In Essingen steigt das Derby

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Dorfmerkingen (am Ball) gegen den TSV Essingen

Der TSV Essingen trifft an diesem Mittwoch um 17.15 Uhr auf die Sportfreunde Dorfmerkingen. Welche Rolle dabei Corona spielt.

Essingen

Für den TSV Essingen steht an diesem Mittwoch der vorerst letzte Teil der Ostalb-Derbys an. Im Achtelfinale des WFV-Pokals empfängt man die Sportfreunde Dorfmerkingen. Anstoß der Partie ist um 17.15 Uhr.

Mit insgesamt acht Punkten nach vier Spieltagen, ist die Mannschaft von Stephan Baierl noch ungeschlagen, dabei hat sich eine gewisse Heimstärke herauskristallisiert (sechs Punkte, 7:0 Tore), auf die man natürlich auch an diesem Mittwoch gegen den Favoriten vom Härtsfeld setzen möchte. Auch in der zweiten Runde des Pokals siegte man mit 1:0 im eigenen Stadion gegen den Oberligisten TSG Backnang. Am vergangenen Spieltag, beim 2:2 in Holzhausen, gab es für die Essinger eine Hiobsbotschaft. Besnik Koci erlitt einen Kreuzbandriss ohne gegnerische Einwirkung, wie Essingens Co-Trainer Simon Köpf bestätigte. Köpf wird gegen Dorfmerkingen und in der Liga am Wochenende gegen den TSV Türkspor Neu-Ulm gemeinsam mit Thomas Traub das Zepter schwingen, da Trainer Stephan Baierl im Urlaub weilt. Mit Jannik Wiedmann (Achillessehnenriss) und Besnik fallen uns nun schon zwei Außenbahnspieler langfristig aus“, so Simon Köpf. Außerdem wird auch Ibrahim Hajtic aufgrund einer Zerrung nicht zur Verfügung stehen. Felix Nierichlo musste in Holzhausen mit einer Brustprellung ausgewechselt werden, auf seinen Einsatz hoffe man noch in Essingen.

Trotz des guten Starts in die Saison, sieht Köpf seinen TSV am Mittwoch nicht in der Favoritenrolle: „Dorfmerkingen spielt immer noch eine Liga über uns und ist der Favorit, aber natürlich werden wir alles geben, um in die nächste Runde einzuziehen.“

Der Oberligist Sportfreunde Dorfmerkingen wartet nach drei Spielen noch auf den ersten Punktgewinn. Doch die Formkurve zeigt aber bergauf. Im Heimspiel gegen den Freiburger FC, am vergangenen Samstag, war man über weite Strecken die klar bessere Mannschaft und der erste Dreier war eigentlich zum Greifen nahe. Doch die mangelnde Chancenverwertung machte den Traum vom Sieg zunichte.

Nun steht mit dem Pokal ein komplett anderer Wettbewerb an, und bei einem Weiterkommen kann man Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben in der Liga tanken. So schätzt Dorfmerkings Trainer Helmut Dietterle den TSV Essingen ein : „Ich habe die Spiele von Essingen gegen Backnang und Hofherrnweiler gesehen. In beiden Partien haben die Essinger fast keine Torchancen zugelassen. Sie sind körperlich sehr stark – und wir dürfen uns nicht zu sehr hinten reindrängen lassen. Die Standardsituationen der Essinger sind ausgesprochen gefährlich, da müssen wir hellwach sein.“

Dietterle war selbst schon Trainer des TSV Essingen (2012 bis 2014) und hat auch heute noch freundschaftliche Verbindungen zum Verein. „Ich freue mich auf das Spiel. Es ist ein Pokalspiel und gleichzeitig auch ein hochinteressantes Lokal-Derby. Beide Vereine sind erpicht darauf eine Runde weiterzukommen – und nur darum geht es im Pokal“, so Dietterle. Personell kann der Coach allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen. „Coronabedingt fällt ein Spieler aus und zwei weitere wurden vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt. Wir haben das dem WFV gemeldet und einen Antrag auf Verlegung des Spiels gestellt. Dieser wurde jedoch abgelehnt mit der Begründung, dass man noch genügend weitere Spieler im Kader habe, um die Partie zu bestreiten“, erklärte Helmut Dietterle. Außerdem werden Michael Schindele (ist nach seiner Verletzung noch nicht so weit) und Daniel Nietzer (Schulung) nicht zur Verfügung stehen. „Wir haben schon eine dezimierte Mannschaft, dennoch ist im Pokal alles möglich und wir werden natürlich alles geben, um als Sieger vom Platz zu gehen“, gibt sich Dietterle optimistisch.

Die Kassen werden an diesem Mittwoch bereits um 16 Uhr geöffnet sein.

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