheims Ferid Schauki Djelassi Rot vom Unparteiischen. Er geriet in eine Rangelei mit Waldstettens Beytullah Cinar und ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen. Cinar sah in dieser Szene den gelben Karton.

Diesen Schock auf Gästeseite wusste die Mannschaft von Mirko Doll direkt zu nutzen. Und wieder war es Elezaj. Seinen Versuch aus 20 Metern blockte die SCS-Abwehr zunächst, doch er gelangte ein weiteres Mal an den Ball, setzte sich durch und schob den Ball in die linke Ecke (73.).

Doch damit nicht genug für die Gäste: Kurz darauf sah auch noch Georgias Kotsinas Gelb-Rot, was fast gleichbedeutend mit der Entscheidung sein sollte. Mit zwei Spielern weniger konnte Stammheim das Blatt nicht mehr wenden. Der TSGV aber tat sich in doppelter Überzahl schwer, die Kicker waren häufig fahrig in den einzelnen Situationen. Am Ende beherrschte der Standfußball die Szenerie, den Gastgebern war es aber letztlich egal – diesen knappen Sieg nahmen sie gerne mit. Mit nun 20 Punkten ist wieder ein wenig Distanz zwischen dem TSGV und der Abstiegszone gekommen.

Waldstetten - Stammh. 2:1 (1:0)

TSGV: Helmli – Bäumel (46.Cinar), Rosenfelder, Rembs, Fröhlich – Szenk, Elezaj (90.+2 Weber), Braun (81. Nicolosi), Kurfess, Molner – Kleinmann

Tore: 1:0, 2:1 beide Elezaj (33., 73.), 1:1 Oesterwinter (47.)

Rote Karte: Stammheim (72.)

Gelb/Rot: Stammheim (75.)

Foto: Jan-Philipp Strobel
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