Junges Böbinger Team will angreifen

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Fabian Kluge

Nach zwei Jahren Pause startet am Wochenende wieder der Ligabetrieb.

Böbingen. Es ist endlich soweit. Der Ligabetrieb im Gewichtheben startet nach einem Jahr Pause wieder. „Alle freuen sich darauf“, erklärt Karsten Kluge, Trainer der SGV Böbingen. Schließlich mussten die Athletinnen und Athleten zwei Jahre darauf warten.

Die Teams sind dieselben wie in der 2019 stattgefundenen Oberliga-Saison. SV Flözlingen, ASV Ladenburg, TV Feldrennach, SV Germania Obrigheim und KSV Lörrach heißen die Gegner in der kommenden Spielzeit. Zum Auftakt reist die Mannschaft aus Ladenburg nach Böbingen. „Man weiß noch nicht, wie man jetzt steht. Das wissen wir erst nach dem ersten Wochenende“, meint Kluge.

Die Jüngste ist 15

Sein Team wird dabei sehr jung sein. Ein Großteil der Heberinnen und Heber sind jünger als 20 Jahre. Mit Marlene Bühr ist dabei eine 15-Jährige in die erste Mannschaft hochgezogen worden. „Sie ist unsere einzige Kaderathletin. Trotz ihres Alters kann sie aber schon um die 80 Punkte holen“, begründet der SGV-Trainer die Entscheidung.

Daneben werden Gina Habele, Fabian Kluge, Devin Leib, Samy Chamas und Nils Benzelrath wichtige Punktelieferanten sein. Seit April arbeiten die Böbinger Heber nicht nur auf den Ligabetrieb hin, sondern auch auf die deutschen Meisterschaften. Diese im Vorjahr wegen Corona abgesagten Titelwettkämpfe finden in diesem Jahr vom 11. bis 13. Dezember in der heimischen Halle in Böbingen statt.

Mit Kluge und Habele haben sich bereits zwei für die Heim-DM qualifiziert. Gute Chancen gibt Karsten Kluge drei weiteren Athleten. „Devin Leib, Samy Chamas und Nils Benzelrath können es noch schaffen. Ich bin optimistisch, dass es der ein oder andere schaffen wird“, sagt der Trainer selbstbewusst. Dafür müssen die drei Heber in den drei Ligakämpfen, die davor stattfinden, die Norm noch erfüllen.

Oechsle nur sporadisch

Nur sporadisch zum Einsatz kommen wird Marius Oechsle. Der im vergangenen Jahr vom Bundesligisten Obrigheim zurückgekehrte Heber tritt wegen einer beruflichen Weiterentwicklung etwas zurück. Dennoch will das junge Team unabhängig von der aktuellen Unruhe im Verein angreifen. „Oberstes Ziel ist der Nichtabstieg. Wir können einen Mittefeldplatz erreichen. Das Potenzial dafür ist da“, erklärt Karsten Kluge kämpferisch und fügt an, „dafür müssen wir aber gesund bleiben.“ Wer weiß, vielleicht können Böbingens Heber wie in der letzten - abgebrochenen - Runde überraschen und sich wieder auf Rang drei nach oben schieben. Damit würde dann der Sport wieder in Vordergrund stehen.

Sebastian Mühlenhof

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