Irre Schlussphase bringt TSB den Sieg

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Die TSB Gmünd feiert seinen Auswärtssieg gegen den TSV Heiningen

Die „Jets“ aus Gmünd liefern den nächsten Handballkrimi und erkämpfen sich den ersten Sieg des Jahres. Mit energischem Schlussspurt dreht der TSB das Spiel und bezwingt den TSV Heiningen mit 27:26.

Heiningen.

Kaum einer der 210 Zuschauern in der Voralbhalle des TSV Heiningen glaubte am Samstagabend, vier Minuten vor Schluss, an einen Gmünder Sieg. „Wichtig ist nur, dass wir daran glauben“, erklärte Trainer Dragos Oprea später. In einer dramatischen Schlussphase drehte der TSB ein 23:25 (56.) in ein 27:26 und gewann einen wilden Schlagabtausch zweier ebenbürtiger Teams.

Marian und Nicola Rascher sorgten mit den ersten beiden Toren zwar für einen schwungvollen Start, doch es häuften sich die einfachen Fehler. Heiningen nutzte dies und legte ein 4:2 (8.) vor. Nach sieben torlosen Minuten bekam der TSB die Kurve. Mit dem 4:4 (10.) durch Eric Zimmermann waren die Gäste zurück im Geschehen und übernahmen die Kontrolle. Marian Rascher, verwertete seine Chancen von der Siebenmeterlinie zunächst ebenso konsequent wie Linksaußen Zimmermann. Stephan Mühleisen am Kreis stellte mit dem 9:7 (18.) dann erstmals eine Zwei Tore-Führung her. Heiningen antwortete jedoch prompt und zog beim 10:10 (21.) wieder gleich.

Bis dahin war es ein munterer Schlagabtausch, doch vier Gegentore innerhalb von nicht einmal zwei Minuten brachten den TSB völlig aus dem Konzept. Mit einem 11:15-Rückstand ging es in die Pause.

„Über die erste Halbzeit möchte ich gar nicht reden“, zeigte sich Oprea ernüchtert. Doch wie sehr sie den Trainer innerlich beschäftigt, war ihm anzuhören: „Es ist schwierig, dafür eine Lösung zu finden. Vielleicht ist es aktuell unser Schicksal, immer eine Aufholjagd starten zu müssen und nach der Pause richtig abzuliefern.“ Doch tatsächlich zeigten seine Mannen wie bereits in der Vorwoche die erhoffte Reaktion.

Reaktion nach Wiederanpfiff

Nach dem 11:16 (31.) durch TSV-Spielmacher Simon Dürner brachte Rechtsaußen Wolfgang Bächle die Gmünder mit einem schnellen Doppelschlag wieder auf 13:16 (33.) heran. Obwohl sich der TSB weiterhin zahlreiche Fehlwürfe leistete, bekam Oprea eine erhebliche Leistungssteigerung zu sehen. Der Rückstand bis zum 19:23 (50.) wollte nicht schmelzen, aber die Gmünder wurden keinesfalls ungeduldig. „Wir haben uns Tor für Tor hart erarbeitet.“ In der Schlussphase begann sich diese Hartnäckigkeit auszuzahlen. Stephan Mühleisen brachte den TSB beim 22:23 (53.) wieder auf Schlagdistanz. Zwei weitere Male legte Heiningen vor, doch Mühleisen und Rascher stellten umgehend den Anschluss wieder her.

Der nächste Krimi bahnt sich an – und der TSB bewies den längeren Atem. Vor allem deshalb, weil es gelungen war, die Defensive zu stabilisieren. „Wenn unsere Abwehr steht und der Gegner unter Druck werfen muss, gibt es eine Kettenreaktion“, so Oprea. Durch die Ballgewinnen und überfallartige Umschaltspiel führte der TSB die späte Wende herbei. Der erst 19-Jährige Patrick Watzl erzielte mit zwei Kontertoren das 26:25 (58.) und damit die erste Gmünder Führung seit der 20.Minute. Den wichtigsten Wurf allerdings nahm sich Nicola Rascher. Der Top-Torjäger des TSB (88 Saisontore) verwandelte eine Minute vor dem Ende einen von Bruder Marian herausgeholten Siebenmeter zum 27:25 (60.). Dass den Hausherren der letzte Treffer des Abends vorbehalten war, fiel daher nicht mehr ins Gewicht – mit einem beeindruckenden Schlussspurt hatte der TSB seinen einstigen Angstgegner in die Knie gezwungen.

Der TSB festigt damit den Platz in der oberen Tabelle. Am kommenden Samstag (19:30 Uhr / Große Sporthalle) gastiert Tabellennachbar HSG Konstanz 2 . es ist das Duell Sechster gegen Fünfter.

TSB: Daniel Mühleisen, Sebastian Fabian (n.e.) – Nicola Rascher (6/1), Marian Rascher (6/2), Patrick Watzl (5), Eric Zimmermann (3), Stephan Mühleisen (3), Wolfgang Bächle (2), Tom Abt (1), Sven Petersen (1), Christian Waibel, Aaron Fröhlich, Arian Pleißner

Wir haben uns Tor für Tor hart erarbeitet.“

Dragos Oprea, Trainer TSB Gmünd
Handball, TSB Gmünüd

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