Essingen muss sich wieder aufraffen

Der TSV ist am Samstag zu Gast beim Vorletzten VfB Neckarrems.

Essingen. Beim Fußball-Verbandsligisten TSV Essingen ist derzeit etwas Sand im Getriebe. Bei Kellerkind Rutesheim ist die Mannschaft von Stephan Baierl nicht über ein 1:1 hinausgekommen, jüngst verlor man dann sogar gegen den bis dato Viertletzten, den SV Fellbach, mit 2:3. Der jüngste Auftritt hat dann dafür gesorgt, dass Baierl ziemlich deutliche Worte fand, intern wie extern. „Das kann nicht unser Anspruch sein.“

Ob die Mannschaft seine Worte verstanden hat, wird sich am Samstag (14.30 Uhr) zeigen: Denn dann tritt der TSV beim VfB Neckarrems an, also bei einer Mannschaft, die sich in einer ähnlichen Situation wie Rutesheim und Fellbach befindet – am Tabellenende. Die Neckarremser sind mit zehn Punkten aktuell Vorletzter und haben in dieser Saison erst zweimal gewinnen können. Das ist ein Tiefstwert der Liga, den sie mit Schlusslicht Friedrichshafen gemein haben. 43 Gegentreffer ist dagegen ein Wert, den der VfB sich mit keinem teilen muss, diesen Negativwert hat er exklusiv. Doch die Statistiken sprachen auch in den Spielen zuvor für die Mannen aus dem Schönbrunnenstadion, geholfen hat es am Ende nichts. Dass Neckarrems immer noch auf diesem vorletzten Platz stehen würde, das hat man Mitte Oktober nicht vermuten können: Da nämlich schlug der VfB den aktuellen Tabellenführer, den SSV Ehingen-Süd, mit 3:0. Danach aber gab es gleich wieder zwei Niederlagen, jüngst trennte man sich bei Calcio Leinfelden-Echterdingen mit 3:3. „Das zeigt wieder ganz deutlich, dass auch Neckarrems eine Mannschaft ist, die an einem guten Tag jede Mannschaft in dieser Liga schlagen kann“, sagt Baierl. Die Bilanz der Neckarremser sei eine ähnliche wie die der beiden vorangegangenen Gegner, was Warnung genug sein müsse für seinen TSV.

Schnelltest vor dem Training

Der Trainingsbetrieb wurde unter der Woche beim TSV jäh gestört. Aufgrund gleich mehrerer Corona-Verdachtsfälle hatte man ein Training kurzfristig absagen müssen, einzig als Vorsichtsmaßnahme. Ab sofort, so Baierl, müssen die Spieler vor jedem Training einen Schnelltest machen, um teilnehmen zu können. „Ob dieser Situation wissen wir aktuell natürlich noch nicht, wer am kommenden Wochenende einsatzbereit sein wird“, sagt Essingens Trainer achselzuckend. „Der Württembergische Fußballverband ist über alles informiert worden und damit gänzlich im Bilde“, sagt Sportdirektor Patrick Schiehlen.

Am Montag hat Baierl allerdings zunächst zu einer intensiven Videoanalyse gebeten, bei der das 2:3 gegen Fellbach noch einmal genau unter die Lupe genommen wurde. „Ich habe mit Kommentaren und Kritik diesmal auch nicht hinterm Berg gehalten. Da musste ich dem einen oder anderen durchaus den Kopf waschen. An diesem Samstag erwarte ich eine Reaktion von der Mannschaft“, so Baierl deutlich.

Er möchte aber auch nicht alles schlechtgeredet wissen ob der beiden jüngsten Ergebnisse. „Wir sind im Pokal-Halbfinale und liegen drei Punkte hinter dem Ersten zurück. Wir haben nach wie vor alles selbst in der Hand. Klar ist nur, dass wir in jeder Partie 100 Prozent geben müssen, um die Gegner zu schlagen.“

Und diese 100 Prozent möchte die Mannschaft an diesem Samstag auf den Rasen bringen.

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