Hattrick in17 Minuten

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Den 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird Joel Pohjanpalo mit Sicherheit nicht so schnell wieder vergessen. In lediglich 17 Minuten erzielte er für Union Berlin im Heimspiel gegen Werder Bremen einen lupenreinen Hattrick. Die Partie endete 3:1. Für Pohjanpalo waren es die ersten drei Tore in der Bundesliga, die er nicht als Joker erzielte. Außerdem ist der Finne der erste Union-Spieler, der einen Dreierpack, oder in dem Fall sogar lupenreinen Hattrick in der Bundesliga erzielte.

Doch damit nicht genug mit den Superlativen: Joel Pohjanpalo erzielte in nur 17 Minuten fast genau so viele Tore, wie der bereits feststehende Absteiger Schalke 04 in der gesamten Rückrunde. Die Königsblauen kommen in 13 Rückrunden-Partien auf gerade einmal vier Buden. Mit Nico Schlotterbeck stand ein weiterer früherer Aalener (spielte in der Jugend beim VfR) in der Startelf. Er zeigte in der Abwehr eine mehr als solide Leistung. Union Berlin kann weiterhin vom internationalen Geschäft träumen. Aktuell belegen die Köpenicker den achten Platz.

Davie Selke, der als Jugendspieler bis 2009 das Trikot des 1. FC Normannia Gmünd trug, hat zusammen mit seinen Bremer Mannschaftskameraden einen Rekord aufgestellt, auf den man liebend gerne verzichten könnte. Das 1:3 bei Union war die siebte Niederlage in Folge und damit wird dieser Negativ-Rekord weiter ausgebaut. Anfang März betrug der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz noch komfortable elf Punkte. Knapp zwei Monate später und drei Spieltage vor Saisonende ist noch einer übrig geblieben. Dazu hat Hertha BSC Berlin, auf Rang 17 liegend, noch drei Partien weniger absolviert als die Bremer und nur vier Punkte (26) Rückstand auf den SVW. Für Selke und Bremen deuten sich also wieder dramatische Mai-Wochen an, ähnlich wie im vergangenen Jahr. Wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis gab es für den Stürmer dann doch noch. Er bereitete den Bremer Ehrentreffer zum 1:3 vor. Theodor Gebre Selassie war der Torschütze.

In der 3. Liga kam es zu einem packenden Duell im Tabellen-Keller. Der 1. FC Kaiserslautern empfing die Spielvereinigung Unterhaching. Mittendrin waren dabei zwei frühere Spieler des VfR Aalen: Philipp Hercher für Kaiserslautern und Markus Schwabl für Unterhaching. Einen großen Anteil am 3:2-Erfolg der Lauterer hatte Hercher. Er erzielte das zwischenzeitliche 1:0 in der 32. Spielminute. Kaiserslautern kann mit 38 Punkten und auf Platz 15 liegend mehr denn je auf den Klassenerhalt hoffen. Unterhaching dagegen hat als 20. und damit Tabellenletzter (28 Punkte) fast keine Chance mehr in der 3. Liga zu bleiben. Tim Abramowski

J. Pohjanpalo
D. Selke
P. Hercher

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