Gmünder Fliegergruppe erneut Rundensieger

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Die Fliegergruppe Gmünd ist weiter in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga dabei.

Bisher höchste Runden-Gesamtpunktzahl für die Gmünder Piloten.

Schwäbisch Gmünd. Am vergangenen Samstag wartete das Wetter mit echter Hammerthermik auf: In der vorletzten Runde der Segelflugbundesliga konnten die Piloten der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd aus dem Vollen schöpfen. 11 Piloten gingen gemeinsam sowohl Langstrecken- als auch für Speedoptimierte Flüge an und holten mit der in diesem Jahr bisher höchsten Runden-Gesamtpunktzahl der Liga den Rundensieg.

Die letzten werden die ersten sein. Dieser Spruch bewahrheitete sich am Samstag, denn Bastian Hörber war als letzter gestartet und erzielte den punkthöchsten Ligaflug des Wochenendes. Nach einem privaten Termin war er erst um 11 Uhr auf dem Hornberg angekommen, als einige seiner Kameraden gerade starteten. Um 12.20 Uhr wurde er als letzter in die Luft geschleppt. Auf diese Weise direkt in die Hammerthermik gestartet, gelang es ihm, ohne einen einzigen Kreis nach Osten gegen den Wind die gut 200 Kilometer bis zum oberpfälzer Örtchen Cham durchzufliegen und dabei schon einen Schnitt von 150 km/h zu erzielen. Erwähnenswert ist, dass dies in gewisser Weise auch eine Teamleistung war, obwohl Hörber allein flog: Lars Linkner und Joachim Koch, die vor ihm auf die gleiche Strecke gegangen waren, warnten ihn vor Abschnitten mit schwächeren Aufwinden, so dass er dort vorsichtiger und langsamer vorfliegen konnte und damit eben ohne zeitraubendes Kreisen auskam. Der Rückflug wurde dann noch von 20 km/h Rückenwind befeuert und so stand am Ende trotz zweimaligem Höhe-tanken im Kreisflug ein Schnitt von 163 km/h während der schnellsten zwei Flugstunden an. Eine Wende über Geislingen und ein weiterer Flug bis Eichstätt und wieder zurück (ein sogenanntes Jojo) komplettierten den 644 km langen High-Speed Flug.

Doch es gab weitere Topflüge: Lars Linkner hatte auf der gleichen Strecke sein „Jojo“ noch weiter in den Süden der Schwäbischen Alb verlegt und erzielte 816 km Strecke und mit 148 km/h den zweitschnellsten Schnitt. Günter Kölle aber schoss den Vogel ab und konnte, noch früher als Linkner gestartet und sage und schreibe 9 Stunden in der Luft, 1008 Kilometer Streckenlänge und gleichzeitig noch den drittschnellsten Schnitt liefern!

Die Streckenpunkte zur Komplettierung der Rekord-Gesamtpunktzahl holten Frank Rodewald, Tobias Ladenburger und Marc Baur. Sie hatten große Dreiecksstrecken vor dem Start deklariert und erfolgreich geflogen, was durch die entsprechenden Bonuspunkte für hohe Streckenpunktzahlen sorgte.

In der Tabelle konnten die Gmünder mit dieser Teamleistung und den daraus resultierenden 20 Punkten des Rundensiegers nun am viertplatzierten LSR Aalen vorbeiziehen und den zweiten Tabellenrang erobern. Der LSV Burgdorf liegt, durch Rundenrang 2, weiter vorn. Die alles entscheidende letzte Runde wird nun mehr als spannend: Der Medaillenrang ist zwar sicher, bei der Farbe der Medaille ist aber noch alles möglich.

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