„Es war eine tolle Veranstaltung“

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Ein typisches Bild in Zeiten von Corona: Maske auf. Beim Start der Essinger Panoramaläufe herrschte zu Beginn eine Maskenpflicht. Nach wenigen Metern konnte man die Masken allerdings absetzen.

Der LAC Essingen richtete die Panoramaläufe als „richtige“ Veranstaltung aus. Der Aalener Joachim Krauth und Lina Kabsch aus Ludwigsburg feiern den Sieg über die 23 Kilometer.

Essingen

Strahlende und glückliche Gesichter wohin man blickte, gab es am Samstag in Essingen. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wurde mit den Essinger Panoramaläufen wieder eine „richtige“ Laufveranstaltung im Rahmen des Ostalb-Laufcups ausgerichtet.

Dass es dennoch zahlreiche coronabedingte Einschränkungen gab, erlebte man schon am Start. Gestartet wurde nämlich blockweise, mit maximal 25 Läuferinnen und Läufern. Danach gab es eine Minute Pause, ehe sich die nächste Gruppe auf den Weg machte. Dazu herrschte im Startbereich, da man den Abstand von eineinhalb Metern nicht einhalten konnte, eine Maskenpflicht. Den Auftakt machten die Teilnehmer des Vitus König Drei Berge Laufs über 23 Kilometer. Bei den Herren setzte sich dabei letztlich souverän Joachim Krauth (Aalener Sportallianz) durch. Er benötigte 1:25:04 Stunde und konnte seinen Titel von 2019 verteidigen. Auf Platz zwei landeten Richard Schumacher (Sparda-Team Rechberghausen, 1:30:33) und Lukas Schwella (SVG Fachsenfeld, 1:34:11). Die schnellste Frau war Lina Kabsch vom LAZ Ludwigsburg (1:39:54). „Ich war sehr zufrieden mit dem Rennen. Ich hatte mir persönlich nicht viel vorgenommen und bin eher aus dem Training herausgelaufen. Es war eine tolle und abwechslungsreiche Strecke“, freute sich Lina Kabsch. Das Podest komplettierten Karin Elsholtz (TSG Giengen, 1:49:33) und Julia Stier (Wißgoldingen, 1:53:37).

Dominant von Beginn an

Beim Sparkassenlauf Albuch light über 11,5 Kilometer, dominierte der Bettringer Hannes Großkopf (Sparda-Team Rechberghausen) von Beginn an - und gewann mit einer Zeit von 41:21 Minuten sehr sicher. Doch sein Start war lange Zeit unklar, denn nur einen Tag vorher bekam er seine zweite Corona-Impfung: „Unser Teamarzt meinte, wenn ich nachts und morgens nach dem Aufstehen keine Symptome habe, kann ich auf jeden Fall laufen. Aufpassen sollte ich aber dennoch. Das habe ich gemacht. Da ich von Anfang an alleine unterwegs war, konnte ich auch nochmals anders laufen“, so ein zufriedener Hannes Großkopf. Gut zwei Minuten nach dem Sieger, erreichte Steffen Krebs (Kreissparkasse Ostalb, 43:27) das Ziel. Rang drei ging an Adrian Hüttl (SG Schorndorf 1846).

Auch über 11,5 Kilometer kam die Siegerin aus Ludwigsburg: Sophia Salzwedel vom LAZ Ludwigsburg. 48:42 Minuten lang war sie unterwegs. Im Ziel freute sie sich, dass sie endlich wieder an einer richtigen Laufveranstaltung teilnehmen konnte: „Es hat richtig, richtig Spaß gemacht. Das letzte Mal stand ich vor etwa eineinhalb Jahren an der Startlinie. Deshalb war dieser Lauf schon etwas ganz Besonderes, aber auch sehr hart.“ Während des Wettkampfs lieferte sich Sophia Salzwedel ein enges Rennen mit der späteren Zweitplatzierten Sandra Burkhardt (Team Allianz Ralph Ehmann, 48:45). Lediglich drei Sekunden lagen im Ziel zwischen beiden Läuferinnen. Platz drei sicherte sich Maike Fetzer (Team Wrestler Sport, 52:49).

Einer der insgesamt 132 Finisher des Sparkassenlaufs Albuch light war Landrat Dr. Joachim Bläse. Bevor er selbst auf die Strecke ging, gab er erst noch den Startschuss. Im Ziel angekommen zeigte er sich sichtlich zufrieden, denn: „Es war einfach ein bewegendes Erlebnis - dass man wieder raus und in der Gruppe, zwar mit Abstand, laufen kann. Das ist einmalig.“ Ab dem 1. Juli startet die Aktion „Ostalb läuft“. „Ich würde mich freuen, wenn viele mitmachen. Ganz egal ob als Geher, Walker oder Jogger. Man soll Freude an der Bewegung haben, und das ohne Stress. Schön wäre, wenn wir die eine Million Minuten zusammenbekommen“, so Landrat Dr. Joachim Bläse.

„Es hat perfekt funktioniert“

Thomas Ilg vom TSV Hüttlingen startete ebenfalls über 11,5 Kilometer und war von der Ausrichtung der „richtigen“ Essinger Panoramaläufe begeistert: „Ich finde es spitzenmäßig, dass der LAC Essingen diese Veranstaltung in Corona-Zeiten durchgezogen hat. Es hat alles einwandfrei und perfekt funktioniert. Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben.“ Vereinskamerad Markus Angstenberger ergänzte in diesem Zusammenhang: „Im Vordergrund stand, dass man einfach wieder gemeinsam laufen und Spaß haben kann. Die Zeit war für mich zweitrangig. Es war eine tolle Veranstaltung, einfach top.“

Beim Essinger Wohnbau Fitnesslauf über sechs Kilometer war Philipp Scholz (PTS Prüftechnik Runners, 23:47 Minuten) am schnellsten. Rund zwei Minuten später folgte Miguel Salinas Rojo (PTS Runners, 25:53). Platz drei ging an Simon Hagen (LAZ Ludwigsburg, 26:25). Die schnellsten Damen waren Lena Narrog (TSV Reute Runners, 29:37), Johanna Lutz (LAZ Ludwigsburg, 32:16) und Christin Vetter (32:53).

Viel Spaß hatten gut 60 Kinder und Jugendliche beim Decathlon Schönbrunnenlauf über 1,7 Kilometer. Den Abschluss dieser ganz besonderen Panoramaläufe machten letztlich die Walker beim EnBW ODR Walk the Rock über insgesamt acht Kilometer. Dank Andreas Staudenecker und seinem Team, von Speed Timing, konnten die Läufer direkt nach dem Zieleinlauf sehen, welche Zeit sie erreicht hatten.

LAC-Pressesprecher Helmut Gentner zog ein sehr positives Fazit: „Es war gut so, dass wir die Panoramaläufe ausgerichtet haben. Die Läuferinnen und Läufer zeigen uns das, indem sie einfach zufrieden sind. Es lief alles reibungslos ab, und auch das Wetter hatte mitgespielt. Besser ging es doch gar nicht.“

Lars Lächele, Einsatzleiter der DRK-Bereitschaft Essingen und Thomas Pöpperl, Einsatzleiter der Bergwacht Aalen freuten sich, dass es zu keinen wesentlichen Einsätzen kam und alle Teilnehmer der Panoramaläufe letztlich sicher wieder angekommen sind.

Es war ein bewegendes Erlebnis.“

Dr. Joachim Bläse, Landrat
Der Nachwuchs ging beim Decathlon Schönbrunnenlauf über 1,7 Kilometer an den Start.

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