Fas­zi­na­ti­on Luftsport - hautnah und selbst er­le­ben

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Die Segelflug-Ausbildung kann im Alter von 14 begonnen werden. Vorne von links: der Alleinflieger Bastian Ullmann aus Tannhausen und die drei neuen Scheininhaber: Chris Deininger (Lauchheim), Manuel Lechler (Höchstätt) Henrik Bülau (HDH), Hintere Reihe von links: Die Fluglehrer: Uli Mildenberger, (Gerstetten) Bernd Wiedmann (Heubach), Daniel Albrecht (Neresheim), Florian (Paul Aalen), Thomas Mannal (Ebnat)

Informationstag des Luftsportring Aalen am Sonntag, den 14. November, auf dem Flugplatz in Elchingen.

Neresheim-Elchingen.

Der Luftsportring Aalen ist der größte Fliegerverein Baden-Württembergs. Seit über 60 Jahren bildet der Verein ehrenamtlich aus. In der vereinseigenen Flugschule sind über 30 Fluglehrer in allen Sparten (Motorflug, Motorsegler, Ultraleicht und Segelflug) aktiv.

Am 14. November, um 10 Uhr, bietet der Luftsportring die Gelegenheit, die Ansprechpartner, den Verein und natürlich auch den Flugplatz kennen zu lernen und den Piloten und Fluglehrern auch Fragen zu stellen. Es wird ein Vortrag zur Einführung gehalten und anschließend besteht auch die Möglichkeit selbst im Cockpit der Flugzeuge Platz zu nehmen und sich zu informieren. Die Teil­neh­mer müs­sen im Segelflug min­des­tens 14 Jahre alt sein, sonst 16. Die Teilnehmer dürfen keine ge­sund­heit­li­chen Ein­schrän­kun­gen haben.

Zum Abschluss der Segelflugsaison haben gleich drei Segelflugschüler ihre Ausbildung beendet und die praktische Prüfung zum Segelflugschein erfolgreich abgelegt. „Drei auf einen Streich, das hatten wir schon lange nicht mehr“, so Thomas Mannal, der Leiter der Vereins- Segelflugschule im LSR Aalen. Und dazu noch einen ersten Alleinflieger. Bastian Ullmann. Er hat mit der Ausbildung im August 2020 begonnen. Trotz Corona hat er im Winter die gesamte Theorie gelernt. Der Luftsportring hat den Unterricht Online ausgerichtet. Ein Novum. Mit 56 Starts konnte er zum ersten Mal Allein ein Flugzeug steuern.

Hendrick aus Heidenheim hat vom ersten Schulstart bis zum Abschluss genau 2 Jahre gebraucht. Eigentlich wollte er schon vor einigen Jahren mit dem Segelflug voll durchstarten, doch Beruf und Familie hatten höhere Priorität. Doch nun hat er sich den Traum erfüllt. Chris Deininger aus Lauchheim, Student, hat auch in zwei Jahren die Ausbildung durchgezogen. Manuel Lechler aus Hochstätt war das erste Mal schon vor 10 Jahren auf einem Segelflugplatz. Im Luftsportring hat er aber in den vergangenen 2 Jahren „einen Knopf an die Sache gemacht“.

Der Vorsitzende des Luftsportrings Helmut Albrecht ist Fluglehrer und auch Prüfungsrat. Er kennt das Ausbildungswesen in- und auswendig und hat schon Generationen von Flugschülern in allen Sparten ausgebildet. „Ein Flug ist immer dann erst abgeschlossen, wenn das Flugzeug zum Stillstand gekommen ist und nicht nur den Boden berührt hat. Es ist spannend, wie schnell es bei entsprechender theoretischer Vorbereitung geht, ein Motorflugzeug nur mit der verbalen Unterstützung des Fluglehrers in der Luft zu steuern und eine Kurve sicher ein- oder auszuleiten!“ Er ist besonders stolz, dass die Ausbildung ausschließlich ehrenamtlich im Luftsportring stattfindet. „Ehrenamtliche Fluglehrer, das macht die Sache erschwinglich!“

In diesem Jahr hat der LSR Aalen gleich zwei neue Segelfluglehrer hinzubekommen. Aus der eigenen Jugend. Florian Paul kam als 14-jähriger Schüler aus Nattheim auf den Flugplatz nach Elchingen. Daniel Albrecht ist als Sohn des Vorstandes Helmut Albrecht praktisch auf dem Flugplatz groß geworden. Beide haben in den letzten 10 Jahren einen festen Platz im Verein gefunden und wollen sich aktiv engagieren. Thomas Mannal, kommt auch aus der Jugend und ist seit zwei 1. Segelfluglehrer ergänzt: „Freiheit - Teamgeist - Spaß - Technik – Adrenalin!“ das macht den Luftsport aus. Ein altes Fliegerritual, nach dem ersten Alleinflug, bekommt der Flugschüler den Hintern versohlt. Man sagt, damit er dann die Thermik besser spürt.

Auch gestanden Fluglehrer wie Paul Erhardt, der Ausbildungsleiter in Elchingen und selbst Kunstflugpilot, ist auch nach rund 60 Jahren Fliegerei immer noch begeistert: „Segelfliegen ist eine günstige und umweltfreundliche Luftsportart, die schon Jugendlichen offensteht und nur im Team funktioniert. Damit eine Pilotin oder ein Pilot fliegen kann, müssen zahlreiche Helfer am Boden aktiv sein: Flugleiter, Windenfahrer, ein Fahrer für den Seilrückholwagen, mehrere Leute, um die Flugzeuge nach der Landung zurück an den Start zu schieben!“. Die, Dritte Säule stellt der Ultraleichtflug dar. Der sehr kostengünstige und wirtschaftliche Einstieg in die Motorfliegerei. Bereits ab eine Alten von 16 möglich.

Der LSR Aalen bietet für alle Flugsport-Interessierten diesen Informationstag an. Am 14. November stehen Fluglehrer, Motor- und Segelflugzeuge, Schulungsflugzeuge und Helfer bereit. Treffpunkt ist ab 10:00Uhr vor dem Tower, der Flugleitung. Eine Anmeldung über die Homepage wird empfohlen. Bei großem Interesse ist der LSR Aalen vorbereitet und bietet einen weiteren Termin nachmittags an. Die Veranstaltung findet unter den allgemein gültigen Corona-Auflagen statt. Es gelten die gültigen Corona Regeln; eine Mund- Nasebedeckung im Innenraum ist obligatorisch.

Der gemeinnützige LSR Aalen e.V. betreibt und fördert den Luftsport seit nun schon über 60 Jahren. Im Laufe der Vereinsgeschichte konnten seine Mitglieder zahlreiche Erfolge, nationale und internationale Titel erlangen. Neben einem herausragenden Flugzeugpark, der allen Mitgliedern zur Verfügung steht, bietet der Verein die Ausbildung zum Segelflug- Ultraleicht- und Motorflugpiloten durch über 30 ehrenamtliche Fluglehrer an.

Weitergehende Informationen finden sich auch auf https://www.lsr-aalen.de/

Plakat Fliegen lernen Infotag

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