Energie-Lockdown im Sport unbedingt verhindern

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Foto: Jan-Philipp Strobel

Manfred Pawlita warnt vor Schließungen: „Die Sportangebote aufrecht erhalten.“

Ostalbkreis. Der Sportkreis Ostalb und der Württembergische Landessportbund (WLSB) warnen eindringlich davor, in der sich abzeichnenden Energiekrise die Fehler aus der Corona-Pandemie zu wiederholen und vorschnell Schwimmbäder und weitere Sportstätten zu schließen.

Sportkreis-Vorsitzender Manfred Pawlita betont: „Mir ist ein Sport in den Vereinen lieber als ein erneuter Lock-Down, daher sind unsere Sportler sicher bereit in einer niedrig temperierten Halle ihren Sport auszuüben, als gar nicht mehr.“

Zwar sind im Sportkreis Ostalb bislang noch keine Schließungen von Hallenbädern oder Sportanlagen beschlossen, aber in Planung. Allerdings ist weder die weitere Entwicklung der Energiepreise noch die der Gasversorgung vorhersehbar. Daher sollten sich aus Sicht von WLSB-Präsident Andreas Felchle Kommunen und Sportvereine vorsorglich über Lösungen austauschen, um den Sportbetrieb im Herbst und Winter sichern zu können. „Sportvereine dürfen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Es gibt sicherlich Ausweichmöglichkeiten, auch unkonventioneller Art. Zudem müssen Wege gefunden werden, um drastische Erhöhungen von Hallennutzungsgebühren und damit zusätzliche Belastungen für die Vereine zu vermeiden“, sagt Felchle

Neben möglichen Schließungen von Sportanlagen machen die enormen Preissteigerungen am Energiemarkt auch den gemeinnützigen Sportvereinen zu schaffen, von denen viele immer noch mit den finanziellen Folgen der beiden langen Corona-Lockdowns zu kämpfen haben. Neben Entlastungen für Privatpersonen und Unternehmen brauche es daher auch direkte finanzielle Hilfen für Sportvereine. Denn Beitragserhöhungen seien keine Option, da die Vereinsmitglieder selbst privat massiv von den Preisanstiegen betroffen seien. Darin sind die der Sportkreis und der WLSB einig.

„Bund und Länder dürfen zudem die Kommunen mit den explodierenden Energiekosten nicht allein lassen. Denn viele Sportvereine sind auf kommunale Sportanlagen angewiesen.“ Für Manfred Pawlita steht fest: „Wir sollten so viel als möglich Sportangebote unter erschwerten Bedingungen aufrechterhalten werden. Sollte es zu Schließungen kommen, muss debattiert werden, was mit den Vereinsbeiträgen passiert. Und schon jetzt ist deutlich bei unseren Sportvereinen zu erkennen, dass der Wille groß ist, Energie einzusparen, jedoch ein erneuter Lockdown oder gar das Schließen von Sportstätten oder Hallen nicht sinnvoll wäre.“

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