Hält der VfB die Klasse?

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Omar Khaled Mohamed Marmoush (VFB Stuttgart) im Zweikampf mit Anderson Lucoqui (FSV Mainz 05), FSV Mainz 05 vs VFB Stuttgart, Fussball, 1. Bundesliga, 16.04.2022

Der VfB Stuttgart befindet sich drei Spiel vor Ende auf dem 16. Platz. Der Ligaverbleib ist damit äußerst unsicher und bleibt spannend.

Ostalbkreis.

Die Bundesligasaison neigt sich dem Ende zu und der VfB Stuttgart muss noch um den Klassenerhalt bangen. Durch die Niederlage gegen Hertha BSC Berlin am vergangenen Sonntag wird der direkte Klassenerhalt eine sehr schwere Aufgabe für den VfB. Die Stuttgarter trennt nur ein Punkt auf einen direkten Abstiegsplatz, weshalb die verbleibenden Spiele umso wichtiger sind, allerdings ist der restliche Spielplan der Stuttgarter alles andere als leicht: Wolfsburg, Bayern und Köln heißt das Restprogramm, deshalb ist der VfB auch auf Schützenhilfe angewiesen. Stefan Kurz, Bernd Maier und Frank Dürr sprechen über die restliche Saison des VfB und welche Chancen die Stuttgarter noch haben.

Stefan Kurz, Sportvorstand FV 08 Unterkochen: „Ich denke nicht mehr, dass der VfB den direkten Klassenerhalt schafft. Durch die Niederlage gegen Hertha ist der Abstand einfach zu groß. Aber sie haben realistische Chancen über die Relegation den Ligaverbleib zu sichern. Die Mannschaft aus der ersten Liga ist normalerweise der Favorit und das sollte auch der Anspruch des VfB Stuttgart sein, auch weil Schalke und Bremen voraussichtlich direkt aufsteigen werden. Ich denke am Ende können sie sich schon durchsetzen, wobei man die Mannschaft aus der zweiten Liga nicht zu unterschätzen ist. Der VfB sollte auch weiterhin auf Matarazzo als Trainer setzen, auch wenn die Stuttgarter absteigen, denn ich glaube nicht, dass die aktuelle Situation seine Schuld ist, sondern man hat meiner Meinung nach zu viele erfahrene Spieler ziehen lassen, die besonders in so einer Lage nützlich wären. Vor allem so einem jungen Team kann ein bisschen Erfahrung nicht schaden. Oft wirkte es so als seinen die Spieler zu nervös.“

Bernd Maier, Trainer TSGV Waldstetten: „Mit dem Spielplan, den der VfB Stuttgart in den noch verbleibenden drei Spielen hat, kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass sie den direkten Klassenerhalt schaffen können. Im Moment denke ich, dass der VfB in die Relegation muss und dort werden sie dann die Klasse halten können. Da bin ich zuversichtlich. Gegen welches Team die Stuttgarter antreten müssten, spielt keine Rolle, da der VfB gegen alle möglichen Teams eine gute Chance hätte. Trotz der eher enttäuschenden Saison sollte Stuttgart trotzdem auf Matarazzo bauen. Auch wenn die Resultate nicht so wie erwünscht waren, finde ich, dass er mit dem Kader, der ihm zu Verfügung steht eigentlich gute Arbeit leistet. Vor allem für die vielen jungen Spieler ist er der richtige Mann, da er ihnen viele Möglichkeiten bietet.“


Frank Dürr (Bezirksschiedsrichterobmann)

Den 15. Platz wird der VfB nicht mehr erreichen, aber ich bin zuversichtlich dass die Stuttgarter nicht mehr auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen werden. Ein Wunschgegner für die Relegation ist immer schwer zu benennen. Wahrscheinlich machen es St. Pauli und Darmstadt unter sich aus, wobei der HSV auch noch eine kleine Chance hat. Wenn man sich aber mal die letzten Jahre anschaut, dann fällt auf, dass sich Stuttgart des Öfteren gegen Underdogs schwer getan hat. Dementsprechend würde mir Darmstadt nicht so gut als Gegner gefallen, da sie dieses Jahr die Überraschungsmannschaft sind. Im Falle eines Abstiegs sollte man meiner Meinung nach über einen Trainerwechsel nachdenken, da ein Neuanfang in so einer Situation immer gut tut. Hält der VfB die Klasse sehe ich einen neuen Trainer allerdings nicht unbedingt erforderlich. Ich gebe dem Trainer nur eine Teilschuld. Zu oft haben sich die Stuttgarter vermeidbarer Konter gefangen, weil sie zu offensiv standen. Aber am Ende tragen definitiv auch alle Spieler die Verantwortung an der Gesamtsituation.“

Am Ende können sie sich durchsetzen.“

Stefan Kurz, Sportvorstand, FV 08 Unterkochen
Fußball, Landesliga, TSGV Waldstetten, Trainer, Bernd Maier.
Frank Dürr
Stefan Kurz

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