Ein Vollblutradler mit Schrauberqualitäten

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Seine Leidenschaft: Auf dem Rennrad war Pius Bundschu ein kompletter Fahrer – am Berg, auf der Ebene und bei den Abfahrten. Nun ist der Bargauer verstorben.

Pius Bundschu von den RSF Bartholomä war überall hoch angesehen.

Pius Bundschu ist tot. Das Bargauer Urgestein verstarb kurz vor dem Jahreswechsel nach schwerer Krankheit. Mit seiner Familie trauern die Radsportfreunde Bartholomä, bei denen er seit 1998 aktives Mitglied war und die Radler des FC Bargau, denen er bei der Abteilungsgründung 2018 und danach ein kompetenter Berater und wertvoller Ansprechpartner war.

Pius Bundschus große Leidenschaft galt zunächst dem Motorsport. So fuhr er zwischen 1968 und 1973 zahlreiche Moto-Cross-Rennen, bei denen er mehrere Top-Ten-Platzierungen erreichte. Nach einem schweren Unfall sattelte Pius um und arbeitete als Werksmechaniker. Er betreute renommierte Fahrer auch bei Rennen in Amerika.

Bald aber fand er großen Gefallen am Radsport. Zunächst war er fast immer allein unterwegs und holte sich seine Kondition an den Albaufstiegen am Rande von Bargau. Als sich Bundschu vor mehr als 22 Jahren den Radsportfreunden Bartholomä anschloss, war er noch ein unbeschriebenes Blatt. Doch schnell wurde allen klar, dass der Bargauer für den jungen Verein ein großer Glücksfall werden sollte. Das hatte mehrere Gründe: Für die Art und Weise, wie er mit seinem Rad unterwegs war, erntete er sofort den Respekt aller. Experten hätten gesagt: Er ist ein kompletter Fahrer. Das heißt: Er fährt stark am Berg – speziell im Wiegetritt, kann es auf der Ebene gut rollen lassen, und er beherrscht sein Rad auch bei längeren und steilen Bergabfahrten.

Viel Humor und gute Stimmung

Überragend dazu war sein Wissen und Können als Fahrradmonteur. Jeder, der ihm sein Rad anvertraut hatte, konnte sich hundertprozentig darauf verlassen, dass alles wieder funktionierte. Bei vielen Ausfahrten konnten die Bartholomäer Radler von seinem Fachwissen als Monteur profitieren. Außerdem hat sich Bundschu durch seine aufrichtige und unkomplizierte Art in das Vereinsleben integriert. Mit seinem Humor und vielen lustigen Episoden aus seinem Leben hat er immer sehr zur guten Stimmung bei den Radlern beigetragen. Pius Bundschu war und bleibt für immer ein unnachahmliches Original. Ein liebenswerter Mensch und ausgewiesener Fachmann in Sachen Fahrradtechnik hat die Radler für immer verlassen.

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