„Kalle“ Härter ist Sportpionier 2022

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Ein Vorbild für die Sportler: Der Stadtverbandsvorsitzende Ralf Wiedemann (links) und Oberbürgermeister Richard Arnold (rechts) zeichneten Karl-Heinz Härter zum Sportpionier 2022 aus. Neben ihm seine Frau Birgit Härter.
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Karl-Heinz Härter, langjähriges Mitglied der SG Bettringen und des TV Weiler, wird für seine herausragende Arbeit - insbesondere für die Bereiche Fußball und Skisport - geehrt.

Schwäbisch Gmünd. Bei seinem Grußwort rund um den Sportpionier 2022 brachte es Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold auf den Punkt. „Lieber Herr Härter, ich möchte mich für Ihre Verdienste um den Sport beim TV Weiler und bei der SG Bettringen sehr herzlich auch im Namen des Gmünder Gemeinderates bedanken. Sie sind ein Vorbild für die Stadtgemeinschaft und die Gesellschaft allgemein, und Sie haben diese Ehrung wahrlich verdient.“

Die Passion für den Sport des 1960 geborenen Karl-Heinz-Härter - in der Region auch als „Kalle“ bekannt - entfachte schon in den Kinderschuhen. „Bereits in der Schulzeit zeigte er großes Interesse am Sport“, so der Vorsitzende des Stadtverbands Sport, Ralf Wiedemann, während seiner Laudatio. „Weswegen er bereits 1969 in die SG Bettringen eintrat - und bei der er natürlich noch heute Mitglied ist.“

In Zahlen bedeutet dies eine beeindruckende Mitgliedschaft von 53 Jahren. Härter durchlief zunächst alle Jugendmannschaften der SGB, war mit 16 Jahren bereits Trainer einer Jugendmannschaft und begann gleichzeitig die Ausbildung zum Schiedsrichter. Über die Jahre hinweg etablierte sich der 62-Jährige als Jugendleiter und Funktionär.

Eine wichtige Säule

Besonders lobenswert ist sein Engagement für den Nachwuchs. „Mit seiner kompletten Neuausrichtung der Jugend- und Fußballabteilung schaffte es Karl-Heinz Härter den Jugendfußball bei der SGB zu einem der erfolgreichsten und top organisierten Vereine im WFV-Bezirk Ostwürttemberg zu machen“, hob Wiedemann hervor.

2016 erhielt die SGB auch durch Härters immensen Einsatz im Jugendbereich den Ehrenamtspreis. 2019 gab er den Stab des Jugendleiters weiter und übernahm das Amt des 2. Abteilungsleiters der Fußballabteilung. Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist Karl-Heinz Härter mit voller Leidenschaft bei der SG Bettringen dabei und, wie Wiedemann in seiner Ansprache betonte, „eine wichtige Säule in der Organisation der Fußballabteilung“.

Ein Mann mit vielen Talenten

Doch nicht nur für das runde Leder konnte sich Härter begeistern. Mit seiner nichtsdestominder eindrucksvollen 40-jährigen Zugehörigkeit beim TV Weiler in den Bergen trieb er dort den Skisport voran.

Als - übrigens immer noch aktiver - Skilehrer und Funktionär baute er als Leiter die Vereinsskischule über viele Jahre immer weiter aus. 2003 wurde diese Arbeit mit der Ernennung zu einer DSV Skischule gekrönt. „Ein absolutes Gütesiegel“, sagte Wiedemann.

Auch beim TVW setzte Härter einiges in Bewegung - wie den erstmaligen Kauf einer Pistenwalze oder den Erwerb eines mobilen Skilifts. Zudem organisierte er zahlreiche Trainings- und Skiausfahrten. Erwähnenswert ist auch, dass der gelernte Kfz-Mechaniker mit Meisterbrief und Betriebswirt des Handwerks bis heute noch die technischen Wartungen der vorhandenen Pistengerätschaften übernimmt.

Karl-Heinz Härter ist ein echter Tausendsassa - und dabei so bescheiden. Als er für seine Ansprache das Rednerpult betrat, wirkte er gerührt und emotional. „Ich bin über den Erfolg und die Anerkennung überwältigt“, so der frischgekürte Sportpionier 2022 und betonte, dass ohne die richtigen Mitstreiter an seiner Seite, die „Kalle“ im Laufe seines Lebens kennengelernt hatte, all dies nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderes Lob richtete er an die ehrenamtlichen Tätigkeiten, die viele freiwillige Hände in den Vereinen leisten. „Ich hoffe, dass auch in Zukunft viele Mitstreiter dazu bereit sind, unsere Vereine zu unterstützen.“ Doch den größten Dank richtete Härter an seine Familie - insbesondere an seine Frau Birgit. „Ich konnte meinen Lieblingsaktivitäten nachgehen, und sie hat mir immer den Rücken frei gehalten.“

Nach seiner Ansprache gab es Standing Ovation für den Bettringer - den Sportpionier 2022.

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