Ein schwerer Rückschlag

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Die Gmünder Oberligaspieler (mit dem Gesicht zur Kamera) kamen mit ihren Gegenspielern aus Schönaich überhaupt nicht zurecht ? lediglich Philipp Bergner (vorne) konnte seinen Gegner besiegen.

Chancenloses Gmünder Oberligateam unterliegt Schönaich mit 2:6.

Schwäbisch Gmünd.

Es wurde nichts mit dem erhofften Punktgewinn für das Gmünder Oberligateam in der Begegnung mit Schönaich. Obwohl das Team der Schachgemeinschaft (Leistungsschnitt 2134) mit den Gästen (2128) nominell durchaus auf Augenhöhe lag, musste es mit 2:6 seine bislang höchste Saisonniederlage hinnehmen.

 

„Meine Mannschaft konnte das vorhandene Potenzial heute nicht abrufen“, zog ein ernüchterter Teamchef Bilanz. Weiter meinte Andreas Weiss: „Die Schönaicher waren kämpferischer eingestellt – wir hatte keine Chance“. Das Schönaicher Team hatte an den beiden vorderen Brettern zwei starke Spieler, die nominell stärker waren als ihre Gmünder Gegenspieler. So sah sich Ulrich Zimmermann (2270) bald heftigen Drohungen ausgesetzt, durch die sein Gegenüber Tobias Kölle (2351) den Partiegewinn schaffte. Auch Kristyna Petrova (2238), am zweiten Brett spielend, musste ihre Partie gegen Niels Richter (2348) abgeben, der einfach aktiver und planvoll spielte. Zuvor hatte Josef Jurek (2178) das Remisangebot seines Gegners Gerhard Lorscheid (2176) angenommen. Der Gmünder hatte zwar die leicht bessere Position, doch war der Partiegewinn nicht zu realisieren. In der Partie mit Moritz Reck (2073) wurde dem Gmünder Andreas Hönkíck (2121) das Läuferpaar und die damit verbundenen Mattdrohungen seines Spielpartners zum Verhängnis. Nach vier beendeten Partien lagen die Gastgeber 0,5:3,5 hinten – die Begegnung war nach der Situation an den restlichen vier Brettern nicht mehr zu retten.

Walter Pohls (2030) Gegenüber, Nils Stukenbrok (1973), spielte eine sehr gute Theorievariante. Die Schwächen in seiner Stellung konnte der Gmünder in Zeitnot dann nicht mehr verteidigen. Nun holte Philipp Bergner (2077) gegen Marcus Kübler (1961) den einzigen Partiegewinn. Seinen Qualitätsgewinn hatte er in ein siegreiches Endspiel überleiten können. In einer abwechslungsreichen Partie, die am Ende mit Patt endete und bei der beide Spieler ihre Möglichkeiten hatte, schenkten sich Gmünds Teamchef Andreas Weiss (2145) und Jan Brunner (2160) nichts. Gerd Bader (2030) verlor im Spiel mit Can Kilinc (1979) einen Bauern – diesen Vorteil konnte der Schönaicher zum Partiegewinn führen.

Diese heftige Niederlage hält die Gmünder Mannschaft mitten im Abstiegskampf. In den vier ausstehenden Begegnungen muss das Team wieder mehr Energie und Siegeswillen zeigen.

 

Die weiteren Ergebnisse:

Bebenhausen - Schmiden/Ca.  7,5:0,5

Heilbronner SV - WD Ulm   8:0 (kampflos)

Deizisau II – Nürtingen   5,5;2,5

Biberach - Stuttgarter SF II  3,5:4,5

 

Tabelle:

1. Heilbronner SV 14:0; 43,0

2. Bebenhausen 8:2; 31,0

3. Deizisau II 7:3; 25,5

4. Biberach 6:6, 22,5

5. Stuttgarter SF II 6:6; 21,5

6. Schmiden/Ca. 5:5; 19,5

7. Schönaich II 4:6; 21,0

8. Nürtingen 2:8; 13,5

9. SGEM Gmünd 2:8; 12,5

10. WD Ulm 0:10; 6,0

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