Kai Häfner und Djibril M'Bengue für die Handball-Weltmeisterschaft nominiert 

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Kai Häfner gehört zum deutschen WM-Aufgebot.

Die beiden ehemaligen Spieler des TSB Gmünd bilden bei der Weltmeisterschaft in Polen und Schweden (11. bis 29. Januar) erneut den rechten Rückraum des deutschen Teams. Von Nico Schoch

Schwäbisch Gmünd

Der Pokaltraum ist vorbei, doch der WM-Traum hat gerade erst begonnen: Sowohl Kai Häfner mit der MT Melsungen (28:36 gegen die Rhein-Neckar-Löwen) als auch Djibril M´Bengue mit dem Bergischen HC (31:43) verabschiedeten sich frühzeitig im Achtelfinale. Doch schon in wenigen Wochen werden die beiden Ex-Spieler des Oberligisten TSB Gmünd gemeinsam auf Medaillenjagd gehen.

Bundestrainer Alfred Gislason wirkte entspannt und zuversichtlich, als er einen Tag vor dem Weihnachtsfest das Geheimnis um den deutschen WM-Kader lüftete. „Es gab einige schwere und sehr enge Entscheidungen“, sagt Gislason. Die ganz große Überraschung ist zwar ausgeblieben. Doch während etwa der Göppinger Linksaußen Marcel Schiller nach seiner Verletzung nicht berücksichtigt wurde, darf M´Bengue mit einer Erfahrung aus erst neun Länderspielen bereits sein zweites Turnier spielen.

„Er wird sich in eine Routine spielen müssen“, sagt der Bundestrainer über den Linkshänder, der für die vergangenen Länderspiele im Oktober nicht berücksichtigt worden war: „Dafür aber brennt das Feuer umso mehr und er verspürt sicher eine Riesenbegeisterung.“ Nach seiner Rückkehr vom FC Porto in die Bundesliga hatte M´Bengue zu Saisonbeginn einen schweren Stand, verdiente sich dann aber immer mehr Einsatzzeiten. Gislason schätzt besonders seine Zweikampfstärke – sicherlich der Hauptgrund, weshalb der 30-Jährige wie schon bei der EM 2022 gemeinsam mit Kai Häfner und Christoph Steinert (HC Erlangen) die rechte Rückraumseite bilden wird.

Häfner gilt im deutschen Team ohnehin als gesetzt. Der 33-Jährige ist der zweitälteste Akteur und einer von nur noch fünf verbliebenen Europameistern von 2016 im aktuellen Aufgebot.

Die vielleicht letzte Chance

„Das ist ein Anker, den wir gut gebrauchen können“, sagt DHB-Sportvorstand Axel Kromer über den Erfahrungsschatz von 120 Länderspielen (275 Tore), die der Gmünder mitbringt. Für ihn wird es die vielleicht letzte Chance sein, bei der vierten WM-Teilnahme auch eine Medaille zu gewinnen.

Bei der Vorrunde im polnischen Kattowitz trifft das deutsche Team auf Asienmeister Katar, Serbien und Algerien. „Wir wollen die Gruppe gewinnen“, verkündete Gislason das erste Turnierziel. Denn je mehr Punkte die DHB-Auswahl mitnimmt, umso größer sind die Chancen auch die folgende Hauptrunde zu überstehen und das Viertelfinale zu erreichen. „Wir brauchen uns vor keiner Mannschaft zu verstecken“, betont Gislason: „Wir sind nicht weit weg von der Spitze und wollen die Lücke schließen.“

Zunächst noch in der Bundesliga im Einsatz

Bevor die deutsche Nationalmannschaft am 2.Januar 2023 in Hannover die Vorbereitung zur Weltmeisterschaft in Polen und Schweden aufnimmt, steht für Häfner und M´Bengue allerdings noch ein weiterer Bundesliga-Spieltag auf dem Programm.

Die MT Melsungen tritt mit Kai Häfner am zweiten Weihnachtsfeiertag (18 Uhr) gegen den TBV Lemgo an.

Der Bergische HC mit Djibril M'Bengue spielt tags darauf (19.05 Uhr) bei Häfners Ex-Verein TSV Hannover-Burgdorf. Zunächst gilt die Konzentration der beiden Ex-TSBler also der Bundesliga.

Djibril M'Bengue gehört zum deutschen WM-Aufgebot.

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