Lesermeinung

„Hat die Chemie je gestimmt?“

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Zum Kommentar „Der Aufschwung bleibt aus“ vom 14. Juni:

„Lieber Herr Haag!

Endlich hat mal einer Klartext gesprochen. Dass das VfR-Minimalziel auch der geschasste Roland Seitz, dem ein monotones und unstrukturiertes Training sowie eine ideenarme Spielphilosophie nachgesagt wurde, geschafft hätte, steht wohl außer Zweifel. Warum also der unüberlegte Schnellschuss mit einem neuen Trainer, dessen magere Punktausbeute in einem krassen Missverhältnis steht zu seinem bisherigen engagierten Auftreten?

Es ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn man den Kader mit jungen talentierten Perspektivspielern implementieren will. Wenn man aber einen langjährigen erfahrenen Führungsspieler, sportliches Aushängeschild und Publikumsliebling, öffentlich demontiert und aufs Abstellgleis expediert, spricht das nicht gerade für einen souveränen Führungsstil und lässt eklatante Kommunikationsdefizite vermuten. Und wenn weitere Leistungsträger und Korsettstangen den Verein verlassen, muss man sich fragen, ob die Chemie zwischen Spielern und Trainer überhaupt je gestimmt hat.

Herr Uwe Wolf, ein von Impulsivität und Dynamik strotzender Berserker, glaubt, mit eisernem Besen und missionarischem Eifer zu Werke gehen zu müssen, obwohl er wissen müsste, dass die Zeiten von autoritären und innovationsresistenten Trainerlegenden wie Werner 'Beinhart' Lorant und Felix 'Quälix' Magath längst der Vergangenheit angehören und Trainertypen mit psychologischem Feingefühl und sozialer Kompetenz gefragt sind.

Ob der von Wolf vorexerzierte Paradigmenwechsel den gewünschten sportlichen Erfolg zeitigt, muss sich erst noch zeigen.“ Dr. Kurt Scheidle

Aalen-Unterkochen

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