Fünfmal Edelmetall durch Marie und Paula Fuchs

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Mannschaftsfoto von links: Trainer Björn Koch, Marit Boomers, Jan Klein, Kathrin Stotz, Paula Fuchs, (Berliner Bär) Marie Fuchs, Heike Stotz, Lenny Kientz, Ida Schneider, Co-Trainerin Daniela Fuchs.

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Berlin: Jede Menge Erfolge für Gmünder Sportler.

Schwäbisch Gmünd. Zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie einen neuen württembergischen Aktivenrekord durch Marie Fuchs, eine weitere Bronzemedaille durch ihre Schwester Paula Fuchs, 15 Finalteilnahmen und 23 neue persönliche Bestzeiten. Mit einer solchen Leistungsbilanz der sechs Mädels und Jungs des Schwimmvereins Gmünd (SVG) bei den fünftägigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Schwimm- und Sprunghalle des Europasportparks in Berlin war nicht zu rechnen.

„Wir Trainer sind äußerst zufrieden und dürfen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, bilanzierten Björn Koch und seine Co-Trainerin Dany Fuchs. Und der seit 15. August amtierende neue hauptamtliche SVG-Trainer präzisierte: „Ich bin besonders positiv überrascht von den 15 Finalbeteiligungen und den fünf gewonnenen Medaillen.“ Und: „Mein Dank geht auch an Peter Stich, der den Kern dieser Mannschaft in der Vergangenheit aufgebaut und trainiert hat.“

Nachdem Marie Fuchs (Geburtsjahrgang 2005), schon an den beiden ersten Wettkampftagen zeigte, dass sie im Jugendbereich zur absoluten Spitze in Deutschland gehört, setzte die 16-Jährige ihre Medaillenjagd und ihre Bestzeitenflut fort. An Gold schnupperte sie in ihrer Spezialdisziplin, den 200 Meter Brust. Als Vorlaufschnellste startete sie im Finale auf der Favoritenbahn vier, flankiert von ihren beiden größten Konkurrentinnen. Nach 50 und nach 100 Metern hatte die Gmünderin noch hauchdünn die Nase vorn, auf der letzten Bahn konnte sie den Angriff von Saskia Blasius (TSV Neustadt) in 2.34,82 Minuten und von Joelle Vogelmann (SV Nikar Heidelberg) in 2.36,06 nicht mehr abwehren und schlug in 2.36,42 Minuten als Dritte an. Dagegen steigerte Marie Fuchs ihre Bestzeit von 1.13,69 Minuten über 100 Meter Brust im Finale auf 1.12,42 Minuten – leider reichte das nur zu Rang vier, 0,32 Sekunden hinter dem Bronzeplatz.

Der absolute „Knüller“ aus Gmünder Sicht waren die 50 Meter Schmetterling. Mit 28,29 Sekunden qualifizierte sich Marie Fuchs im Vorlauf als Dritte für den Endlauf der besten acht, nur 0,01 Sekunden später schlug Paula Fuchs als Vierte an. Im Finale war dann Lisa-Marie Finger (SG Neukölln Berlin) mit 27,14 Sekunden die Schnellste. Hinter ihr schlug in neuem württembergischen Aktivenrekord von 27,59 Sekunden Marie Fuchs als Zweite an – und Zwillingsschwester Paula holte in 27,58 Sekunden holte Bronze.

Paula Fuchs imponierte mit elf persönlichen Bestzeiten in sechs Rennen, bei denen sie in allen den Einzug ins Finale schaffte, und über die 50 Meter Schmetterling mit einer Medaille belohnt wurde. Ihren fünften Rang im Vorlauf über 50 Meter Freistil bestätigte sie im Endlauf in 26,62 Sekunden wiederum als Fünfte. Auch über 100 Meter Freistil zeigte sie ihre Sprintqualitäten: Tolle 58,94 Sekunden im Finale und Rang fünf, knapp hinter dem dritten Podestplatz.

