Ein starker Auftakt in die Saison

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Die Gmünder Fliegergruppe kann wieder durchstarten und überzeugt mit guten Leistungen.

Schwäbisch Gmünd. Durch die in Kraft getretenen Corona-Lockerungen, konnten auch die Segelflieger der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd wieder einen richtigen Flugbetrieb aufnehmen. Passenderweise spielte auch das Wetter mit. Am Hornberg, wie auch in großen Teilen Süddeutschlands gab es gute thermische Bedingungen, sodass nicht nur die Flugschüler, sondern auch die Streckenflieger wieder ausgiebig in die Luft gehen konnten. Am Samstag wurden allein mit zehn Flügen fast 5500 Kilometer zurückgelegt, am Sonntag waren es sogar fast 7400 Kilometer.

Zwei Flugschüler nutzten die Gunst der Stunde und nahmen ihre 50 Kilometer Alleinflüge in Angriff - die letzte Hürde vor der Zulassung zur praktischen Prüfung zum Pilotenschein. David-Christian Rodewald gelang der Flug nach Neresheim und zurück im ersten Anlauf. Vor ihm war bereits Yann-Kolja Krüger zum selben Flug gestartet, hatte aber bei Neresheim den thermischen Anschluss verloren und musste dort landen. Nach dem Rückschlepp und Landung auf dem Hornberg, flog er mit Fluglehrer Ingo Treuter im Doppelsitzer als zweite Variante eine 100-Kilometer-Strecke, und konnte so sein Ziel, die Prüfungszulassung, doch noch erreichen.

In der Zwischenzeit waren die Profis auf Strecke gegangen: Dreieckskurse von 800 bis weit über 900 Kilometer wurden deklariert und zumeist auch erfolgreich geflogen. Wie so häufig ging es zunächst über die Schwäbische Alb zum Südschwarzwald und von dort dann nach Norden.

Die Auswahl des nördlichen Wendepunktes (meist über der Rhön oder dem Thüringer Wald) entscheidet über die Gesamtstreckenlänge. Von dort wurde dann der Bayerische Wald angeflogen, bevor es wieder zurück zum Hornberg ging. Einen bisher noch nie versuchten Kurs flogen Bastian Hörber, Michael Lange und Nachwuchs-Streckenflieger Tobias Treschl. Sie starteten direkt nach Osten, mit dem Bayerischen Wald als ersten Wendepunkt und bildeten ihr 650 Kilometer messendes Dreieck durch den zweiten Wendepunkt Tegernsee am Alpenrand, von wo es wieder nach Hause ging. Alle drei schafften den Kurs im wechselnden Teamflug und brachten fantastische Aussichten mit zum Hornberg. Vor allem Treschl, der erst im Juli 2020 seinen Pilotenschein erhalten hatte, freute sich danach besonders über den bisher längsten Flug seiner Pilotenlaufbahn.

Gmünder sind gut in Form

Am Hornberg waren derweil Ausbildungs- und Überprüfungsflüge in vollem Gange, um den coronabedingten Rückstand anzugehen. Mit einigen weiteren durchgeführten Streckenflügen konnten sich die Gmünder Sportpiloten nach nunmehr nur drei Flugtagen in mehreren aktuellen Wertungen der dezentralen Deutschen Streckenflugmeisterschaften DMSt vordere Plätze ergattern. So liegen Joachim Koch, Ex-Europameister Freddy Hein und Frank Rodewald als Team in der Vereinswertung klassenübergreifend nun in Führung. Leonard Krohmer, Günter Kölle und Kai Kunze sind in der selben Wertung auf Rang sechs. Günter Kölle liegt in der 15-Meter-Klasse auf Rang drei, Bastian Hörber auf Rang sieben und Joachim Koch in der Standardklasse auf Rang neun.

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