Hundesport: Turnier mit neuen Übungen

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Das Aportierten von Hölzern ist ein Teil der Prüfungen.
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Am Sonntag küren in Neunheim die Rasseterrier ihren Deutschen Meister. Auch internationale Teilnehmer sind dabei.

Ellwangen-Neunheim.

Die Ortsgruppe Ostalb des „Klub für Terrier von 1894“ richtet am kommenden Sonntag, 16. Oktober, die 4. Deutsche Meisterschaft Obedience der Vereinigung in Neunheim aus. Dazu treffen sich Hundefreunde mit ihren Tieren aus fünf der knapp 30 Terrierrassen auf dem Vereinsgelände des VfL an der L1060, um sich dort zu messen. Dieses Jahr ist das Turnier zum ersten europäischen Turnier für anerkannte Terrier-Rassen ausgeschrieben worden.

„Starter aus ganz Deutschland nehmen teil, in fünf Klassen werden die Hunde ihre Aufgaben absolvieren und die Punktbesten ermitteln“, erläutert Peter Reitinger, Vorsitzender der Ortsgruppe Ostalb.

InternationaleTeilnehmer

Dabei sind auch zwei Teams aus der Schweiz und eine Starterin aus Tschechien. Vertreten sind die Rassen Yorkshire-, Airdale-, und Jack Russel-Terrier. Im „Klub für Terrier“ sind Ortsgruppen aus Süddeutschland, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin/Brandenburg organisiert. Sie betreiben den Hundesport „Obedience“. Hierbei geht es vor allem um die perfekte Ausführung von Kommandos in insgesamt zehn Disziplinen. „Durch Änderungen in der Prüfungsordnung Anfang des Jahres sind die Übungen noch komplexer und schwieriger geworden“, erläutert Reitinger. Daher hätten einiger der Starter die neuen Übungen noch nicht im Repertoire und hätten so nicht in der höchsten Klasse gemeldet.

Schwierige Aufgaben

Ein Beispiel dafür ist der neue Richtungsapport in der Klasse 3. Drei sogenannte Apportel – Hölzer, die der Hund bringen soll - liegen in einer Reihe im seitlichen Abstand von fünf Metern. Der Hundeführer steht 20 Meter entfernt. Er hat bei Beginn der Prüfung die Seite für das Apportierholz verdeckt ausgelost, kennt also die Richtung nicht. Er schickt seinen Hund zu den Apportierhölzern, stoppt ihn zehn Meter davor und bekommt jetzt die Information, welches Holz er ausgelost hat. Dann gibt er dem Hund die Anweisung, welches der Apportel er zu bringen hat. VierJahre lang war dabei das mittlere Apportel tabu, jetzt ist auch das mittlere Apportierholz möglich. „Das stellt die Teams vor eine neue Herausforderung, da die Hunde ja jahrelang das mittlere ignorieren mussten“, ergänzt der Vorsitzende.

„Mitmachen dürfen nur einwandfrei zertifizierte Rassehunde aus einer Zucht“, sagt Reitinger. Der Wettkampf am Sonntag findet in fünf Wertungsklassen statt: Beginner, Obedience 1,2 und 3, der höchsten Kategorie, sowie der Seniorenklasse. Der Deutsche Meister kommt aus Klasse 3, die Teilnehmer der anderen Klassen kämpfen um den Aufstieg in die nächsthöhere Kategorie. Die internationalen Teilnehmer können nicht Meister werden, „nur“ Turniersieger. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Oberbürgermeister Michael Dambacher, der auch die Siegerehrungen gegen 16 Uhr vornehmen wird.

Das Programm am Wochenende:

Los geht die Veranstaltung am Samstag mit der Anmeldung und einer kurzen Parcours-Besichtigung aller Teilnehmer, sowie einem gemütlichen Beisammensein der Teilnehmer am Abend im Vereinsheim.

Am Sonntag ist um 9 Uhr Einmarsch und Vorstellung der Teilnehmer, um 10 Uhr beginnen die Prüfungen der „unteren“ Wertungsklassen. Ab etwa 13 Uhr werden die Deutschen Meister gesucht.

Gegen 16 Uhr sind die Siegerehrungen geplant. Die Mitglieder der Ortsgruppe bieten auch eine Bewirtung. Der Eintritt ist frei.

Bei den Prüfungen müssen sich Hundeführer und die Tiere bestens verstehen.

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