Gmünder „Chaos Camper“ bei der Kubb-DM dabei

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Die „Chaos-Camper“ Michael Stricker, Peter Stalitza und Hannes Steybe (von links) mischten vorne mit bei der Kubb-DM und Kubb-Speed-WM in Pölchow.

Neunter Platz des Remstalteams in Pölchow. Peter Stalitza wird WM-Achter.

Schwäbisch Gmünd. Die Sonne brennt erbarmungslos, die Stimmung aber ist am Samstag prächtig auf dem Sportplatz der LSV Füchse in Pölchow unweit von Rostock. 32 Mannschaften aus ganz Deutschland waren zur Deutschen Kubb-Meisterschaft angereist, darunter das Team „Chaos-Camper“ mit Michael Stricker aus Backnang und Hannes Steybe und Peter Stalitza aus Schwäbisch Gmünd.

Dazu nahmen sie eine lange Anreise von mehr als 700 km in Kauf. Zwar liebäugelten alle mit dem Wanderpokal für den ersten oder wenigstens mit einer Medaille für den zweiten und dritten Platz, aber im Grunde genommen geht es bei Kubb – der Sportart, die auch gern als Wikinger-Schach bezeichnet wird – um deutlich mehr. „Hier zählt Gemeinschaft, Teamgeist und Freundschaft“, erklärte Mitorganisator Andreas Nelhübel.

Deutscher Meister konnte am Ende aber nur eine Mannschaft werden. Diesen Titel sicherte sich das Team KubbKubbHurra mit John Krause, Volker Siebelmann und Wolfgang Menger. Peter Stalitza und seine Chaos-Camper erkämpften sich einen überraschenden und vor allem respektablen neunten Platz.

Dabei brachten sie sogar den früheren Weltmeister „Fortschritt99“ an den Rand einer Niederlage, wie die Gegner im Nachhinein offen bekannten. Eine kurze Unkonzentriertheit der Chaos-Camper brachte das gegnerische Team wieder auf die Siegerstrasse und ermöglichte damit erst deren späteren Gewinn der Vizemeisterschaft.

Am Rande der Deutschen Meisterschaften fanden dieses Jahr in Pölchow auch die Weltmeisterschaften im Speed-Kubb, einer interessanten Variante des üblichen Kubbs, statt. Peter Stalitza von den Chaos-Campern erkämpfte sich hier einen tollen achten Rang.

Michael Stricker spielt schon seit vielen Jahren regelmäßig Kubb und brachte dieses Spiel auch eines Tages auf den Campingplatz Hammerschmiede bei Abtsgmünd/Pommertsweiler. Hier wurde es sehr schnell beliebt und erfreut sich von Jahr zu Jahr einer größeren Beliebtheit. „Es ist vor allem ein Spiel, das ungeachtet des Geschlechts und Alters nahezu jeder spielen kann“, meint Hannes Steybe. Und Teamkollege Peter Stalitza ergänzt: „Nicht nur in dieser verrückten Pandemie-Zeit ein ideales Freizeit-Spiel mit Suchtcharakter.“

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