Gemeinsam für Vielfalt und gegen Rassismus

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Der Deutsche Fußballbund zeichnete die Schülermitverantwortung Agnes-von-Hohenstaufen im Rahmen des Julius-Hirsch-Preises für deren großes soziales Engagement aus.

Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußballbundes für die Agnes-von-Hohenstaufen-Schule Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd.

Der Deutsche Fußballbund (DFB), als größter Sportfachverband der Welt mit mehr als sieben Millionen Mitgliedern, 21 Landesverbänden und rund 25.000 Mitgliedsvereinen, hat eine einzigartige Reichweite, aus der sich eine besondere gesellschaftliche Verantwortung ergibt. Ob und wie das Miteinander im Fußball gelingt, wird oft als Gradmesser für das soziale Klima und Miteinander in Deutschland insgesamt angesehen. Dieser Sportfachverband hat auch die Agnes-von-Hohenstaufen für deren soziales Engagement geehrt.

 Mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises erinnert der DFB seit 2005 jährlich an den deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 – 1943) und an alle, insbesondere die jüdischen Opfer, des nationalsozialistischen Unrechtsstaates. In besonderer Weise erinnert er damit an die verfolgten Menschen, für die der Fußball Freude, Aufgabe und Heimat war.

"Nie wieder" heißt das Zeichen, das der DFB mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises setzt. Er leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, in der Demokratie, Menschenrechte sowie der Schutz von Minderheiten unveräußerliche Werte sind.

Ausgezeichnet werden Personen, Initiativen und Vereine, die sich als Aktive auf dem Fußballplatz, als Fans im Stadion, im Verein und in der Gesellschaft beispielhaft und unübersehbar einsetzen für die Unverletzbarkeit der Würde des Menschen und gegen Antisemitismus und Rassismus, für Verständigung und gegen Ausgrenzung von Menschen und für die Vielfalt aller Menschen und gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.

 Die Agnes-von-Hohenstaufen ist bereits seit 2014 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Es hängt dabei nicht nur das Schild am Eingang der Schule, sondern dieses Thema wird intensiv gelebt und bearbeitet. So zum Beispiel in der Mottowoche gegen Diskriminierung der SMV. Jeden Tag wurden dabei Themen hybrid aufgegriffen. Sowohl über die Sozialen Medien aber auch in den Klassen vor Ort wurden Themen wie „Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft“ oder „Diskriminierung wegen des Geschlechts“ intensiv besprochen.

Am AvH Peace Day Mitte März wurde auf die vielen Kriegsschauplätze auf dieser Welt hingewiesen. Manche Quellen sprechen von 21 aktuellen Kriegsschauplätzen. Syrien, der Irak oder Myanmar seien als Beispiele genannt. Die Schülermitverantwortung der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule Schwäbisch Gmünd hat deshalb einen beeindruckenden, sehr emotionalen Friedenstag veranstaltet, bei dem der Ukraine-Krieg im Fokus stand. Auf der Instagram-Seite der SMV der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule wurden digitale Beiträge gepostet, am Mittag fand auf der grünen Streuobstwiese unter strahlendem Sonnenschein eine gemeinsame Veranstaltung der Schulgemeinschaft statt. Die Schulband der AvH machte den Auftakt mit dem Lied „Seite an Seite“, viele Gruppen und Klassen trugen ihren Teil dazu bei.

 Der DFB sendete ein Geschenkpaket an die Agnes-Von-Hohenstaufen-Schule, um sich für das Engagement der Schulfamilie zu bedanken. Die Verbindungslehrerinnen und -lehrer Sebastian Rupp, und Nora Simminger, sowie die Schülersprecherinnen Julia Neufischer, Jana Eisemann und Danielle Becker sowie Schulleiter Jens-Peter Schuller freuten sich gemeinsam über dieses Paket.

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