Helmut Dietterle sehnt Entscheidung herbei

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Helmut Dietterle sagt stets seine ehrliche Meinung, auch den Schiedsrichtern gegenüber. Nach dem entscheidenden Relegationsspiel will der 71-Jährige die neue Saison mit den SF Dorfmerkingen angehen - in der Oberliga oder Verbandsliga?
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Erst Nerven schonen, dann loslegen: Nach dem letzten Relegationsspiel am Dienstag kann der Trainer der SF Dorfmerkingen endlich die neue Saison planen.

Trier / Dorfmerkingen

Helmut Dietterle kennt das Stadion in Trier noch ganz genau. Mitte der 70er Jahre ist der Ex-Profi dort mit dem VfB Stuttgart in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Am kommenden Dienstag fällt bei der Eintracht die Entscheidung, wer künftig in der Regionalliga spielt: die Stuttgarter Kickers, Eintracht Trier oder Stadtallendorf. Die besten Voraussetzungen haben die Stuttgarter Kickers, und sollten es die „Blauen“ schaffen, wäre das gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt der Sportfreunde Dorfmerkingen.

Deren Trainer ist Dietterle. Und natürlich drückt er den Kickers im entscheidenden Relegationsspiel am Dienstagabend (Anpfiff: 19 Uhr) die Daumen. Wobei der 71-Jährige inzwischen die nötige Gelassenheit hat. Während SFD-Sportkoordinator Sepp Schill beim ersten Relegationsspiel zwischen den Kickers und Stadtallendorf (3:0) im Gazi-Stadion war, hat Dietterle „zweimal in den Liveticker geschaut. Einmal vor der Halbzeitpause und einmal kurz vor Schluss.“ Früher, sagt Dietterle, sei er zu solchen Spielen gefahren und habe vor Ort mitgefiebert. „Heute lasse ich es auf mich zukommen und schone lieber meine Nerven.“

Zumal nach dieser Partie zwischen Eintracht Trier und den Stuttgarter Kickers genügend Arbeit auf den Dorfmerkinger Trainer wartet. Schon am Mittwochabend setzen sich die Verantwortlichen der Sportfreunde an einen Tisch und besprechen die kommende Saison. „Das wird Schwerstarbeit für den Verein“, sagt Dietterle. Denn der Club befindet sich weiter im Umbruch. Mehrere Spieler werden den Verein verlassen, bereits fix sind Valerio Avigliano, Kevin Renner (beide FC Normannia Gmünd), Fabian Janik (TSG Hofherrnweiler), Tim Schweizer (voraussichtlich SSV Ehingen Süd) und Michael Schiele (voraussichtlich SV Waldhausen). Weitere könnten folgen - das hänge auch mit der künftigen Klassenzugehörigkeit zusammen. „Dass wir noch nicht wissen, ob in welcher Liga wir spielen, macht es natürlich enorm schwer gerade“, sagt Dietterle und fügt hinzu, dass „es die Mannschaft absolut verdient hätte, ein viertes Jahr in der Oberliga zu bleiben. Denn es war phänomenal, was sie geleistet hat.“ In der Tat: Die Sportfreunde haben in der Rückrunde eine fulminante Aufholjagd gestartet. 16 Punkte und Platz 18 waren es nach der Hinrunde, 46 Punkte und Rang 15 im Endklassement. Heißt: Die SFD haben in der zweiten Saisonhälfte starke 30 Zähler eingefahren. Dass am Ende nur zwei Punkte zum direkten Klassenerhalt gefehlt haben, ärgert Dietterle natürlich.

Testspiel gegen VfB Stuttgart

„Es gab auch in der Rückrunde einige Spiele, in denen wir unnötig Punkte haben liegen lassen.“ Aber: Der Trainer will nicht nachkarten. Stattdessen wartet auch er sehnsüchtig auf die Entscheidung am Dienstag.

Viel Zeit zum Erholen bleibt danach nicht, denn die Sommerpause ist kurz. Bereits am 25. Juni starten die Sportfreunde in die Vorbereitung zur Saison 2022/2023. Und am 2. Juli (Anpfiff: 14 Uhr) steht bereits das erste Testspiel auf dem Terminplan. Gegner ist der Regionalligist VfB Stuttgart II.

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