FCN mit nur 13 Feldspielern

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Nach der coronabedingten Zwangspause rollt der Ball bei der Normannia wieder. Luca Molinari (rechts am Ball) und seine Mannschaftskameraden treten am Samstag beim VfL Sindelfingen an. Anstoß ist um 15.30 Uhr.
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Weil einige Spieler noch in Quarantäne sind, fährt die Normannia am Samstag nur mit einem reduzierten Kader nach Sindelfingen.

Schwäbisch Gmünd.

Es ist eine Situation, wie sie Normannia-Trainer Zlatko Blaskic noch nicht erlebt hat. 13 Spieler plus seine beiden Torhüter Yannick Ellermann und Max Reichert hatte er in dieser Woche im Training. Der Rest des Kaders befindet sich wegen positiver Coronatests in 14-tägiger Quarantäne. Auch etliche Leistungsträger sind darunter. „Sich da ordentlich auf das nächste Spiel vorzubereiten ist alles andere als einfach“, sagt Blaskic. Der Normannia-Coach zählt nicht zu denen, die ständig wehklagen. „Wir müssen die Situation annehmen“, sagt er. Aus Sindelfingen will er am Samstag (15.30 Uhr) dennoch etwas mitnehmen.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das Sportgeschehen nach wie vor. Der Württembergische Fußballverband hat zwar seine Kriterien für eine mögliche corona-bedingte Spielabsage gestrafft. Dennoch fallen im gesamten Land weiterhin wegen positiv getesteter Akteure Spiele aus. Von wenigen Wochen musste die Normannia zwangspausieren, weil der Gegner Rutesheim nicht antreten konnte. Jetzt hat es die Normannia selbst erwischt. Während am vergangenen Samstag das Heimspiel gegen Türkgücü Neu-Ulm abgesetzt wurde, hat der Verbandsligist aus dem Gmünder Schwerzer in dieser Woche 16 Spieler zur Verfügung, die aufgrund der neuen Corona-Kriterien als einsatzfähig gewertet werden. U19-Akteur Din Subasic, der im WFV-Pokalspiel gegen den VfR seinen bislang einzigen Einsatz im Trikot der Verbandsligaherren hatte, zählt dazu. „Ich würde ihn auch mit nach Sindelfingen nehmen“, erklärt FCN-Chefcoach Blaskic. Aber: Subasic ist krank (nicht Corona).

Der Coach muss am Samstag beim VfL Sindelfinden deshalb mit lediglich drei Ersatzspielern klar kommen. Damit hat er quasi keine taktische Variabilität in Sachen Personal auf der Bank. Und das bei einem Spiel, das für beide Teams von großer Bedeutung ist.

Punktgleich mit 14 Zählern stehen der VfL Sindelfingen und die Normannia mit jeweils vier Sieger, zwei Unentschieden und vier Niederlagen auf den Rängen elf (FCN) und zwölf. Und damit mit einer ausgeglichenen Bilanz nach zehn Spielen durchaus im Mittelfeld der Tabelle. Bei bis zu sechs direkten Absteigern wird schnell klar, dass sich beide Teams damit an der Nahtstelle zur Abstiegszone bewegen.

„Wer das Spiel verliert, steht unter Druck.“ Das weiß auch Zlatko Blaskic. Auch wenn er am Samstag auf maßgebliche Leistungsträger verzichten (alle Mannschaftsteile sind gleichermaßen betroffen), traut er seinen Jungs zu, nicht mit leeren Händen an die Rems zurückzukehren. Lamentieren ist seine Sache nicht. „Jetzt haben andere die Möglichkeit zu zeigen, dass sie zurecht in unserem Kader sind. Wer den Anspruch hat, mehr Spielzeit zu bekommen, der kann dies am Samstag mit einer guten Leistung untermauern“, sagt er. „So eine Situation kann eine Mannschaft auch zusammenschweißen und stark machen.“

So eine Situation kann eine Mannschaft auch zusammenschweißen und stark machen.“

Zlatko Blaskic, Cheftrainer der Normannia

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