„Gmünder Gemsen“ mit tollen Leistungen

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Annika Seefeld glänzte bei den Berglaufmeisterschaften.

Junges Frauenteam belegt Platz fünf in der Mannschaftswertung.

Schwäbisch Gmünd. Kaiserwetter in den Ammergauer Alpen lockte viele Zuschauer und Touristen an die sieben Kilometer lange Strecke der Berglauf-Meisterschaften mit rund 700 Höhenmetern, hinauf auf den Hausberg Hörnle. Ein sehr großes Starterfeld mit über 100 Meldungen beim offenen Hörnle-Lauf und über 300 Meldungen für die DM-Wertung machten den Wettkampf zu einem ganz besonderen Erlebnis für alle Starterinnen und Starter.

So auch für das sehr junge dreiköpfige Gmünder Frauenteam, welches mit starken Leistungen einen unerwarteten 5. Platz in der Teamwertung erreichen konnte. Und dies mit nur 2.50 min Rückstand auf Bronze und 6 min hinter den neuen Titelträgern vom PTSV Rosenheim. Vor der Mannschaft von der LG Brandenkopf (8. Platz) aus dem Schwarzwald war man bestes Team aus Baden-Württemberg.

Acht Wochen vor der DM rissen bei der 25-jährigen Straßdorferin Annika Seefeld im Training die Bänder im Sprunggelenk und die Saison schien beendet. Nach Sportpause, Alternativ-Training und etwas Joggen, entschied sie sich an den Start zu gehen, auch wenn ihr Ziel, ein DM-Top-5 Platz, unerreichbar schien. Sie belohnte sich nach 41.59 min mit einem starken 10. Platz in der Frauenwertung, nur 3.50 min hinter dem Bronze-Platz und 5 min hinter der überragenden Siegerin Laura Hottenrott vom PSV Kassel.

Starker Laufnachwuchs

Da wollten auch die beiden anderen zur Mannschaft gehörenden Mädels, beide erst 17 Jahre alt, nicht nachstehen, und boten bereits beeindruckende Leistungen bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft.

Nach 46.55 min überquerte Lena Oker aus Durlangen ausgepowert, aber sehr zufrieden, als 9. in der U20-Kategorie, die Ziellinie an der Bergstation der Hörnle-Bahn. Absolut beeindruckend, wie die ehemalige Schwimmerin vom SV Gmünd mit ihrer Athletik und ihrer Ausdauer auch im Langstreckenlauf auftreten kann. Sie wird ab 2022 die LG Staufen im längeren Laufbereich verstärken. Auf ihre weitere Entwicklung darf man gespannt sein.

„Wie Phönix aus der Asche“ bezeichnete Team-Coach Uwe Seefeld-Herkommer die Leistung von Sophie Kost. 2020 hatte die kleine Waldstetterin mit Sport noch sehr wenig am Hut. Nachdem er langsam ihr Lauf-Feuer entfachen konnte und nach einer sechsmonatigen vorsichtigen Lauf-Belastungssteigerung ist die angehende Abiturientin mit ihrer kraftsparenden und leichten Lauftechnik mittlerweile mit viel Ehrgeiz bei der Sache und will versuchen, sich 2022 für die Jugend-DM über 3000 m zu qualifizieren. Die dafür notwendige Laufzeit von 10.31,20 min ist ihr absolut zuzutrauen.

Und auch bei der Berglauf-DM konnte sie alle Bedenken der Betreuer, ob der schweren Strecke, verwischen und war mit viel Spaß bei der Sache. Nach 49.10 min kam sie als 12. der U20-Wertung ins Ziel. Ein ganz starker Auftritt von ihr, nachdem auch sie im Sommer einen Monat Trainingspause einlegen musste.

Alle drei Läuferinnen werden wohl noch beim Gmünder-Alb-Marathon auf den diversen Strecken an den Start gehen bevor es dann für Lena und Sophie heißt im Winter und Frühling Abitur-Vorbereitung und Leistungstraining zu verbinden.

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