Starke Bestleistungen

Auch über die drei Rückenstrecken überzeugte Paula Fuchs. Besonders über 200 Meter. Im Vorlauf hielt sie sich als Vierte mit 2.23,81 Minuten noch etwas zurück – im Finale steigerte sie sich auf beachtliche 2.20,53 Minuten, über zwei Sekunden schneller als ihre Bestzeit. Die reichten aber wiederum nur zum undankbaren Blechplatz. Über 100 Meter Rücken steigerte Paula ihre Bestzeit um fast eine Sekunde und wurde in 1.05,61 Minuten Fünfte. In ihrem letzten Rennen über 50 Meter Rücken holte Paula nochmals alles aus sich heraus. Mit neuer Bestzeit von 31,17 Sekunden qualifizierte sie sich als Fünfte fürs Finale, das sie in 30,77 Sekunden als Sechste beendete.

Ida Schneider (2005) war mit ihren 1.06,77 Minuten über 100 Meter Schmetterling nicht zufrieden, sie schaffte aber dennoch als Achte den Sprung ins Finale, das sie in der Zeit von 1.05,76 Minuten als Siebte beendete. Auf dem gleichen Rang landete sie in 2.28,63 Minuten im Finale über 200 Meter Schmetterling. Nach den Vorläufen war sie mit 2.27,36 Minuten noch Fünfte. Über 50 Meter Schmetterling verpatzte Ida den Anschlag, so dass ihr mit 30,12 Sekunden ihre Bestzeit von 29,90 Sekunden verfehlte und auf Rang 17 endete. Über 200 Meter Freistil verbesserte sie sich auf starke 2.09,90 Minuten.

Marit Boomers (2008), die jüngste Gmünder Schwimmerin, lieferte über 200 Meter Schmetterling eine Glanzleistung ab. Mit 2.34,76 Minuten verpasste sie ihre Bestzeit nur um eine halbe Sekunde, qualifizierte sich als Fünfte aber sicher für das Finale. Rhythmisch und stilistisch sehr sauber schwimmend, verbesserte sie sich auf 2.32,38 Minuten und verteidigte damit sicher ihren fünften Platz. Bei ihrem ersten Start bei Deutschen Meisterschaften überzeugte Marit auch über 100 Meter Schmetterling in 1.08,67 Minuten als Zehnte. Über 50 Meter Schmetterling (Platz 19 in 31,20 Sekunden) schrammte sie nur 0,05 Sekunden an ihrem persönlichen Rekord vorbei, auch über 200 Meter Freistil war sie auf Platz 23 mit 2.18,65 Minuten nur 0,18 Sekunden langsamer als bei den württembergischen Jahrgangsmeisterschaften.

Auch die Jüngsten überzeugen

Für Kathrin Stotz (2005), Heike Stotz (2007) und die beiden Jungs Lenny Kientz (2007) sowie Jan Klein (2005) war die Teilnahmeberechtigung für Berlin allein schon ein unerwarteter Erfolg. „Unsere Neulinge konnten bei diesen hochkarätigen Meisterschaften wertvolle Erfahrungen sammeln“, sagte Björn Koch.

Kathrin Stotz (2005) ging die 200 Meter Brust hochmotiviert an. Sie steigerte ihre Bestzeit um über vier Sekunden auf 2.46,22 Minuten und belohnte sich mit Platz elf. Auch über 200 Meter Lagen war sie mit 2.30,15 Minuten als Zwölfte nicht weit vom Finale weg. Über 200 Meter Freistil drückte sie ihre Bestzeit auf 2.12,08 Minuten; das war Rang 18.

Heike Stotz (2007) darf das Erlebnis von Deutschen Meisterschaften als Gewinn verbuchen. Sie bestätigte über 200 Meter Brust (Platz 14 in 2.50,95 Minuten), über 200 Meter Lagen (Rang 19. In 2.34,25 Minuten) und über 100 Meter Brust (21. In 1.19,70 Minuten) ihre große Veranlagung.

Gleiches gilt für Jan Klein (2005). Mit seinen 54,94 Sekunden (Platz 23) und 2.01,26 Minuten (Rang 21) waren aber er und Björn Koch zufrieden. Lenny Kientz (2007) schaffte es über 100 Meter Brust, seine persönliche Bestzeit von 1.15,42 auf 1.14,74 zu steigern (Platz 22.). Nur hauchdünn verfehlte er seine persönlichen Rekorde über 50 Meter Brust (Platz 25 in 34,08 Sekunden) und über 200 Meter Brust (Rang 23 in 2.45,66 Minuten).

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