Kommentar: Alexander Haag über die Zukunft beim VfR Aalen

Jetzt droht ein Machtkampf

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Alexander Haag

Uwe Wolf kündigt einen radikalen Schnitt an.

Der Trainer des VfR Aalen feiert nach einem unspektakulären 1:1 gegen den Bahlinger SC seinen Nachwuchs überschwänglich - und zählt gleichzeitig die erfahrenen Profis, die größtenteils verletzt auf der Tribüne saßen, an. Wolf sagt, dass er „mit den Verantwortlichen bereden will“, ob diese Spieler noch eine Zukunft auf der Ostalb haben - trotz Vertrag.

Angesprochen fühlen dürften sich Gino Windmüller (31 Jahre), Marcel Appiah (33), Goson Sakai (25) oder Toni Vastic (28). Und plötzlich auch Daniel Bernhardt. Ja, ausgerechnet das Gesicht des VfR Aalen. Der 35-jährige Torwart, der seit 2009 im Verein ist. Der über 350 Pflichtspiele absolviert hat. Der mit den Schwarz-Weißen in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Und: der auch heute noch der große Rückhalt ist und als Führungsspieler vorangeht. Bernhardt sagt, was Sache ist und spricht die Dinge klar an.

Jetzt aber hat Wolf Klartext geredet. Hat sich öffentlich gegen seinen Spielführer gestellt. Nicht zuletzt mit der Aussage, Alessandro Abruscia sei ein „super Kapitän“. Dem erneut nicht berücksichtigten Bernhardt dürfte das nicht gefallen. Und er wird das nicht einfach hinnehmen. Trainer gegen Kapitän - dem VfR Aalen droht ein Machtkampf, bei dem selbst ein vorzeitiges Ende der Galionsfigur nicht mehr ausgeschlossen ist.

Das allerdings hätte Daniel Bernhardt nicht verdient.

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