Hat Uwe Wolf zu lange gefeiert?

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Uwe Wolf Trainer VfR Aalen
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Nach der Abmahnung gegen den Trainer: Für die Verantwortlichen des VfR Aalen ist das Thema vom Tisch, auch wenn der Betroffene noch uneinsichtig ist.

Aalen

Warum hat Uwe Wolf eine Abmahnung erhalten? Die Verantwortlichen des VfR Aalen schweigen und wollen sich zum Grund nicht äußern. Wobei Geschäftsführer Giuseppe Lepore sagt, dass „es mehrere Vorfälle waren, die zu dieser Maßnahme geführt haben“.

Bekannt ist, dass ein Vorfall nach dem 5:2-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim II das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Nach Informationen der SchwäPo soll Uwe Wolf mit seinen Gästen zu lange im VIP-Forum gefeiert haben. Und die Öffnungszeit überschritten haben. Auch der Sicherheitsdienst habe den Trainer nicht zum Gehen bewegen können. Es soll zu Diskussionen gekommen sein. Und das alles nicht zum ersten Mal. „Ich darf und werde dazu nichts sagen“, sagt Lepore. Das macht auch Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf: „Das ist ein internes Thema und keins für die Öffentlichkeit. Wenn ich jetzt darüber reden würde, wäre das dilettantisch und unprofessionell.“ Was Weißkopf allerdings sagt: dass er es fragwürdig finde, dass Wolf damit an die Öffentlichkeit gegangen ist. Und dass die Abmahnung, die von der Geschäftsführung und dem Präsidium einstimmig getragen wird, unumgänglich und gerechtfertigt war. „Es sind ein paar Dinge vorgefallen, die wir uns anders wünschen. Und wenn diese Dinge angesprochen werden und nicht fruchten, muss man sie eben niederschreiben.“ Auch Lepore hat bereits von „völlig inakzeptablen Verhaltensweisen“ gesprochen. Und davon, dass „Uwe gewisse Verhaltensweisen abstellen muss“.

Dass Wolf hinterher öffentlich sagte, dass er von einem Freund - gemeint war wohl Lepore - „etwas anderes erwarte“, sieht dieser anders: „Das hat nichts mit Freundschaft zu tun, ich bin hier in meiner Funktion als Geschäftsführer tätig.“ Was Lepore nicht versteht: „Uwe ist bislang uneinsichtig.“

Dennoch: Trotz des Vorfalls geht Weißkopf fest davon aus, dass „das nichts Großes nach sich zieht“. Eine Abmahnung sei zwar „nichts Schönes“, aber auch „kein Weltuntergang“. Zumal das Sportliche absolut passe. „Die Weiterentwicklung unter Uwe Wolf ist für jeden klar zu sehen.“

Manche Dinge muss man niederschreiben.“

Michael Weißkopf, Präsidiumsmitglied des VfR Aalen

Weißkopf: „Alles gut!“

Und: „Die Jungs gehen für ihn durchs Feuer“, sagt Weißkopf. 25 Punkte und Platz 8 zum Ende der Hinrunde seien das, „was wir uns gewünscht haben - alles gut“. Das sieht Lepore genauso. „Wir stehen aktuell in der Tabellenregion, in der wir auch am Saisonende platziert sein wollen: zwischen Platz 7 und 9. Sportlich ist alles im Lot.“ Und Wolf habe mit den vorhandenen Mitteln extrem viel rausgeholt.

Was Lepore außerdem klarstellt: dass er von Uwe Wolf überzeugt sei. „Nach den fünf Niederlagen hätten andere Vereine sicherlich schneller die Reißleine gezogen. Wir aber hatten und haben großes Vertrauen in die handelnden Personen.“

Daran habe sich auch nach den Vorfällen abseits des Platzes gar nichts geändert. Oder wie Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf sagt: „Wir brauchen jetzt keine Therapiesitzungen.“

Kommentar von Alexander Haag: Der Unbelehrbare

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