Johannes Großkopf: Rekordjahr für Rekordmann

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Der Gmünder Hannes Großkopf (vorne) dominierte beim Halbmarathon in Lichtenwald mit einen Start-Ziel-Sieg.
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Sowohl auf der 10-Kilometer-Paradestrecke als auch beim Halbmarathon feiert der Gmünder Johannes Großkopf Erfolg um Erfolg. Der Athlet spricht über die Saison und eine Marke.

Schwäbisch Gmünd

Zwei Läufe stehen für den Gmünder Johannes Großkopf in dieser Laufsaison noch an. Mit knapp 25 Läufen, von denen er über die Hälfte auf Platz eins in seiner Altersklasse abgeschlossen hat, ist sein Jahr extrem durchgetaktet - körperlich, aber auch mental eine enorme Herausforderung. Vor zwei Wochen übertraf er sich in Heilbronn mit einer Zeit auf 10 Kilometer von 32:04 Minuten.

Großkopf verrät, wie er sich ein ums andere Mal toppt, welche Rolle die Ernährung spielt und welches Ziel er im Visier hat.

Herr Großkopf, wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Laufsaison?

Großkopf: Wenn ich die ganze Saison betrachte - und auch nach Heilbronn - kann ich gar nicht mehr meckern. Ich bin eine 32:04 gelaufen, was super war. Ich wäre noch gerne fünf Sekunden schneller gelaufen, aber das ist Klagen auf hohem Niveau.

Fünf Sekunden schneller und Sie wären unter die 32er-Marke gekommen. Wird diese in den letzten beiden Läufen geknackt?

Sicher nicht. Beim baden-württembergischen Waldlauf in Essingen wird die Strecke nicht so schnell. Und beim Albmarathon gibt es einen Anstieg. Da muss man erstmal hin.

Haben Sie eine persönliche Lieblingsdistanz?

Die 10 Kilometer oder der Halbmarathon. Mein Vater sagt immer, er läuft lieber den Halbmarathon, denn dann muss er nicht so schnell laufen. Ich laufe noch lieber die 10 Kilometer, dann kann ich richtig Gas geben.

Ihre Erfolge kommen nicht von ungefähr. Wie schaffen Sie es, sich immer zu steigern?

Es ist natürlich kein Selbstläufer. Nichts geht von alleine. Wenn ich so eine Zeit sehe wie in Heilbronn, dann ist das der Lohn für die harte Arbeit. Aber ein Rennen wird auch im Kopf entschieden.

Wie entscheidend ist die mentale Stärke im Laufsport und wie trainiert man diese?

Wichtig ist, dass man im Wettkampf abschalten kann und man als Läufer für sich ist. Es gibt aber keine Hausregel oder ein spezielles Rezept.

Sie trainieren aber nicht nur allein.

Das ist das Schöne, dass ich mit Julia Stier, Christian Frey, Matthias Rueff und Arthur Feil eine gute Gruppe um mich herum habe. Wobei der Läufer generell immer allein trainiert, weil jeder Läufer auch anders ist.

Achten Sie gesondert auf Ihre Ernährungen?

Ich kann schon essen, was ich möchte, aber ich versuche am Tag eine gesunde Mahlzeit zu haben und auf meine Kohlehydrate zu achten. Eine gute Mischung macht's aus. Ich habe auch kein Problem, auf Alkohol zu verzichten - seit Jahren schon.

Wie geht es nach der Laufsaison weiter?

Nach dem Albmarathon werde ich drei oder vier Wochen pausieren und über den Winter nicht ganz so hart trainieren. Das große Training wird Mitte Januar wieder anfangen.

Werden Sie auch mal auf das Laufen verzichten?

Montags mache ich immer - egal, ob am Wochenende ein Wettbewerb war oder nicht - einen lockeren Trainingslauf mit meinem Vater. Ich werde also nie ganz aufs Laufen verzichten.

Großkopfs Erfolge auf Platz 1 in 2022

Essingen: Sparkassen Albuch light

Lichtenwald: Halbmarathon

Kapfenburg: Panoramalauf

Wißgoldingen: Stuifenläufe

Süßen: Stadtlauf

Lauterstein: Panoramalauf

Lautern: Landschaftsläufe

Göppingen: Firmenlauf

Göppingen: Barbarossa-Berglauf / Sieger in der 2er-Staffel und Fitness-Lauf

Rechberghausen: Sommernachtslauf

Alfdorf: MAUrathon

Elmshorn (Schleswig-Holstein): Stadtlauf

Heilbronn: Landesmeisterschaft

Salach: Löwenlauf

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