Nachruf

Er wird dem TV Bargau fehlen

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Beim TV Bargau trauert man um Eugen Oberst.

Eugen Oberst – der zehnfache württembergische Senioren-Meister im Hochsprung ist tödlich verunglückt.

Er hinterlässt ganz plötzlich eine Lücke: So kann man die Situation um den Bargauer Leichtathletik-Experten Eugen Oberst nach seinem völlig unerwarteten Tod bei einem Bergunglück in den Dolomiten charakterisieren. Seit seiner Jugend war Oberst dem Turnverein Bargau eng verbunden. Als aktiver Mehrkämpfer stellte sich der Hochsprung als seine Spezialdisziplin heraus. Am 10. August 1975 überquerte der 1,86 Meter große Athlet beim Bühlberg-Sportfest in Unterlenningen 1,96 Meter in der damals üblichen Straddle-Technik ("Bauchwälzer"), die er bis zur Perfektion beherrschte. Besonders erfolgreich war er später als Seniorensportler: Hier wurde er zehnmal württembergischer Hochsprung-Meister. Mehrfach vertrat er den WLV bei Senioren-Länderkämpfen. Seit 1970 bis hinein in die Corona-Zeiten stellte Oberst sich dem TV Bargau als Jugend- und Schülertrainer zur Verfügung und formte viele erfolgreiche Leichtathleten. 1999 erhielt er dafür die Verdienstplakette des Vereins. Jahrzehntelang wirkte er auch als Kampfrichter auf Kreis- und Regionalebene. Dafür wurde er mit den Ehrennadeln des Württembergischen und des Deutschen Leichtathletikverbandes in Silber und Gold ausgezeichnet. Am Gmünder Berufsschulzentrum vermittelte der Pädagoge als Technischer Oberlehrer viele Jahre lang angehenden Kfz-Mechanikern Fachwissen. Der TV Bargau verliert in Eugen Oberst einen sachkundigen, bescheidenen und humorvollen Mitarbeiter. Die Vereinsmitglieder trauern mit seiner Ehefrau Hannelore, den drei Kindern und vier Enkelkindern um einen liebenswerten Menschen. ben

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