Essingen trennt sich sofort von Cheftrainer Stephan Baierl

+
Stephan Baierl, TSV Essingen, Fußball

Nach der Niederlage gegen die Gmünder Normannia hat sich der Verbandsligist von seinem Cheftrainer getrennt.

Essingen. Die 2:3-Niederlage am Mittwochabend gegen die Gmünder Normannia hat den Ausschlag gegeben. Stephan Baierl ist nicht mehr Cheftrainer des Verbandsligisten TSV Essingen. Darüber wurde die Mannschaft am Donnerstagabend vor dem Training unterrichtet. Das Training wurde bereits vom  bisherigen Co-Trainer Simon Köpf und Torwarttrainer Thomas Traub geleitet.

 Zwei Punkte aus vier Partien, zuletzt die Niederlagen gegen den Tabellenführer Holzhausen und im Derby gegen Normannia Gmünd: Fußball-Verbandsligist TSV Essingen hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Stephan Baierl getrennt. Interimsweise, vorerst bis zum Sommer, werden die beiden Co-Trainer Simon Köpf und Thomas Traub die Mannschaft führen.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, da Stephan ein wirklich guter Trainer und absolut integer ist. Im Winter aber haben wir noch einmal vier Neuzugänge verpflichtet und in vier Partien in der Rückrunde nur zwei Punkte geholt, was natürlich definitiv zu wenig ist. Es ist eine Floskel, aber Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport“, erklärt TSV-Abteilungsleiter Finanzen, SiadEsber, diesen Schritt. Baierl war erst zu Saisonbeginn gekommen, als BeniaminoMolinari recht kurzfristig beschlossen hatte, in den Profibereich zu Apollon Limassol zu wechseln.

Joachim Kiep, TSV-Abteilungsleiter Spielbetrieb, ergänzt: „Wir möchten mit diesem Schritt noch einmal einen Reiz setzen. Die sportlichen Leistungen zuletzt haben nicht mehr gestimmt, das ist Fakt. Nun hat die Mannschaft kein Alibi mehr.“ Die erste Partie unter Köpf und Traub wird der TSV an diesem Samstag (14 Uhr) bei Türk Spor Neu-Ulm bestreiten.

Traub sagt ohne Umschweife: „Jetzt steht die Mannschaft in der Pflicht.“ Nach nur zwei Punkten aus vier Partien wolle man den Bock nun in Neu-Ulm umstoßen, ganz gleich wie. „Wir müssen einfach wieder die Grundtugenden des Fußballs auf den Rasen bringen: rennen und kämpfen. Damit müssen wir den Gegner niederringen. Natürlich lastet nun Druck auf der Mannschaft, diesen müssen wir aber in positive Energie umwandeln“, sagt Traub. Die vergangene Partie, das 2:3 daheim gegen Normannia Gmünd, so der ehemalige Lehrer, sei symptomatisch für so viele Partien in dieser Saison gewesen. Man habe ein spielerisches Übergewicht und die Chancen gehabt, die Tore aber nicht gemacht. Dazu seien wieder individuelle Fehler gekommen, die den Gegner zu einfachen Toren eingeladen haben. Häufig in der Saison habe dann auch das Spielglück gefehlt, fährt Traub fort. Unter anderem dieses möchte man sich nun zurückerarbeiten.

Dass es auch unter der Regie des Duos Köpf/Traub klappen wird, zumindest einmal in den kommenden Monaten, davon sind sie beim TSV überzeugt – zumal die beiden nicht das erste Mal in die Bresche springen und schon lange Jahre beim TSV Essingen sind. „Und Simon und ich kennen uns ja schon Jahrzehnte“, ergänzt Traub.

Lesen Sie auch:

Es gibt keine Erfolgsgarantie: Kommentar von Werner Röhrich zur Trainerentlassung in Essingen

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

Kommentare