Im Kasten des FC Eschach Aufstieg gefeiert

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Gisbert Strauch feiert an diesem Dienstag seinen 80.
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Eschach. Einst hütete Gisbert Strauch beim FC Eschach das Tor. Später machte er sich als Schiedsrichter und dann als Staffelleiter weit über die Region hinaus einen Namen. Man sieht es ihm nicht an, dass er an diesem Dienstag gut gelaunt seinen 80. Geburtstag feiert. Die Schar der Gratulanten wird groß sein.

1941 geboren in Breslau, zählte der kleine Gisbert Strauch zu jenen Heimatvertriebenen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Kemnaten ankamen, um von dort in ein neues Leben zu starten. Schnell hatte er Anschluss gefunden, zeigte sich als begeisterter Fußballer, wo er - zunächst in der Jugend - und dann in der ersten Mannschaft des FC Eschach zur Nummer eins im Tor wurde. „Es war eine schöne Zeit“, erinnert sich Strauch. „Wir haben den Aufstieg in die damalige B-Klasse gefeiert - und“, schmunzelt er „sind auch wieder abgestiegen.“

Seine Karriere als aktiver Fußballer war noch nicht beendet, als Gisbert Strauch 1973 die Schiedsrichterprüfung ablegte. Dass der gelernte Werkzeug- und Maschinenbauer, der viele Jahre bei Schenk Werkzeugbau zunächst in Schwäbisch Gmünd und dann in Waldstetten arbeitete, damit den Grundstein für ein Hobby legte, das ihn ein ganzes Leben lang begleiten sollte, daran hatte er nicht gedacht.

Günter Glanert - damals Schiedsrichterobmann der Gmünder Schirigruppe - war es, der das Talent Strauchs an der Pfeife schnell erkannte und ihn in sein Team integriert hatte. Der Weg führte den Unparteiischen aus Eschach schnell bis in die Landesliga und damit hinaus ins ganze Land. Von 19979 bis 1986 zählte Strauch als Landesligareferee zu den Aushängeschildern der Gmünder Schirigruppe, war von 1983 bis 1990 im Ausschuss und übernahm in dieser Zeit unter anderem die Aufgabe des Jugendeinteilers. Auch wenn er mit 65 Jahren und weit über 1200 geleiteten Spielen die Pfeife an den Nagel hängte, hat er zu seinen Schiedsrichterkollegen bis heute eine enge Verbindung.

Das gilt auch für die vielen Vereine der Gmünder Kreisligen A und B, deren Staffelleiter Gisbert Strauch über zwei Jahrzehnte war. „Ich bin mit meinen Vereinen immer gut ausgekommen und habe zu vielen immer noch einen guten Kontakt“, freut sich der Jubilar. Und betont: „Ich war für sie da und nicht sie für mich.“

Stolz ist er heute vor allem auf seine vier Enkeltöchter, die an diesem Dienstag selbstredend neben Sohn Ralf und Ehefrau Brigitte ganz vorne stehen werden in der großen Gratulantenschar.

Werner Röhrich

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