Eric Maihöfer Deutscher Vizemeister

  • Weitere
    schließen

Gmünder Kugelstoßer macht trotz vier Fehlversuchen Platz 2. 18,63 Meter stieß der 20-Jährige die Kugel.

Schwäbisch Gmünd. Einen seiner größten Erfolge konnte der Gmünder Kugelstoßer Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen) am Wochenende bei den Deutschen U23-Juniorenmeisterschaften in Koblenz feiern. Trotz seiner vier Fehlversuche konnte der Drehstoßtechniker in seinem ersten von drei Juniorenjahren mit 18,63 Metern Vizemeister werden.

Ganz vorne brillierte etwas überraschend der zwei Jahre ältere DM-Achte Valentin Moll (LC Rehlingen), der einen Glanztag erwischte und seinen eigenen Saarland-Rekord auf 19,65 m verbesserte. Eric Maihöfer stieß zum Auftakt 18,30 Meter, konnte jedoch die folgenden drei Versuche nicht im Ring halten. Im fünften Durchgang gelangen dem 20-Jährigen 18,63 Meter, womit er erneut die U23-EM-Norm (18,60 m) übertraf. Auch der sechste Stoß musste ungültig gegeben werden. Da der DLV laut Ausschreibung die ersten Drei von Koblenz bei jeweiliger Erfüllung der EM-Norm „vorrangig“ für die Kontinentalmeisterschaften nominieren will, sollten Maihöfers Aktien gut stehen.

Maihöfer zeigte sich zufrieden mit seinem Ergebnis: „Man kann nicht bei jedem Wettkampf an die 20 Meter herankommen. Schließlich hatte ich zwei Versuche deutlich über der 19-m-Marke, die aber leider ungültig waren.“ Abgeschlagen auf Platz 3 landete der U18-Weltmeister von 2017, Timo Northoff (TV Wattenscheid), der diesmal mit 17,68 Meter zufrieden sein musste.

Bei den Juniorinnen gab es einen Überraschungssieg von Maihöfers Vereinskameradin Lea Riedel, einstmals auch Mitglied beim TV Bargau. Als Drittbeste gemeldet, übertraf die 22-Jährige mit großartigen 16,54 Metern nicht nur ihren Hausrekord von 16,40 m, sondern auch die U23-EM-Norm (16,00 m) und schlug die höher eingeschätzte Wattenscheiderin Hanna Meinikmann, die 16,43 m ablieferte.

Weniger gut lief es für Erics Schwester Lisa Maihöfer bei den „True Athletes Classics 2021“ in Leverkusen, der letzten Möglichkeit, sich für Olympia zu qualifizieren. Die DM-Sechste über 100 m Hürden erwischte einen international stark besetzten Vorlauf. Diesen gewann bei 0,4 m/s Gegenwind die Australierin Hannah Jones, später auch Siegerin des Finales, in 13,25 Sekunden vor der DM-Dritten Monika Zapalska (LC Paderborn) in 13,51 Sekunden. Maihöfer wurde Dritte in 13,80 Sekunden und verpasste als insgesamt Siebte des Finale nur knapp. Im zweiten Vorlauf musste sie erleben, dass bei einem Rückenwind von 2,7 m/s jetzt 13,75 Sekunden zum Einzug ins Finale reichten. Hier war erneut Jones in 13,06 Sekunden unangefochten vorne.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

WEITERE ARTIKEL