Sportmosaik

Gas geben für die Mountainbiker

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Alexander Haag

Alexander Haag über Strecken, Schützenhilfe und Stuten

Die Stadt Aalen gibt richtig Gas für die Mountainbiker. Rund um die Kreisstadt soll ein Biker- und Trailnetz entstehen. Dabei ist die Legalisierung einiger Trails ein großes Thema. Aber auch das Bauen von Technikparcours und Pumptracks. Oder entsprechende Vereinsstrukturen aufzubauen. Dazu hat die Stadt jetzt zwei neue Mitarbeiter eingestellt, zwei absolute Experten: Sprint-Weltmeister Simon Gegenheimer und Weltcup-Fahrerin Marion Fromberger vom MTB-Racingteam Aalen kümmern sich künftig als städtische Mountainbike-Manager um dieses Thema. „Die Gegend rund um Aalen ist perfekt für Mountainbiker“, sagt der Weltmeister höchstpersönlich.

Mirko Doll sehnt sich die Winterpause herbei. Der Trainer des Fußball-Landesligisten TSGV Waldstetten hat kaum noch Spieler zur Verfügung, „wir trainieren derzeit mit sechs bis acht Spielern der ersten Mannschaft“. Nein, Coronafälle gibt's in Waldstetten keine, dafür umso mehr Verletzte. „Das sind allesamt Langzeitverletzte, die uns erst im Februar wieder zur Verfügung stehen“, sagt Doll. Nachdem jetzt auch noch Liridon Elezaj eine Gelb-Rot-Sperre verbüßen muss, tritt der TSGV am Sonntag mit dem letzten Aufgebot an. Auf der Ersatzbank sitzen dann nur noch Spieler aus der zweiten Mannschaft: Louis Itzelberger, Jamie Haug, Pascal Kolb und Mika Jost.

Es war ein Sieg, über den sich auch der Ligakonkurrent SSV Ulm 1846 gefreut hat. Das überraschende 4:3 des VfR Aalen über den bisherigen Spitzenreiter FSV Mainz 05 II hat die „Spatzen“ auf Platz eins der Regionalliga Südwest befördert - wenn auch nur für einen Tag. Dass drei der vier Aalener Treffer von ehemaligen SSV-Spielern erzielt wurden, hat Ulms Abwehrspieler Johannes Reichert besonders gefallen. „Überragend, dass die beiden uns da Schützenhilfe geben ...“ Gemeint sind Alessandro Abruscia und Steffen Kienle, Letzterem ist sogar ein Doppelpack gelungen.

Nein, die Torjägerkrone interessiere ihn nicht. Er wisse noch nicht einmal, wie viele Treffer seine Konkurrenten hätten. Das sagte Alessandro Abruscia vor wenigen Wochen. Inzwischen darf sich der Kapitän des VfR Aalen die aktuelle Rangliste ruhig einmal anschauen. Denn: Mit 11 Treffern liegt der 31-Jährige bereits auf Platz zwei. Nur Nick Proschwitz von der TSG Hoffenheim II ist besser - er traf bereits 15 Mal. Gleichauf mit Abruscia ist Markus Mendler (FC Homburg) mit ebenso 11 Toren. Eines haben Proschwitz und Mendler dem Aalener voraus: Sie haben eine makellose Elfmeterbilanz. Proschwitz hat fünf Elfer geschossen und fünf verwandelt. Bei Mendler waren es vier Versuche und vier Treffer. Abruscia trat in dieser Saison sechsmal vom Punkt an - nur vier waren drin.

Apropos Nick Proschwitz: Der 35-jährige Torjäger stand einst auch auf der Wunschliste des VfR Aalen weit oben, als dieser noch in der 3. Liga spielte. „Ich habe lange mit seinem Berater Ivan Klasnic verhandelt“, erzählt das damalige Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski. Gescheitert ist die Verpflichtung damals am Geld, der Stürmer war für die Gremien schlicht zu teuer. Heute verbindet Proschwitz eine andere Sportart mit der Ostalb. Er hat sich gemeinsam mit dem ehemaligen VfR-Aufsichtsratsvorsitzenden Jörg Mangold ein Rennpferd gekauft. Muskoka heißt die Stute, die der Geschäftsmann aus Lautern und Proschwitz bei der Jährlingsauktion in Iffezheim ersteigert haben. Sein erstes Rennen soll Muskoka im Herbst 2022 absolvieren, der Höhepunkt ist dann ein Jahr später beim Deutschen Stutenderby „Diana“ in Düsseldorf. „Geplant ist die klassische Distanz über 2400 Meter“, sagt Mangold. Bis dahin wird dessen Rennpferd von „Champion-Trainer“ Henk Grewe ausgebildet - dem erfolgreichsten deutschen Trainer.

Knapp 11 Stunden saß Carina Vogt am Mittwoch im Flugzeug. Die Olympiasiegerin des SC Degenfeld ist gut in Peking angekommen. Dort will die Skispringerin erstmals nach ihrer langen Verletzungspause wieder bei einem Wettbewerb antreten - beim „Continental-Cup“. Nicht einfach sei die Einreise nach China gewesen. Zahlreiche Formulare, Apps und Corona-Bestimmungen galt es zu erfüllen, ehe die Genehmigung erteilt wurde. Die 29-Jährige hofft jetzt, dass sich die weite Reise auch lohnt. „Ich möchte wieder ins Wettkampf-Procedere reinkommen“, sagt sie. Eines hat sie ihren Weltcup-Kolleginnen dann voraus: Vogt springt am Wochenende auf der Anlage, auf der im Februar die Olympischen Spiele ausgetragen werden. Wobei der Aufenthalt ein kurzer ist: Bereits am Montag steht bereits der Rückflug an.

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