Häfner: Wollten auf jeden Fall das Halbfinale erreichen

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Enttäuschte Blicke. Uwe Gensheimer (links) und Kai Häfner kehrten ohne die erhoffte Olympia-Medaille aus Tokio zurück.
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Gmünder Handball-Nationalspieler Kai Häfner kehrt enttäuscht und ohne Medaille, aber mit schönen Eindrücken aus Tokio zurück.

Tokio.

Das Aus im Viertelfinale gegen Ägypten schmerzt. Daraus macht Kai Häfner keinen Hehl. Weit über zweihundert Treffer hat der Handball-Nationalspieler aus Schwäbisch Gmünd in seinen über hundert Länderspielen markiert. Er wurde Europameister und kehrte von den Olympischen Spielen 2016 in Rio mit der Bronzemedaille heim. Als er am Donnerstag zuhause seinen Koffer auspackte, fehlte ein solches Schmuckstück. Denn den so nahe geglaubten Einzug ins Halbfinale von Tokio haben Deutschlands Handballer mit der 26-31-Niederlage gegen Ägypten verpasst.

„Natürlich ist die Enttäuschung sehr groß. Wir haben uns aus sportlicher Sicht schon mehr vorgestellt und erhofft. Wir wollten auf jeden Fall das Halbfinale erreichen. Das ist uns nicht gelungen.“, gesteht Kai Häfner offen. Und er ergänzt: „Man muss auch fairerweise sagen, dass die Ägypter im Viertelfinale wirklich besser waren als wir. In allen Bereichen. Wir haben es nicht geschafft, in der Abwehr und im Angriff an unser Leistungsmaximum hinzukommen und haben deshalb das Spiel verdient verloren. Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich, dass wir es gerade in einem solchen Spiel es nicht geschafft haben.“

Und dennoch habe die Deutsche Nationalmannschaft „gute Leistungen in diesem Turnier gezeigt. Wir hatten eine sehr schwere Gruppe, durch die wir uns gut durchgekämpft haben. Leider sind wir zu früh ausgeschieden.“

Doch ein Erlebnis seien auch diese Olympischen Spiele allemal gewesen. „Die Sportstätten und Arenen waren wirklich sensationell“, sagt Häfner. Da sei es schade gewesen, dass die Wettkämpfe ohne Zuschauer hätten stattfinden müssen. „Das alles wäre mit Zuschauern noch cooler und schöner geworden“, ist Häfner überzeugt. Aber, sagt er: „Das ging ja leider nicht.“

Solche Momente werden immer in Erinnerung bleiben

Ein besonderes Erlebnis für die Athletinnen und Athleten sei stets auch das Leben im Olympischen Dorf. „Die Atmosphäre im Dorf war einfach klasse.“ Das, erinnert sich Häfner an Rio 2016, „war beim letzten Mal auch schon so.“ Das gehöre einfach zu Olympia dazu. „Die ganzen Athleten aus sämtlichen Sportarten und Nationen zu treffen. Solche Momente werden immer in Erinnerung bleiben.“

In ein paar Tagen geht's weiter

Viel Zeit bleibt Häfner nicht, um zu entspannen. Am 8. September startet die Bundesliga wieder in ihre neue Saison. Die MT Melsungen, deren Trikot Kai Häfner trägt, hat an diesem Donnerstag bereits wieder mit dem Training begonnen. Zunächst ohne ihre Olympiateilnehmer:. e „Wir haben noch ein paar Tage frei bekommen, bevor auch wir wieder in die Vorbereitung einsteigen.“, sagt Kai Häfner.

Das alles wäre mit Zuschauern noch cooler und schöner geworden.“

Kai Häfner, Handball-Nationalspieler aus Gmünd

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