Johannes Großkopfs Akku streikt

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Johannes Großkopf kämpft auf der Strecke.

Rechberghausen.

Der Rechberghäuser Sommernachtslauf feiert mit 235 Startern nach dem Lockdown ein tolles Comeback. Der haushohe Favorit Johannes Großkopf wurde besiegt.

Die Bedingungen in Rechberghausens „Grüner Mitte“ waren hervorragend. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und die Organisatoren des Sparda-Teams und des Musikvereins hatten alle Register gezogen, um den angereisten Sportlern all das zu bieten, was unter den gültigen Corona-Bestimmungen überhaupt möglich war. In Abständen wurden die Akteure auf die Strecken über zehn und fünf Kilometer auf die ehemaligen Gmünder Bahntrasse geschickt und den 16 Kids beim Bambinilauf und den 24 Nachwuchsathleten beim Schülerlauf boten die Zufahrtsstraße zum Musikerheim genügend Platz, um sich auf Kursen von 400 und 900 Metern auszutoben.

Dasselbe Bild wie bei den letzten Läufen bot sich beim Start des Hauptlaufes über amtlich vermessene zehn Kilometer mit Wendepunkt in Birenbach und einer Wendeschleife in Faurndau. Der Gmünder Abonnementsieger Johannes Großkopf vom Sparda-Team nahm das Heft in die Hand und lief vorneweg. Diesmal rannte er aber nicht nur gegen die Uhr, denn Robin Habermann vom TSV Holzmaden heftete sich an seine Fersen und sorgte am Ende für die Überraschung des Tages: Großkopf wurde besiegt. Bei Kilometer neun attackierte Habermann und stahl seinem Rivalen in 33:01 Minuten mit zehn Sekunden Vorsprung die Schau. „Bei Kilometer sieben war mein Akku leer“, erklärte das Sparda-Aushängeschild seine ungewohnte Niederlage, „ich kam mit der Wärme nicht zurecht und konnte nicht dagegenhalten“. Großkopf ist froh, dass in der Sommerpause nur wenige Trainingskilometer und keine Wettkämpfe auf dem Plan stehen. Ähnlich ging es der Favoritin im Rennen der Frauen: Katrin Ochs von der LG Filder, Deutsche W40-Marathonmeisterin vor drei Jahren mit einer Bestzeit von 2:45:46 Stunden, hatte das oberste Treppchen anvisiert, sah die 16 Jahre jüngere Sandra Burkhardt von der LG Weissacher Tal (39:27), am Start für das Team Allianz, aber nur von hinten und folgte mit zwei Minuten Rückstand ins Ziel.

Den Fünf-Kilometer-Lauf gewann trotz eines schmerzhaften Sturzes Michael Digel vom Sparda-Team in 17:50 Minuten vor Kevin Kainz von der Skizunft Uhingen (18:59) und Sparda-Kollege Paul Schaaf (19:24), dem Marc Scholz (Sport Schwab Laufteam/19:26) und Tom Schröder von der Turnerschaft Göppingen (19:28) im Zwei-Sekunden-Abstand folgten. Auch die schnellsten Frauen liefen mit Lena Oker (19:31) und Sophie Kost (20:28) im Sparda-Trikot. Auf Rang drei finishte Diana Joiner von der SG Stern Sindelfingen in 20:38 Minuten.

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