Ein Sieg nach sehr langer Zwangspause

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Der Bopfinger Christian Jungwirth gewann gegen den Tschechen Vaclav Holota.

Der Bopfinger Christian Jungwirth siegt im tschechischen Brno gegen Vaclav Holota.

Nach über einem Jahr stand der Bopfinger Mixed Martial Arts Kämpfer Christian Jungwirth wieder im Oktogon. Sein Gegner im tschechischen Brno war der aus Prag stammende Vaclav Holota - letztlich siegte der Bopfinger Christian Jungwirth.

Vaclav Holota ist ein Newcomer, der bereits als Titelaspirant gehandelt wird. Nachdem der Kampf bereits einmal wegen Corona verschoben werden musste, ging er nun am 30. Dezember über die Bühne. Mehrere Wochen Vorbereitung standen für Christian Jungwirth an. "Es war die härteste Vorbereitung, die ich je hatte", sagte Jungwirth vor dem Kampf. Bei "Kongs Gym" in Stuttgart und bei seinem Boxtrainer Dimar Tilmann in Nördlingen hatte er intensive Trainingseinheiten. Dass er sich zwei Wochen vor dem Kampf im Sparring die Nase brach, steckte er weg - ebenso, dass er über Weihnachten Gewicht machen und deshalb auf den Festtagsbraten verzichten musste.

Beim Wiegen vor dem Kampf, kam es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten. Die Überraschung war für beide groß, als sie feststellten, dass sie die gleiche Ausstattung (Trainingsanzug und Schuhe) hatten. Vaclav Holota gilt als ein Allrounder, der seine Stärke im Bodenkampf hat. So startete der Tscheche immer wieder Submissions-Angriffe auf den Bopfinger. Mehrmals war Jungwirth in fast aussichtsloser Position am Boden - konnte sich mit Ground and Pound, Schlägen am Boden, jedoch immer wieder befreien. Im Stand war es dann Jungwirth, der dominierte und Holota ebenfalls zweimal kurz vor dem K.O. hatte. Viele Zuschauer waren im Livestream mit dabei und verfolgten den spannenden Kampf, der nach drei Runden (jeweils fünf Minuten) mit einem Sieg für Christian Jungwirth endete.

Beim Bopfinger war die Befreiung zu spüren, nach einem Jahr wieder im Oktogon zu stehen - seinem Wohnzimmer, wie er sagt - und wieder kämpfen zu dürfen. Viel Emotion lag für Christian Jungwirth in diesem Kampf. Nicht nur die lange Corona-Pause, in der er weiter intensiv trainiert hatte, wollte abgeschüttelt werden. Sondern auch der Verlust seines Vaters, der im Februar 2020 überraschend verstorben war, gab ihm Motivation. "Immer wenn ich in aussichtsloser Position war, hörte ich meinen Vater, der mich anfeuerte", berichtete der Bopfinger Christian Jungwirth nach dem Kampf.

Viel Zuspruch nach dem Sieg

So fiel eine große Last nach dem Sieg von ihm ab - und er ließ den Tränen freien Lauf. Nach dem Fight bekam er viel Zuspruch von seinen und auch den tschechischen Fans. "Das positive Feedback, tut gut", sagt Jungwirth. Wichtig war auch, dass die Sponsoren in der langen kampffreien Zeit zu ihm gehalten haben. So laufen nun bereits Planungen und Überlegungen für den nächsten Kampf im Jahr 2021.

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