Ex-TSB-Trainer Dragos Oprea stattet „Jets“ Besuch ab

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Dirigierte für zwei Jahre als Trainer das Geschehen des TSB: Dragos Oprea
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Freudiges Wiedersehen trotz Niederlage: Dragos Oprea besucht seinen Ex-Club und spricht über Herz, Willen und Leidenschaft.

Horkheim / Schwäbisch Gmünd

Zwei Jahre war Dragos Oprea der Mann an der Seitenlinie der „Jets“. Die Freude des Ex-Trainers der Gmünder, der im Sommer den TSB Horkheim in der dritten Liga der Staffel Süd übernommen hat, war groß, als er vergangenen Samstag seinen ehemaligen Schützlingen zusehen konnte - auch wenn die Gmünder dem Tabellenführer TV Plochingen mit 24:26 unterlagen. „Für mich war es wichtig, meine Jungs zu sehen“, sagt Oprea. „Alles andere war für mich persönlich zweitrangig.“

Wobei der ehemalige Bundesligaspieler eine tolle Aufholjagd seiner Ex-Mannschaft sah, die am Ende jedoch nicht belohnt wurde. Aber die Attribute, die Oprea enorm schätzt, zeigten „seine Jungs“ auf dem Platz: „Herz, Willen, Leidenschaft. Wenn man das einmal in sich hat, verliert man das nicht.“ Diese drei Eigenschaften können laut Oprea nicht trainiert werden, sondern müssen die Spieler in sich tragen.

Kampfgeist und eine Konstante

Neben den genannten Merkmalen kann Oprea aber auch noch andere Faktoren aufzählen, die für den Erfolg mit Platz sechs nach 14 Spielen ausschlaggebend sind. So habe der TSB Gmünd gegen Plochingen zwar nicht „überragend gespielt, aber der Kampf und die Aggressivität waren die ganze Zeit da“. Ein weiterer Grund sei eine Personalie, die in der bisherige Runde ein ums andere Mal brillierte: TSB-Keeper Daniel Mühleisen. „Der ist schon eine Bank“, sagt der 40-Jährige über einen weiteren überzeugenden Auftritt seines Ex-Torhüters. Lob gab es auch für Opreas Nachfolger auf der Trainerbank. Michael Stettner sowie sein Co-Trainer Volker Haiser seien ein „gutes Trainergespann mit einer neuen Philosophie und der Erfolg gibt ihnen Recht“. Sein Ex-Team habe den großen Umbruch im Sommer gut gemeistert und stehe nun verdient vorne dabei.

Oprea scheut auch nicht die Frage, wo der TSB Gmünd am Ende der Saison stehen könnte. „Es ist alles möglich“, antwortet Oprea zunächst kryptisch und führt dann aus: „Ich habe von allen Teams nur Pforzheim und Söflingen nicht spielen sehen. Es sind schlagbare Gegner.“ Seine Vermutung ist, dass der TSB nicht den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat, sondern die Saison so gut wie möglich abschneiden will. Die Gesundheit der Spieler sei jedoch elementar. Dann werde es „eine enge Kiste“.

Platz eins verpasst

Eng geht es auch für Opreas neuen Verein zu, in dem der neue Coach sich mittlerweile auch gut eingelebt hat. „Wenn wir vergangenes Wochenende gegen Balingen-Weilstetten II gewonnen hätten, dann hätten wir die Weihnachtszeit auf dem ersten Platz verbracht“, so Oprea. Stattdessen steht sein Verein durch die Niederlage nun auf Platz fünf in der Tabelle.

Aber der 40-Jährige ist guter Dinge und blickt der zweiten Saisonhälfte optimistisch entgegen. „Die 21 Punkte wurden uns nicht geschenkt. Den Weg, den wir eingeschlagen haben, wollen wir beibehalten. Die Jungs sind hungrig nach mehr.“

Um diesen Hunger zu stillen, könnte eine ordentliche Portion Herz, Willen und Leidenschaft sicherlich nicht schaden. „Ich hatte sowohl in Gmünd als auch in Horkheim das Glück, Spieler zu finden, die diese Eigenschaften haben.“

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